Weltbank-Prognose: Langfristig fällt der Goldpreis auf 1.000 Dollar

Wo geht die Reise hin bei den Edelmetallen? – Eine momentan ganz elementare Frage, zu welcher fast täglich neue Prognosen erscheinen.

Regelmäßig blicken auch die Experten der Weltbank auf die Entwicklung an den Rohstoff-Märkten.

Dabei ist mir jetzt die aktuelle Prognose im April aufgefallen, denn sie enthält einige wichtige Erwartungen, vor allen Dingen zum Gold. Die möchte ich Ihnen an dieser Stelle näher vorstellen:

Neue Prognose zur Golpreis-Entwicklung ist erstaunlich

So erwarten die Experten im laufenden Jahr einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.225 Dollar pro Unze.

Für sie zur Einordnung: Das entspricht exakt dem Durchschnitts-Preis, den wir im 1. Quartal des laufenden Jahres erlebt haben.

Für das kommende Jahr sehen die Experten einen leichten Rückgang beim Durchschnitts-Preis auf dann nur noch 1.206 Dollar.

Auch 2019 soll sich die negative Tendenz mit einem Durchschnitts-Preis von nur noch 1.187 Dollar weiter fortsetzen.

Langfristig geht es bergab beim Gold – sagt die Weltbank

Die Weltbank blickt sogar noch viel weiter in die Zukunft – im aktuellen Ausblick wird sogar eine Prognose für das Jahr 2030 abgegeben:

Danach soll der Goldpreis bis dahin auf nur noch 1.000 Dollar pro Unze absinken.

Gerade die letzte Zahl ist schon sehr erstaunlich für mich; viele andere Experten sehen gerade mittel- bis langfristig positive Aussichten für den Goldpreis.

Die weiterhin starke Investment-Nachfrage trifft eben schon heute auf ein mehr oder weniger stagnierendes Angebot.

Diese Lage soll sich innerhalb der kommenden 10 Jahre weiter verschärfen; davon sind viele Experten überzeugt.

In einem solchen Umfeld sind dann aber auch steigende Preise beim Gold zu erwarten. Insofern nehmen die Weltbank-Experten hier schon eine Gegenposition zur Mehrheit der Experten ein.

Grundsätzlich weisen sie auch auf mögliche positive Faktoren für den Goldpreis hin. Dazu gehören:

  • die weiter um sich greifenden geopolitischen Spannungen,
  • Verzögerungen bei den derzeit zu erwartenden Zins-Anhebungen durch die Zentralbanken
  • und ein klarer Rückgang bei der Minen-Produktion.

Das Abwärts-Risiko könnte durch ein stärkeres Wachstum der Wirtschaft, schnellere Zins-Anhebung als erwartet – v. a. in den USA – und eine schwächere physische Nachfrage vergrößert werden.

Silber und Platin bieten aktuell größere Chancen

Im Übrigen schätzen die Experten die Chancen für Silber und Platin im laufenden Jahr deutlich besser ein:

Hier könnte eine weiterhin starke industrielle Nachfrage für einen deutlichen Preis-Anstieg sorgen.

Fazit

Eine Sache muss Ihnen allerdings bei dieser Prognose auch klar sein:

Auch die Experten der Weltbank haben keine Glaskugel und können die Weiterentwicklung des Goldpreises daher nicht direkt vorhersagen.

Insofern ist auch dieser Ausblick nur ein weiterer Mosaikstein im großen Bild der existierenden Prognosen.

2. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Heiko Böhmer. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt