Weltbank warnt vor weniger Wirtschaftswachstum

Wir leben in wirklich spannenden Zeiten – und das hat auch massive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. So wird wohl die Weltwirtschaft in diesem Jahr und im nächsten Jahr deutlich geringer wachsen als viele Experten zuletzt noch angenommen haben.

Ganz aktuell hat beispielsweise die Weltbank ihre Prognosen für die globalen Konjunkturentwicklung und viele wichtige Regionen erst einmal gesenkt. In Summe haben die Experten der Weltbank die Prognose für die Weltwirtschaft nur von 3,1% auf 3,0% gesenkt. Doch sehr viel entscheidender ist hier die Richtung: es geht abwärts.

Das gilt auch für die EU oder Deutschland: Hier erwartet die Weltbank zwar für dieses Jahr weiterhin ein Wachstum von 1,6%. Das bezieht sich sowohl auf Deutschland als auch auf die EU. Doch für 2016 hat die Weltbank jetzt die Prognose für Deutschland von 2,4 auf nur noch 2,0% gesenkt.

Nun sind das alles nur Zahlen. Sehr viel wichtiger finde ich aber die Begründungen für die Korrekturen. So erklärt die Weltbank-Chefökonomin Catherine Mann: „Das Tempo der Erholung in der Euro-Zone ist enttäuschend angesichts der vielen günstigen Faktoren.“ Mit dieser Äußerung spielt Mann auf die eigentlich günstigen Bedingungen durch den niedrigen Ölpreis und die immer noch extrem niedrigen Zinsen an.

Schwächere Prognosen kommen für mich nicht überraschend

Für viele Experten mag das überraschend sein. Doch ich sage schon seit längerer Zeit, dass die Gefahr für einen Einbruch der Weltwirtschaft extrem hoch ist. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken hat eben nicht den gewünschten Erfolg.

Es kommt immer mehr Kapital auf den Markt – doch dieses Kapital kommt eben nicht in der Wirtschaft an. Aber nur dort können diese großen Summen tatsächlich etwas Positives für die Konjunktur entfalten.

Die Weltbank sieht die großen Gefahren von China und anderen Schwellenländern ausgehen. Das sehe ich ähnlich: China ist mittlerweile ein so wichtige Land für die Weltwirtschaft. Wenn dort der Wachstumsmotor ins Stocken gerät, hat das massive Folgen für viele andere Länder.

Daher erwarte ich in den kommenden Monaten auch weitere Korrekturen bei den Prognosen zur Wirtschaftsentwicklung. Doch schon jetzt gilt: Sichern Sie Ihr Vermögen vor den Folgen des kommenden Absturzes ab. Wie Sie das machen, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

16. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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