IBM: Weltmarke mit Preis-Abschlag

Diese Aktie trägt einen großen Namen. Doch was macht IBM eigentlich heute und wie stehen die Chancen für Anleger aktuell? Hier lesen Sie's: (Foto: r.classen / Shutterstock.com)

IBM (International Business Machines) ist eine der bekanntesten Marken der Welt. Doch was stellt das Unternehmen heute noch her?

Noch vor einiger Zeit konnten wir von IBM Laptops und Computer kaufen. Diese Produkte standen für große Qualität.

Noch heute ist IBM ein Unternehmen von Weltrang. Doch haben Sie zu Hause noch ein Produkt mit IBM-Logo?

Wir erklären, was der Konzern heute macht und wie es um die Aktie bestellt ist:

Das ist IBM heute

IBM bietet als weltweit führender IT-Konzern eine breite Palette von Dienstleistungen (Outsourcing, Webhosting), Lösungen, Software und Technologien bis hin zu Finanzierungen an.

Die Produktpalette umfasst Dienstleistungen im IT-Bereich, Software (E-Commerce, Datenbanken) und folgende Hardware:

  • Workstations,
  • Server,
  • Mainframe-Rechner,
  • Drucker,
  • Mikro-Elektronik,
  • Speicher-Systeme
  • und Netzwerke.

Neue Geschäftsfelder sind erfolgreich…

IBM kann seinen Umsatz-Schwund nicht stoppen:

Die Umsätze sanken im 1. Quartal um 2,8% auf 18,16 Mrd $. Damit gaben sie das 20. Quartal in Folge nach. Der Gewinn ging um 5,5% auf 1,75 Mrd. $ zurück.

IBM folgt dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen. Der Umsatz in der Cloud-Sparte legte um rund 1/3 auf 3,5 Mrd. $ zu.

Der Umbau vom Server-Hersteller hin zum Anbieter von Software und Services ist nach wie vor nicht abgeschlossen.

So büßte IBM im Bereich Server und System-Software 16% des Umsatzes ein und erreichte hier 1,4 Mrd. $.

Der Bereich Technologie, der größte Umsatz-Posten, sank um 2,5% auf 8,2 Mrd. $. Die Umsätze mit Cognitive Solutions, sprich: Angeboten um die KI-Lösung Watson, stiegen um 2,1%.

Bei den Global Business Services mit Beratung, Global Process Services und Application Management gingen die Umsätze um 3% zurück.

Mit diesen neuen Wachstumsfeldern wurden in den vergangenen 12 Monaten zwar 35 Mrd. $ umgesetzt – und damit 42% des gesamten IBM-Umsatzes.

Trotz dieses Wachstums ist IBM allerdings noch nicht in der Lage, die rückläufigen traditionellen Geschäftsfelder zu kompensieren.

…aber noch nicht erfolgreich genug

Star-Investor Warren Buffett bewertet IBM aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks etwas niedriger als bei seinem Kauf vor 6 Jahren und hat rund 30% seiner Papiere der IT-Firma verkauft.

Von ihrem starken Kursrutsch Anfang des Jahres konnte sich die Aktie bislang nicht erholen. Eine schnelle Rückkehr zum Wachstum ist nicht in Sicht.

Zwar bietet das Papier eine interessante Dividendenrendite von 3,6%, doch fehlt uns ein wenig die Kursfantasie. Wer sich trotzdem für die Aktie interessiert, sollte sie zunächst beobachten.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.