Nike: Weltmarktführer mit Kurspotenzial

Mit den Zahlen zum 2. Quartal hat Nike Stärke bewiesen und dank guter Geschäfte im Heimatmarkt dem Druck durch den starken Dollar getrotzt.

Der Gewinn stieg um ein Fünftel auf 785 Mio $. Der Umsatz legte um 4% auf 7,69 Mrd $ zu. Nike profitierte besonders vom reißenden Absatz von Basketballschuhen und übertraf das neunte Quartal in Folge die Gewinnerwartungen.

Vor allem für Schuhe der Marken Jordan, LeBron und Kobe griffen die Amerikaner tief in die Tasche. Neben den teuren Modellen trieb auch das lukrative Geschäft in eigenen Nike-Läden und im Internet die Gewinne an. Der Online-Umsatz legte um beachtliche 49% zu.

Der Verkauf von Laufschuhen entwickelte sich positiv

Nike profitiert derzeit auch von dem Trend, dass Sportbekleidung immer öfter auch im Alltag getragen wird. Nike hat im Dezember einen Aktiensplit im Verhältnis 2:1 durchgeführt. Für die Aktionäre bedeutet ein Aktiensplit, dass sich am Depotwert grundsätzlich nichts ändert, die Aktien werden nur optisch verbilligt. Wenn ein Anleger beispielsweise 10 Nike-Aktien im Depot hat, besitzt er nach dem Split 20 Stück.

Die Aktien des Sportgiganten zählen übrigens zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten der Welt. Mit einer Eigenkapitalquote von 59% und 3,85 Mrd $ Cash ist Nike finanziell hervorragend aufgestellt. Aufgrund des niedrigen Investitionsbedarfs generiert Nike hohe Zahlungsmittelüberschüsse, die in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an die Aktionäre zurückfließen.

Unternehmensporträt

Nike ist das größte Sportartikelunternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist fünfmal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas. Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen hundert Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen. Das Unternehmen wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt.

Im 3. Quartal erzielte adidas hervorragende Geschäftsergebnisse

Der Umsatz stieg um 17,7% auf 4,75 Mrd €. Dies war vor allem auf die beschleunigte Umsatzdynamik bei adidas und das robuste Wachstum sowohl bei Reebok als auch bei TaylorMade-adidas Golf zurückzuführen.

Der Umsatz von adidas legte, vor allem infolge zweistelliger Zuwächse in Westeuropa, Nordamerika, China, Lateinamerika und MEAA zu. Der währungsbereinigte Umsatz von Reebok lag um 3% über dem Vorjahresniveau, wobei sich der Umsatz in China mehr als verdoppelte und in Lateinamerika, Japan und MEAA zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden. Bei TaylorMade-adidas Golf erhöhte sich der Umsatz, hauptsächlich aufgrund der zweistelligen Steigerung in Nordamerika. Der Fokus auf den Konsumenten zahlt sich aus.

Produkte kommen hervorragend bei den Zielgruppen an

Die starke Dynamik von adidas und Reebok zeigt eindrucksvoll, dass die Produkte sehr gut bei den Zielgruppen ankommen, sowohl im Lifestyle- als auch im Sportbereich. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 26% auf 505 Mio €. Damit stieg die operative Marge um 0,7 Prozentpunkte auf 10,6%.

Dies war das Ergebnis einer höheren Bruttomarge, die gestiegene betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz mehr als kompensierte. Unterm Strich nahm der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 20% auf 337 Mio € zu.

Der Konzern ist weltweit glänzend positioniert und hat eine volle Pipeline mit innovativen Produkten, insbesondere in den Kategorien Laufen, Basketball, Fußball, Lifestyle, Fitness und Golf.

Unternehmensporträt

Die adidas AG ist einer der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Das Segment adidas ist eine führende Marke in der Sportartikelbranche mit einer ausgezeichneten Positionierung bei Sportschuhen, bekleidung und zubehör.

Der Bereich TaylorMade vertreibt ein komplettes Sortiment an Golfschlägern, Schuhen, Bekleidung und Accessoires. Im Januar 2006 erfolgte die Übernahme der amerikanischen Reebok.

16. Februar 2016

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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