Krones: Weltweiter Marktführer für Abfülltechnik bei Getränken

Krones verzeichnet Wachstum in allen Bereichen und profitiert von einem steigenden Getränke-Konsum in Entwicklungs- und Schwellenländern. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Krones trotzt den globalen Unsicherheiten und dem intensiven Preiswettbewerb.

Der Abfüll-Spezialist steigerte den Umsatz zum 7. Mal in Folge und schlägt sich deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Mit der neuen Strategie 7/8/22 legt der Familienbetrieb die Latte hoch. Nach den Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 nimmt die Aktie gerade wieder Fahrt auf.

Krones erfüllt die 3-Filter-Kriterien

Der Hersteller von Abfüllanlagen, Verpackungs- und Etikettier-Maschinen erfüllt die Kriterien der 3-Filter-Strategie nach James O’Shaughnessy:

  1. Seit 2011 ist der Gewinn kontinuierlich gestiegen.
  2. Bei einem für 2017 geschätzten Umsatz von 3,62 Mrd. € errechnet sich ein KUV von 0,9.
  3. Die Aktie nimmt wieder Fahrt auf und hat sich in den vergangenen 6 Monaten deutlich besser entwickelt als der Vergleichs-Index MDAX.

Gewinn steigt um 8,5% und Ihre Dividende um 7%

Krones ließ seine Mitbewerber 2016 deutlich hinter sich. Während der Gesamtmarkt um 3% gewachsen ist, steigerte Krones den Umsatz um 6,9% auf 3,4 Mrd. €.

Damit konnte der Neutraublinger Familienbetrieb den Umsatz zum 7. Mal in Folge steigern. Durch einen effizienteren Einkauf wurden die Materialkosten deutlich gesenkt.

Darüber hinaus läuft es bei dem Tochter-Unternehmen KOSME besser als erwartet. Die operative Marge verbesserte sich dadurch in den letzten 5 Jahren von 2,8 auf 6,7%.

Die Folge: 2016 kletterte der Gewinn um 8,2% auf 169 Mio. €. Am Geschäfts-Erfolg werden Sie großzügig beteiligt.

Der Vorstand wird auf der Hauptversammlung eine Anhebung der Dividende um 7% auf 1,55 € pro Aktie vorschlagen.

3 Zahlen geben die Ziele vor: 7/8/22

Die Strategie „7/8/22“ löst die bisherige Strategie „Value“ ab. Die 1. Zahl gibt das Umsatz-Wachstum vor, nämlich durchschnittlich 7% pro Jahr.

Mit der 2. Zahl ist die Vorsteuer-Rendite gemeint, die mind. 8% erreichen soll.

Das Working Capital, also die Differenz zwischen Umlauf-Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, soll zudem mind. 22% der Bilanzsumme betragen.

Ich halte die Ziele für realistisch.

Ein Wachstumstreiber ist der steigende Getränke-Konsum in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, wo die Trinkwasser-Qualität immer noch so schlecht ist, dass die Menschen abgefülltes Wasser kaufen müssen.

Bei einem durchschnittlichen Marktwachstum von 3% muss sich die Unternehmens-Führung anstrengen, um die 7% Umsatz-Wachstum zu erreichen.

Krones: Diese Aktie sollten Sie sich anschauenDie Krones-Aktie befindet sich in einer explosiven Ausgangslage: Der MDAX-Titel steht vor dem Ausbruch auf neue Rekordhochs. Hier mehr dazu: › mehr lesen

Gezielte Übernahmen und der Ausbau des Produkt-Portfolios unterstützen die ambitionierten Ziele.

Strategische Übernahmen befeuern das Wachstum

Ende März erwarb Krones 60% der Anteile von System Logistics und baut damit seine Marktposition im Bereich der automatischen Kommissionierungs-Systeme aus.

Im August wurden 80% der amerikanischen Trans-Market Inc. übernommen.

Gemeinsam mit Trans-Market kann Krones seinen nordamerikanischen Kunden das komplette Produkt-Portfolio von der Prozesstechnik über die Abfüll- und Verpackungs-Technik bis hin zu Logistik-Lösungen anbieten.

Krones will die Rentabilität steigern

Um die Vorsteuer-Rendite von 8% zu erreichen, soll das Produkt- und Service-Portfolio ausgebaut werden. Dafür dezentralisiert Krones das internationale Standort-System.

Durch Service- und Lagerstellen in Kundennähe soll noch flexibler und schneller auf Kundenwünsche eingegangen werden können.

Ganz wichtig: Krones kann seinen Kunden dann Gesamtlösungen anbieten.

Die Probleme mit den Tochter-Gesellschaften KOSME und GERNEP, die das Segment der Prozesstechnik bilden, hat Krones in den Griff bekommen.

2016 übertraf das Ergebnis der Prozesstechnik meine Erwartungen. Das sind besonders für Sie als Aktionär erfreuliche Entwicklungen.

Denn durch die steigende Rentabilität steigen die Gewinne und es bleibt mehr für Dividenden-Ausschüttungen über.  

Krones ist ein finanziell gesundes und gut geführtes Familien-Unternehmen

Gerade die Restrukturierung der Tochter KOSME zeigt, dass das Management Probleme offensiv angeht, um die Profitabilität des Konzerns zu verbessern.

Krones hat keine Bankschulden, die Eigenkapitalquote liegt bei 40%, und der Cashflow stieg im Jahres-Vergleich um 12% auf 194,7 Mio. €.

Nicht zuletzt spricht für Krones die starke Marktposition mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungs-Angebot.

Den hohen Preisdruck, der Krones angesichts der starken Konkurrenz durch Firmen wie GEA Group oder KHS schon seit Jahren begleitet, hat das Management im Griff.

Das beweisen die Ergebnisse der Vergangenheit.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.