Weltwirtschaft: Stimmung so schlecht wie seit 7 Jahren nicht mehr

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Laut einer aktuellen Ifo-Umfrage ist die Stimmung der Weltwirtschaft eingebrochen und hat jetzt den niedrigsten Stand seit 7 Jahren erreicht. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Die Zeit des übergroßen Optimismus ist vorbei. Die Höhe der Börsenkurse spiegeln schon jetzt nicht mehr die reale Lage wider. Doch in der nächsten Zeit sind deutliche Korrekturen gut möglich. Das liegt an der weiteren Verschlechterung der realen Lage.

So trüben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft immer weiter ein. Ganz aktuell ist das am ifo-Barometer abzulesen, das heute veröffentlicht worden ist. Dies ist eine wichtige Umfrage zur aktuellen Bewertung der Lage und der Aussichten. Dazu befragt das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) einmal pro Quartal kann 1.300 Experten aus immerhin 122 Ländern.

An dieser breiten Datenbasis erkenn Sie schon, wie aussagekräftig dieses Stimmungsbarometer ist. Und die Signale der aktuelle Befragung sind dramatisch. Das ifo-Barometer ist dabei auf -13,1 Punkte eingebrochen nach zuvor schon schwachen -2,2 Punkten.

Ifo-Präsident Clemens Fuest bringt es auf den Punkt: „Die Weltkonjunktur schwächst sich zunehmend ab.“ Das ist schon eine längerfristige Entwicklung, denn aktuell ist das schon der vierte Rückgang in Folge bei diesem wichtigen Stimmungsbarometer. Dabei schätzen die befragten Experten nicht nur die aktuelle Lage schwächer ein sondern auch die Aussichten.

Stimmung bricht vor allem in den Industriestaaten ein – USA und EU massiv betroffen

Hier wird ein schwächere Wachstumm gleich für drei Bereiche erwartet. Im Einzelnen sind das der private Konsum, die Investitionen und auch der Welthandel. Besonders besorgniserregend ist die regionale Verteilung. Während die zuletzt unter Druck stehenden Schwellenländer eine Stabilisierung melden, stehen die wichtigen Industriestaaten besonders unter Druck. „Dabei stachen insbesondere die USA heraus mit einem Einbruch der Erwartungen und der Lagebeurteilung. Aber auf für die Europäische Union revidierten die Experten ihre Einschätzungen deutlich nach unten“, so Fuest weiter.

Damit bleibt es wirklich spannend, wie sich die globale Wirtschaftsentwicklung im laufenden Jahr darstellen wird. Schon jetzt ist klar, dass es wohl eine Abkühlung beim globalen Wirtschaftswachstum geben wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat zuletzt seine Jahresprognose schon nach unten korrigiert. Nach 3,7% zuletzt erwartet der IWF jetzt nur noch ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5%. Für 2020 könnte es dann eine leichte Verbesserung auf 3,6% geben – doch das ist noch sehr weit weg.

Hier ist eine weitere Anpassung nach unten noch sehr gut möglich. Sie sehen einmal mehr: Es ziehen dunkle Wolken für die Weltwirtschaft am Horizont auf und wir als wichtiges EU-Land stecken da schon mittendrin.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.