Musik als Leidenschaft: Passende Aktien — ohne Dividende

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Weil viele Menschen Angst vor dem unbekannten Risiko haben, bevorzugen sie das, was sie kennen – selbst wenn es nicht optimal ist. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Weil viele Menschen Angst vor dem unbekannten Risiko haben, bevorzugen sie das, was sie kennen – selbst wenn es nicht optimal ist.

Wir wählen das Produkt, das wir kennen und dessen Qualität wir einschätzen können. Das vereinfacht unseren Alltag.

Ein Blick in die 2. Reihe lohnt

Bei der Geldanlage kann dieses Verhalten Nachteile mit sich bringen, wenn dadurch gegen Grundsätze der Kapitalanlage verstoßen wird.

Oft kaufen Anleger Aktien von Unternehmen, die sie kennen und einschätzen können. Daraus kann ein zu einseitig strukturiertes Portfolio resultieren.

Die Depotschwankung ist dann häufig stärker als bei einem gut diversifizierten Aktienportfolio, das verschiedene Länder und Branchen berücksichtigt. Profitable Unternehmen aus der 2. Reihe werden dabei oft übersehen.

Kennen Sie DEAG?

Wenn Musik Ihre Leidenschaft ist, dann haben Sie vielleicht schon mal etwas mit DEAG zu tun gehabt.

Die DEAG Deutsche Entertainment AG wurde 1978 gegründet und ist mit 35 Jahren Erfahrung einer der führenden Anbieter von Live-Entertainment sowie größter Veranstalter von Klassik-Events in Europa.

10.000 Tickest täglich

In ihren Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und der Schweiz führt die DEAG mehr als 1.500 Veranstaltungen pro Jahr in den Bereichen Rock/Pop, Klassik, Schlager- und Volksmusik sowie Family-Entertainment durch.

Sie verkauft dabei täglich rund 10.000 Tickets. Zudem betreibt die DEAG eigene Spielstätten.

Im Konzertgeschäft tritt das Unternehmen sowohl als Tournee-Veranstalter als auch als lokaler Veranstalter auf und generiert dadurch zusätzliches Geschäft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Online Ticketverkauf auf dem Vormarsch

Neben der positiven Entwicklung sämtlicher Konzern-Einheiten profitiert die DEAG auch zunehmend von der Digitalisierung des Eintrittskarten-Verkaufs in Zusammenarbeit mit Ticketmaster Deutschland, dem Weltmarktführer für Kartenverkäufe.

Der Ausbau der Partnerschaft mit Ticketmaster stärkt das margenreiche Vertriebsgeschäft und führt zu steigenden Ticketverkäufen. Bereits 2014 verkaufte DEAG mehr als 1,8 Mio. Tickets.

Gewinn steigt um 45%

Die DEAG hat ein außerordentlich erfreuliches 1. Halbjahr mit steigenden Ergebnissen abgeschlossen:

Der Umsatz verbesserte sich um 45,3% auf 95,6 Mio. €. Der weitaus größte Teil des Wachstums wurde organisch generiert, Zukäufe trugen nur unwesentlich zur Umsatz-Verbesserung bei.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 25,1% auf 5,2 Mio. €. Der Gewinn nach Steuern und Minderheiten aus fortgeführten Bereichen erreichte mit 2,7 Mio. € einen um 45,6% höheren Wert.

Zahlreiche attraktive DEAG-Veranstaltungen sorgten für das positive Ergebnis. Dazu zählten Rock-Konzerte aber auch Klassik-Veranstaltungen in der Schweiz und im britischen Markt.

Auch hier schreitet die Digitalisierung fort

Neben der positiven Entwicklung sämtlicher Konzern-Einheiten profitiert die DEAG auch zunehmend von der Digitalisierung des Eintrittskarten-Verkaufs in Zusammenarbeit mit Ticketmaster Deutschland. Diese positiven Effekte setzen sich aktuell weiter fort.

Mit den ausverkauften Black-Sabbath-Konzerten in Deutschland, Konzerten von Neil Young, Nickelback, Iron Maiden und Fleetwood Mac, der Erfolgsshow EXXTREM mit dem Circus FlicFlac, Open-Air-Konzerte von Bruce Springsteen und der Tournee von Andreas Gabalier ist die DEAG erfolgreich in das 2. Halbjahr gestartet.

Positiver Ausblick

Aufgrund der guten Vorverkaufszahlen und der bestens gefüllten Konzert-Pipeline geht der Vorstand von einer Fortsetzung der positiven Geschäfts-Entwicklung aus. Allerdings müssen Anleger dieses Jahr auf ihre Dividende verzichten.

Im Rahmen einer Risiko-Vorsorge für das geplatzte Rock-Festival am Nürburgring hat der Vorstand die Dividendenzahlung für 2015 ausgesetzt.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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