Baltic Dry Index: Starkes Krisensignal wie zuletzt vor der Finanzkrise

Wachstumsraten von deutlich über 3% für die Weltwirtschaft signalisiert zunächst einmal: Es läuft rund mit der Weltwirtschaft. Doch so einfach ist die Sache nur doch nicht. In vielen Regionen der Welt wächst die Wirtschaft nur noch minimal.

Daher bringt eine solche globale Betrachtung des Wirtschaftswachstums auch nur wenig für die Einschätzung der aktuellen Lage. Sehr viel aussagekräftiger ist da schon der Blick auf den Welthandel. Der liefert auch ganz andere Signale.

Ein extrem wichtiger Indikator ist hier der Baltic Dry Index. Dieser Index ist ein wichtiges Signal für die Preisentwicklung bei der Verschiffung von Hauptfrachtgütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) auf den weltweiten Standardrouten. Er gilt als ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft.

Wenn der Baltic Dry Index fällt, ist das ein schlechtes Zeichen für die Weltwirtschaft

Im Grunde ist es so: Fällt dieser Index, dann können Sie von einem Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums ausgehen, weil weniger Waren transportiert werden, was diesen Index sinken lässt. Umgekehrt geben dann höhere Indexstände ein deutliches Wachstumspotenzial an.

Bei den aktuellen Daten zur globalen Wirtschaftsentwicklung mit dem Wachstum von mehr als 3%, sollte man doch annehmen, dass auch der Seehandel boomt. Doch hier kann ich nur sagen: Weit gefehlt.

Seit Monaten ist der Index rückläufig. Schon allein diese Tatsache ist kein positives Zeichen. Aber es kommt noch schlimmer: Nun hat der Baltic Dry Index mit unter 600 Punkten sogar einen Rekordtiefstand erreicht. Das heißt, noch nie waren Schiffstransporte so billig wie derzeit.

Eine ähnliche Entwicklung gab es im Jahr 2008. Damals brach auch zuerst der Baltic Dry Index ein. Anschließend kam es zu einem Crash des Finanzsystems und einer weltweiten Rezession. Sie sehen: Dieser Index hat als Indikator in der Vergangenheit schon einmal funktioniert.

Der jetzige Rekordtiefstand zeigt Ihnen, wie sehr die reale Wirtschaft in Wirklichkeit weltweit unter Druck steht, und dass es sehr bald deutlich abwärts geht, was auch die Aktienbörsen einbrechen lassen wird.

Deshalb ist es wichtig für Sie, dass Sie sich auch weiterhin gegen einen plötzlichen Crash absichern. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und vor allem auch den Aktienanteil gering halten.

10. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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