Wie die EU Ungarn bestrafen will

Die Selbstzerfleischung der EU hat längst begonnen. Wir verraten Ihnen, weshalb. (Foto: Hadrian / shutterstock.com)

Es gibt wieder mal Zoff in der EU. Wie kann es auch anders sein, geht es doch erneut um die Migrationsfrage.

Viele sprechen diesbezüglich von einem Asyldrama.

Orban vs. Merkel

Nach einer Abstimmung im EU-Parlament soll nun Ungarn für seine Politik bestraft werden. Die europäischen Granden sehen darin den Versuch, den Rechtsstaat auszuhöhlen.

Hinzu kämen Korruption und die Verdrängung von Nichtregierungs-Organisationen.

Wie wir Ihnen bereits aufgezeigt haben, ist dies jedoch nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit geht es darum, dass der ungarische Regierungschef Viktor Orban sich nicht der Flüchtlingspolitik einer Angela Merkel beugt.

Orban kündigt Widerstand an

Allerdings ist der EU-Fauxpas gegen Ungarn ein zweischneidiges Schwert.

Orban kündigte Widerstand an, verwies immer wieder darauf, dass sein Land mit der Schließung der EU-Außengrenzen dazu beigetragen habe, die Migration nach Europa zu begrenzen.

Notfalls will er seine Politik im Sinne der Ungarn gegen die EU verteidigen.

Die Selbstzerfleischung der EU hat längst schon begonnen

Sie sehen also: Die Europäische Union wird durch eigenes Versagen immer mehr gespalten. Und das wird ihr Untergang sein.

Nouriel Roubini von der Stern School of Business, New York University, sagte einmal: „Erst die Zukunft wird zeigen, ob die Entscheidung, das Haus aufs Spiel zu setzen, um die Garage zu retten, richtig war.“

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Der britische Wirtschaftshistoriker Arnold Toynbee ergänzte: „Nicht an Schicksalsschlägen oder Katastrophen gehen Kulturen zugrunde, sondern an ihrem eigenen Versagen.

Fünf vor zwölf für die EU

So ist es bereits fünf vor zwölf- Vielleicht aber auch schon später auf der ablaufenden EU-Uhr. Nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich.

Bis heute hat es die Wirtschafts- und Finanzpolitik der einzelnen europäischen Regierungen und der EU-Kommission nicht geschafft, die sehr reale Gefahr eines Euro-Crashs, die zu dem politischen Desaster dazu kommt, zu vermindern. Geschweige denn zu verhindern.

Ein Tropfen auf den heißen Stein

Alle bisherigen Versuche sind ein sprichwörtlicher Tropfen auf den heißen Stein, der allenfalls genügt, über die wahren Sachverhalte die zumeist uninformierte Bevölkerung zu beruhigen.

Die Hintergrundinformationen darüber haben wir bereits ausführlich an anderer Stelle aufgezeigt. Doch es gibt auch Lösungen für die bevorstehende Katastrophe, die allerdings zumeist zu Ihren Lasten gehen.

Rettet die EU-Titanic auf ihrer Fahrt in den Untergang

Verschiedene europäische Politiker und Wirtschaftslenker geben vor, das Steuer der EU-Titanic, die ins Verderben fährt, noch einmal herumreißen zu können.

Vor allem, um die alles vernichtende Kollision mit den immer weiter anwachsenden gigantischen Schuldenberge innerhalb der Staatengemeinschaft zu verhindern.

Auch wenn dieses Hindernisse stetig wachsen, können sie umschifft werden, wie sie meinen. Sollten doch alle Taue reißen, dann müssten genügend Rettungsboote vorhanden sein, um die Bevölkerung rechtzeitig vom sinkenden Schiff zu bringen.

Doch auch das ist ein Trugschluss, wie wir Ihnen aufzeigen werden.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.