Hebelinstrumente bieten auch Privatanleger beste Chancen

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Hebelinstrumente: Beste Chancen für Privatanleger! Was Sie unbedingt wissen sollten. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Der Markt für so genannte Hebelprodukte hat sich in letzter Zeit sehr dynamisch entwickelt. Doch nicht alles, was Ihnen hierbei von den umsatzhungrigen Produktentwicklern der Kreditinstitute als besonders gutes Investment angepriesen wird, ist tatsächlich in Ihrem Interesse.

Neben den klassischen Optionsscheinen konkurrieren inzwischen Knockout-Optionsscheine und Turbo-Zertifikate um Ihre Gunst als Anleger und die so genannten MiniFutureZertifikate.

Traditionelle Futures geben einem Investor die Möglichkeit, mit geringstem Kapitaleinsatz von der Aufwärts oder Abwärtsbewegung an der Börse überproportional zu profitieren.

Da Sie dabei als Käufer eines Kontrakts beispielsweise auf einen Börsenindex wie den DAX – anders als bei Optionen – verpflichtet sind, den Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt auch tatsächlich abzunehmen, sind mit solchen Kontrakten erhebliche Erfüllungsrisiken verbunden.

Wenn die Entwicklung am Markt dann gegen Sie läuft, kann es daher sein, dass Sie über den bereits investierten Betrag hinaus zu größeren Nachschüssen verpflichtet sind. Daher konnten Privatanleger in der Vergangenheit traditionelle Futures nur dann bei den Banken erwerben, wenn sie über ein beträchtliches Vermögen verfügten.

Das neue Finanzinstrument der MiniFutureZertifikate (im Folgenden auch einfach: MiniFutures) schließt eine solche Nachschusspflicht von vornherein aus, ohne dass Sie auf die Vorteile, die Ihnen Futures bieten, verzichten müssten.

Sie haben auf diese Weise also die Möglichkeit, mit geringstem Kapitaleinsatz auf steigende oder fallende Kurse zu setzen und etwa ein bestehendes Depot mit einem einfachen, sehr durchsichtigen Produkt gegen Verluste abzusichern und Ihr maximales Verlustrisiko dennoch auf den Kapitaleinsatz zu begrenzen.

Welche Möglichkeiten Ihnen das neue Anlageinstrument eröffnet …

Die Vorteile von MiniFutures liegen in der besonderen Transparenz und der guten Handhabbarkeit des Instruments auch für Sie als Privatanleger.

  • Wegen der großen Hebelwirkung erlauben Ihnen MiniFutures, schon mit wenigen Euros innerhalb kürzester Zeit Höchstgewinne von 50 oder 100% zu erzielen, wenn die Entwicklung beim jeweiligen Basiswert (Börsenindex, Aktie, Edelmetall, Währung) in die von Ihnen erwartete Richtung geht. Ihr maximales Risiko ist dabei auf Ihren Einsatz begrenzt.

  • Da die Preisbildung solcher Futures sich direkt an die Entwicklung des Basiswerts anlehnt und auch keine schlecht zu durchschauenden Einflussfaktoren die Kalkulation erschweren, eignen sie sich nicht nur zur Spekulation auf fallende oder steigende Kurse, sondern hervorragend auch zur Absicherung eines Depots gegen Kursverluste.

  • Anders als bei Optionsscheinen oder TurboZertifikaten brauchen Sie sich bei MiniFutures auf breit gehandelte Basiswerte um eine faire Preisbildung wenig Sorgen zu machen, da diese auf rein rechnerische Zusammenhänge zurückgeht und auch der Spread zwischen An und Verkaufspreisen (Geld/Briefkurse) nur minimal ist.

Welche Risiken Sie nicht übersehen sollten

Dennoch sind die Risiken eines MiniFuture für Sie als Anleger nicht unerheblich.

  • Wenn die Entwicklung der Kurse nicht in die von Ihnen angenommene Richtung geht, kann es sein, dass Sie aufgrund des hohen Hebeleffekts von MiniFutures schnell entsprechend hohe Verluste erleiden. Gegen diese können Sie sich nur mit der Einrichtung automatisch von Ihrer Bank auszuführender StopLossLimits wehren.

  • Da die Glattstellung von MiniFutures zu den vom Emittenten selbst eingezogenen StopLossMarken (!) sich über einen Zeitraum von mehreren Stunden erstrecken kann, besteht die Gefahr, dass nach der Ausstoppung und dem Verfall des Future kein Restwert mehr übrig bleibt, sodass Ihr Einsatz dann ganz verloren ist.

Fazit: MiniFutures sind hervorragende Anlageinstrumente zur Absicherung und Spekulation für risikobewusste und spekulative Anleger.

Falls Sie sich als risikobewusster oder spekulativer Anleger über die mit den MiniFutures zwangsläufig verbundenen Risiken im Klaren sind, spricht nichts dagegen, dieses Instrument zu Spekulations oder Absicherungszwecken zu verwenden.

Um selbst ein gewisses Gefühl für die Wirkungsweise solcher Futures zu bekommen, sollten Sie Ihren Einsatz vorerst aber gering halten und nicht mehr als wenige tausend Euro dafür ausgeben.

Die wichtigsten Kennzeichen von MiniFutures auf einen Blick

Ganz allgemein formuliert kombinieren MiniFutureZertifikate die Einfachheit von OpenEndIndexZertifikaten mit der Hebelwirkung von TurboZertifikaten. Die für Sie als Anleger wesentlichsten Kennzeichen von MiniFutures beruhen daher auf den folgenden Fakten:

  • Die Zertifikate haben keine feste Laufzeit, sodass Sie deren Hebelwirkung ohne Laufzeitbegrenzung nutzen können. Dadurch entfallen für Sie die bei traditionellen Futures sonst üblichen neuen Kosten beim Wechsel von einem Laufzeittermin in den nächsten.

  • Der Preis eines MiniFuture entspricht immer dem so genannten inneren Wert, das heißt dem Kapitaleinsatz zuzüglich der beim Kauf für Sie anfallenden Geld/BriefSpanne von beispielsweise 3 Cent.

  • Da die mit dem Aufbau einer Hebelwirkung verbundenen Finanzierungskosten täglich mit dem Kapitaleinsatz verrechnet werden, gibt es beim Kauf für Sie auch keinerlei Aufgeld. Sie zahlen als Anleger nur die Kosten für die Finanzierung, die Sie tatsächlich in Anspruch nehmen.

  • Im Gegensatz zu Optionsscheinen haben MiniFutures schwer durchschaubare und kalkulierbare Faktoren wie die Schwankungsbreite (= Volatilität) des Basisinstruments wie beispielsweise des DAX keinerlei Einfluss auf den Preis Ihres MiniFuture.

  • Da MiniFutureZertifikate Wertpapiere sind, kann es bei diesen – anders als bei traditionellen Futures – auch keine Nachschusspflicht geben. Ihr Risiko ist daher maximal auf den Einsatz beschränkt, falls nach Erreichen von StopLimits kein Restwert mehr zur Verfügung stehen sollte.

  • Falls der Markt einmal völlig gegen Sie läuft, schützt Sie das bei MiniFutures automatisch eingezogene StopLossLimit vor zu hohen Verlusten. Bei Erreichen des StopLossKurses wird das Zertifikat verkauft, und Sie erhalten den Restwert Ihrem Konto gutgeschrieben. Bei sehr ungünstigen Marktverhältnissen kann der Restwert allerdings auch gegen 0 gehen.

Wie sich der Hebeleffekt auf die Chancen und Risiken Ihres Investments auswirkt

Was der Hebeleffekt für Sie bedeutet, können Sie am einfachsten verstehen, wenn Sie MiniFutures mit IndexZertifikaten vergleichen. Bei einem klassischen IndexZertifikat beispielsweise auf den DAX (= Basiswert) bezahlen Sie als Anleger immer den gesamten Index.

Bei einem Indexstand von 3.000 Punkten erwerben Sie den DAX beispielsweise für 3.000 €. Steigt der Index dann um 300 Punkte oder 10%, so hat Ihr Zertifikat dann ebenfalls einen Wert von 3.300 €.

Und selbst wenn – was üblicherweise der Fall ist – ein Zertifikat nur einen Bruchteil, vielleicht nur 1/100 des Indexes repräsentiert, verändert sich dieser Sachverhalt nicht: Statt 30 Euro ist es bei einem Anstieg des DAX um 10% dann eben 33 € wert.

Im Gegensatz dazu investieren Sie als Anleger bei einem MiniFuture nur einen Teil des Kapitals. Der so genannte Finanzierungslevel definiert den Teil des Basiswerts, der nicht durch Ihren Kapitaleinsatz gedeckt ist und daher vom Emittenten des Zertifikats finanziert werden muss.

Daher gibt der Kapitaleinsatz plus Finanzierungslevel (bei traditionellen IndexZertifikaten ist das der so genannte Basispreis) zu jedem Zeitpunkt den Kurs des Basiswerts nach folgender Formel an:

Kurs Basiswert – Kapitaleinsatz = Finanzierungslevel

Dies gilt für MiniLongFutures, mit denen Sie auf steigende Kurse setzen. Bei Zertifikaten, mit denen Sie auf fallende Kurse setzen (= MiniShortFutures), gilt die Formel

Kurs Basiswert + Kapitaleinsatz = Finanzierungslevel

Aus der Teilfinanzierung resultiert die Hebelwirkung Ihres Investments. Je kleiner Ihr Kapitaleinsatz dabei ist, desto höher ist diese auch. Im Tagesverlauf einer Börsensitzung wird dabei jede Bewegung im Basiswert exakt vom MiniFuture nachvollzogen.

Tipp: Falls Sie sich mit Options/Termininstrumenten dieser Art noch nicht so gut auskennen, rate ich Ihnen, anfangs nur einen geringen Betrag dafür einzusetzen und einen mittleren Hebel von zwischen 4 und 6 zu verwenden, um Ihre Verlustrisiken niedriger zu halten.

Was die automatische StopLossMarke bei MiniFutures für Sie bedeutet

Der vom Emittenten festgelegte StopLossKurs wird jeweils am 15. eines Monats auf Basis des dann gültigen Finanzierungslevels bestimmt. Diese Strategie soll dafür sorgen, dass der Wert Ihres Minis niemals negativ werden kann.

Der StopLossPuffer definiert den jeweiligen Kurs also relativ zum Finanzierungslevel. Bei LongZertifikaten wird er mit 3% auf den Finanzierungslevel aufgeschlagen und auf den nächsten Zehnerwert aufgerundet. Bei ShortZertifikaten ergibt sich daraus ein entsprechender Abschlag.

Sobald der Basiswert im Handelsverlauf bei LongZertifikaten die StopMarke erreicht oder unterschreitet bzw. bei ShortZertifikaten erreicht oder überschreitet, wird der MiniFuture ausgestoppt und die unterliegende Position glattgestellt. Je nach Liquidität des Basiswerts kann dieser Vorgang bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen.

Der MiniFuture wird Ihnen dann zum Restwert abgerechnet, zu dem Sie Ihr Zertifikat am selben Tag oder einen Börsentag später verkaufen können. Andernfalls würde Ihnen der Restwert innerhalb von fünf Bankarbeitstagen automatisch gutgeschrieben.

Mit diesen Finanzierungskosten müssen Sie rechnen

Den Teil des Basiswerts, der nicht durch Ihren Kapitaleinsatz abgedeckt wird, finanziert der Emittent eines MiniFuture über Ihren Kapitaleinsatz. Dies erfolgt bei LongZertifikaten durch eine entsprechende Belastung des Kapitaleinsatzes pro Tag.

Bei einer vom Emittenten vorgenommenen Finanzierung beispielsweise zu 5% pro Jahr ergibt sich daraus bei einem Finanzierungslevel von beispielsweise 1.900 Punkten ein Betrag von 0,0026 €, was 0,26 Indexpunkten entspricht. Demgemäß ergäben sich aufgrund dieser Belastung innerhalb eines Monats folgende Veränderungen beim Finanzierungslevel und Kapitaleinsatz, auch wenn sich der Basiswert gar nicht verändern würde.

Exkurs: Auch mit den neuen ETFFutures können Sie Ihr Indexdepot absichern

Inzwischen gehen auch andere Emittenten daran, Ihnen als Privatanleger den Erwerb von Futures attraktiv zu machen.

Stark im Kommen sind die in diesen Tagen erstmals emittierten börsengehandelten Futures auf verschiedene börsengehandelte Exchange Traded Funds (ETFs). Das sind börsengehandelte Indexfonds. Die emittierenden Banken bilden dabei den zu Grunde liegenden Index fast 1 : 1 ab.

Die Depotabsicherung wird vor allem bei den Discountern günstig angeboten. Bei denen kostet 1 ETFKontrakt zwischen 2 und 6 €. Machen Sie sich aber klar, dass es sich dabei nicht um MiniFutures im obigen Sinne handelt, sondern um traditionelle Futures, so dass Sie – wenn die Richtung an der Böse gegen Sie läuft – auch zum Nachschuss verpflichtet sind. Im Gegensatz zu traditionellen Futures haben die ETFFutures allerdings eine kleinere Kontraktgröße.

Zwischen diesen Basiswerten können Sie derzeit wählen

Im Prinzip können MiniFutureZertifikate auf alle Basiswerte begeben werden, die Ihnen als Anleger auch bei Optionsscheinen oder sonstigen Zertifikaten zur Verfügung stehen.

Ich gehe davon aus, dass sich die Angebote in den kommenden Monaten in diesem Bereich auch rasant entwickeln werden. Wegen der weitaus größeren Transparenz und Kalkulierbarkeit dürften die Minis meiner Einschätzung nach sogar irgendwann das Angebot an Optionsscheinen übertreffen.

So spekulieren Sie mit MiniFutures auf steigende oder fallende Kurse

Wenn es Ihnen darauf ankommt, an einer kurzfristigen positiven Entwicklung an den Aktienbörsen (oder auch im Gold) überproportional teilzuhaben, sollten Sie entsprechende MiniFutures in dem Umfang kaufen, den Sie insgesamt für eine solche Spekulation einsetzen wollen.

Ich rate Ihnen, vorerst nur wenige tausend Euro dafür aufzuwenden, damit Sie sich mit der Wirkungsweise und Preisentwicklung dieses Instruments vertraut machen können.

Versuchen Sie einzuschätzen, wie die bevorstehende Entwicklung der Kurse/Indizes/des Goldpreises kurzfristig verlaufen könnte: sind es 2, 5 oder 10%?

Wenn Sie dann einen Future mit einem Hebel um 5 oder 10 erwerben, wissen Sie, was aus Ihrem Einsatz werden würde, wenn die Kurse in die von Ihnen erwartete Richtung gehen.

Wenn Sie den Future aus rein spekulativen Gründen erwerben, sollten Sie ein solches Zertifikat aber auch nicht zu lange halten. Einen Gewinn von 20, 30 oder 50% innerhalb weniger Tage zu realisieren ist besser, als das Risiko einzugehen, ihn schon bald wieder verlieren zu können. Daher behalte ich Futures, die ich zu solchen Zwecken einsetze, in aller Regel auch nicht länger als maximal zwei Wochen in meinem Depot.

Und wenn es einmal nicht zu der von mir nach dem Einstieg erwarteten Auf oder Abwärtsbewegung der Kurse kommt, bin ich womöglich auch sehr viel schneller wieder „draußen“.

Begrenzen Sie Ihr Anlagerisiko bei Futures von vornherein auf einen von Ihnen zu definierenden prozentualen Maximalverlust. Das geschieht einfach durch die Einrichtung eines StopLossLimits, das Sie bei Futures wegen der schnellen Veränderungen am Markt auch direkt bei Ihrer Bank aufgeben sollten, also nicht nur als eine von Ihnen zu überwachende Begrenzung.

Wenn Sie also beispielsweise einen Future zu 8 € gekauft haben und einen Verlust von 50% hinzunehmen bereit sind, sollten Sie gleich nach dem Kauf einen Verkaufsauftrag mit einem StopLimit um 4 € platzieren.

So sichern Sie ein Depot mit MiniShortFutures gegen Verluste ab

Wenn Sie beispielsweise befürchten, dass der DeutschlandAnteil Ihres Aktiendepots im Wert von 25.000 Euro aufgrund negativer Markterwartungen in den kommenden Wochen um 10% einbrechen wird, könnten Sie sich über den Erwerb von DAXMiniShortFutures tendenziell dagegen schützen.

Wie hoch der Einsatz für eine solche Absicherung sein soll, hängt dabei davon ab, wie weit diese gehen soll und wie groß der Hebel der dabei einzusetzenden Futures gewählt wird. Bei einem Hebel von 10 und einer gewünschten Absicherung Ihres gesamten Aktienbestands zu 100% würden Sie ShortFutures im Wert von etwa 2.500 Euro benötigen, bei einem Hebel von 5 aber schon 5.000 Euro. Denn diese Beträge repräsentieren genau den Wert des abzusichernden Depotanteils.

Das Schöne an den MiniFutureZertifikaten ist es ja gerade, dass Sie hierbei genau das tun können, was Ihnen vorschwebt. Wenn Sie nur etwa die Hälfte eines erwarteten Abwärtspotenzials auf diese Weise absichern wollen, brauchen Sie dazu entsprechend auch nur die Hälfte des oben ermittelten Betrags.

Grundsätzlich sollten Sie auch bei Verfolgung einer solchen Strategie immer mit StopLossLimits agieren. Das geschieht auf dieselbe Weise, wie ich sie oben beschrieben habe.

Checkliste: So setzen Sie MiniFutures richtig ein

  • MiniFutureZertifikate sind eine der interessantesten und für Sie als Privatanleger besonders attraktiven Finanzinnovationen an der deutschen Börse. Mit diesem Instrument können Sie schon mit dem geringsten Einsatz auf die Auf oder Abwärtsbewegung von Aktien, Börsenindizes, Währungen oder Edelmetallen setzen und profitieren wegen des eingebauten hohen Hebeleffekts an deren Entwicklung überproportional. Daher können Sie dieses Instrument zur Spekulation auf steigende oder fallende Kurse, aber auch sehr gut zur Absicherung gegen erwartete Kursverluste einsetzen.

  • Anders als bei normalen Futures, die Sie als vermögender Anleger nur gegen hohe Sicherheitsleistungen nutzen können, entfällt bei den MiniFutureZertifikaten wegen des vom Emittenten automatisch eingezogenen StopLossLimits eine Nachschusspflicht. Im Gegensatz zu Optionsscheinen und traditionellen Zertifikaten haben MiniFutures weder ein Aufgeld, noch sind sie von der Schwankungsbreite (Volatilität) des jeweiligen Basiswerts abhängig. Daher können Sie sich als Anleger bei diesem Hebelinstrument auf eine besonders durchsichtige, faire Preisbildung verlassen, woran es bei Optionsscheinen häufig mangelt.

  • Machen Sie sich klar, dass die für solche MiniFutures typischen hohen Hebel aber auch mit besonders großen Verlustrisiken verbunden sind. Wenn die Kursentwicklung im Basiswert gegen Sie läuft, können Sie daher hohe Verluste erleiden, falls Sie nicht zur Verlustbegrenzung bereits beim Kauf eines MiniFutures entsprechende StopLossLimits eingerichtet haben.

  • Wenn Sie nicht schon erhebliche Erfahrungen mit Hebelinstrumenten gemacht haben, sollten Sie zunächst nur einen geringen Betrag von wenigen tausend Euro für MiniFutures einsetzen und sich jeweils nur für die Dauer von wenigen Tagen oder Wochen engagieren.

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Dr. Werner Kurzawa
Von: Dr. Werner Kurzawa. Über den Autor

Als ehemaliger Bankkaufmann ist Dr. Werner Kurzawa seit über einem Jahrzehnt freier Wirtschafts und Finanzjournalist und hat zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel, Fernseh und Rundfunkbeiträge rund um das Thema Geldanlage, Börse und Finanzen veröffentlicht.