Wie Sie sich mit Hilfe der Charttechnik vor Kurseinbrüchen schützen können

Wenn Sie als Anleger sensibel auf die Signale des Marktes hören, können Sie sich viele Kurseinbrüche – wie bei Leoni oder VW – ersparen. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Was war zuerst da? Das Ei oder das Huhn?

Eine ähnliche Frage stelle ich mir immer wieder in Bezug auf die Aktienmärkte: Machen Nachrichten Kurse? Oder ist es vielleicht doch umgekehrt?

Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich viele heftige Kurseinbrüche bereits im Voraus in der Kursentwicklung abzeichnen.

Wenn Sie sensibel auf die Signale des Marktes hören, können Sie sich einiges Ungemach ersparen.

Leoni-Aktie rauscht in die Tiefe

Für die Aktionäre des Automobil-Zulieferers Leoni war der Dienstag ein schwarzer Tag. Nach einer überraschenden Gewinnwarnung brach der MDAX-Titel in der Spitze um 38% ein.

Zum Handelsende stand noch immer ein Tagesverlust von knapp 34% zu Buche. Und auch gestern verlor der Aktienkurs weiter an Boden und liegt damit gut 46% unter seinem Höchststand vom April.

Wegen Schwierigkeiten im Geschäft im Bordnetzen und der Schwäche auf dem chinesischen Markt kappte Leoni seine Gewinn-Prognose.

Dies kam insofern überraschend, weil das Unternehmen noch vor einigen Wochen seinen Ausblick für dieses und das kommende Jahr bestätigt hatte.

Schwäche zeichnete sich schon im Vorfeld ab

War dies abzusehen? Natürlich habe auch ich keine Glaskugel. Und meine hellseherischen Fähigkeiten sind in der Tat begrenzt.

Dennoch konnten sich Anleger, die aufmerksam auf den Trend achten, diesen Kursrutsch ersparen. Oftmals zeichnet sich die Schwäche einer Aktie schon ab, lange bevor es zu einem größeren Einbruch kommt.

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Im Chart sehen Sie, dass die Leoni-Aktie bereits bei dem Mini-Crash Ende August klar unter ihre 200-Tage-Linie gefallen war.

Bei der anschließenden Erholung prallte sie nahezu punktgenau an dem langfristigen Gleitenden Durchschnitt ab und fiel wieder deutlich zurück.

Spätestens mit dem Fall unter das August-Tief war ein Bruch des charttechnischen Aufwärtstrends nicht mehr zu verleugnen.

Auch bei VW kam es bereits vor dem Kursrutsch zu einem Trendbruch

Ähnlich war es übrigens im Falle VW. Auch hier zeichnete sich die Schwäche der Aktie bereits seit einiger Zeit ab, bevor der Abgas-Skandal den Aktienkurs dann regelrecht implodieren ließ.

So rutschte die VW-Aktie schon Mitte Juli unter ihre 200-Tage-Linie, die dann Mitte August nach unten abdrehte. Der DAX-Titel fiel stetig weiter, ohne dass es zu deutlichen Erholungstendenzen kam.

Ein klares Zeichen von Schwäche. Warnzeichen gab es also auch hier zur Genüge – bevor es Ende September zu dem massiven Kurseinbruch kam.

Hören Sie auf die Signale des Marktes

Anleger, die auf die Signale des Marktes gehört haben, waren sowohl bei VW als auch bei Leoni nicht mehr investiert, als die Kurse in den freien Fall übergingen.

Natürlich lässt sich aus solchen Signalen nicht ableiten, dass es zu einem derart massiven Kursrutsch kommt. Ebenso wenig lässt sich jeder Einbruch anhand der vorherigen Kursentwicklung absehen.

Wenn Sie als Anleger aber konsequent auf starke Aktien setzen und Werte, bei denen der Trend dreht, rigoros aus Ihrem Depot verbannen, können Sie sich auf jeden Fall viel Ungemach ersparen.


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Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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