Wie sieht eigentlich die Wertsteigerung bei bestimmten Autos aus?

Immobilien sind ein tolles Investment und einzigartig? Die erste These lässt sich leicht mit ja beantworten. Ansonsten haben Sachwerte verschiedener Art erstaunliche Gemeinsamkeiten. (Foto: AR Pictures / shutterstock.com)

Sachwerte gibt es etliche und doch muss es nicht immer Gold oder Aktien sein. Allen Sachwerten gemein ist die Tatsache, dass sie physisch vorhanden sind (auch hinter einer Aktie steht ein Unternehmen), im Wert beständig und gemeinhin als inflationssicher gelten. Bei manchen wird lediglich auf die Wertbeständigkeit gesetzt, andere erwirtschaften gar eine Rendite. Beispiele für letztere Variante sind Immobilien mit Mieteinnahmen oder Aktien mit Dividendenausschüttungen.

In diesem Beitrag stelle ich Ihnen den Pkw als mögliche Alternative abseits der üblichen Verdächtigen vor. Dazu noch folgender Hinweis: Bei den vorgestellten Sachwerten handelt es sich um bestimmte Modelle, um Ausnahmeerscheinungen in bestimmten (Massen-) Märkten. Von daher ist es essentiell, sich vor einem Investment genau mit der Materie zu befassen.

Die Wertkurve eines Pkws

Der grundsätzliche Sinn eines Autos dürfte unbestritten sein, nämlich einigermaßen schnell und sicher von A nach B zu kommen. Im besten Falle noch mit genügend Platz für Einkäufe, Gepäck oder Kind und Kegel. Wenn Sie beispielsweise einen 15 Jahre alten VW Passat fahren und jetzt denken: „Das trifft ja alles auf mein Auto zu“, dann haben Sie vollkommen recht.

Und doch ist Ihr Wagen einem Ende auf dem Schrottplatz näher als einer Karriere als Sachwert bzw. als Oldtimer. Bei unserem Familienauto ist es im Übrigen nicht anders. Die Wertkurve zeigt steil nach unten und irgendwann wird der Wert dermaßen gesunken sein, dass anstehende Reparaturen den Zeitwert überschreiten und uns nur noch Sentimentalität das Auto behalten lässt.

Bei Porsche läuft es – meist – anders

Bei dem Hersteller aus Zuffenhausen scheinen die Uhren anders zu laufen. Sie sind – bis auf die SUV-Fraktion – kaum besonders praktisch, dafür teuer in der Anschaffung und im Unterhalt. Und doch zeigt die Wertkurve eben nicht das ganze Autoleben lang gen Null.

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Auch die Sportwagenabteilung verliert nach der Zulassung und über einige Jahre massiv an Wert. Obwohl der 911er regelmäßig zum wertstabilsten Modell gekürt wird. Aber es gibt eine Talsohle, nach deren Erreichen es bei gepflegten Modellen wieder nach oben geht. Nach Jahrzehnten gar über den Kaufpreis hinaus.

Was ich in der Augustausgabe der Immobilien-Elite ausführlich beschreibe, möchte ich zumindest kurz skizzieren:

  • Ein 911er aus 1985, damaliger Kaufpreis um die 80.000 DM, ist aktuell im Schnitt über 50.000 Euro wert.
  • Ein 356 C aus 1965 kostete damals ungefähr 17.000 DM und wird heute knapp sechsstellig gehandelt.

Und auch diese beiden Modelle hatten zwischenzeitlich an Wert verloren und waren auch vor ca. 10 Jahren jeweils noch für weniger als die Hälfte des aktuellen Werts zu haben.

Kurzes Fazit

Am interessantesten ist es vermutlich, nicht einen neuen Pkw zu kaufen und über Jahrzehnte zu halten, sondern ein Modell mit Wertsteigerungspotenzial in der preislichen Talsohle oder kurz nach Beginn kletternder Preis zu erwerben. Wohlwissend, dass auch hier Preiskorrekturen einsetzen können. Neben den Sportwägen aus dem Hause Porsche gibt es natürlich auch noch Modelle anderer Hersteller, deren Wert sich nach einer Talsohle wieder nach oben korrigiert.

Sie fragen sich nun, warum es aber zu diesen Wertsteigerungen kommt? Erwarten Sie mit Spannung das große Fazit am Ende der Beitragsreihe…


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Von: Christian Marchner. Über den Autor

Christian Marchners Start in den Immobilienmarkt liegt nun fast 10 Jahre zurück. Heute konzentriert er sich vor allem auf Wachstumsmärkte. Dort setzt er vor allem auf eine langfristig positive Entwicklung in Bezug auf Miet- und Kaufpreise.

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