Wie viel Potenzial steckt hinter dieser Top-Marke?

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Canon ist jedem ein Begriff. Auch die Dividende von mehr als 5% überzeugt. Doch was kann das Unternehmen in Zukunft leisten? (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Im Büro sollten alltägliche Handgriffe sitzen. Das Kopieren oder Scannen muss beiläufig funktionieren. Aus diesem Grund haben wir im Büro in der Regel auch andere Geräte als zu Hause. Solche Profi-Ausstattung stellt beispielsweise Canon her. Doch die starke Marke verspricht noch mehr. Gerade Fotografen bekommen bei Canon schnell leuchtende Augen. Doch was hat die Aktie zu bieten? Wir haben das japanische Unternehmen für Sie ganz genau unter die Lupe genommen.

Erfahren Sie, ob sich ein Investment lohnt oder ob sie mit einem neuen Drucker oder einer Kamera nicht doch besser fahren als mit der Aktie. Canon Inc. ist einer der weltweit führenden Hersteller von Bürotechnik (Kopierer, Laserprinter, Scanner, Injekt- Drucker, Fax), Kameras, optischen Produkten, Halbleitern, Kommunikationssystemen und Medizintechnik. Der japanische Technologiekonzern zeichnet sich als sehr innovatives Unternehmen aus, das viele technische Standards setzt (z. B. SED-Technologie bei Flachbildschirmen).

Das Aus für klassische Kameras?

Canon hat für die ersten 9 Monate eher schwache Zahlen präsentiert. Der Umsatz sank um 2,2% auf rund 2,9 Bio Yen. Unterm Strich ging der Gewinn um 2,7% auf 167,66 Yen pro Aktie zurück. Angesichts der konjunkturellen Abkühlung auf dem Elektronikmarkt sind das aber vergleichsweise solide Ergebnisse. Zudem sind die Vorjahreszahlen besonders gut ausgefallen. Hier konnte ein erheblicher Umsatz- und Gewinnsprung verzeichnet werden.

Dass jetzt im direkten Vergleich die Zahlen etwas schwächer ausfallen, ist nicht verwunderlich. Dennoch zeigen die jüngsten Zahlen auch, dass Canon die schwierige Umstrukturierungsphase immer noch nicht überwunden hat. Der japanische Konzern kämpft weiterhin mit strukturellen Problemen. Der Smartphone- und Tabletmarkt hat das klassische Digitalkamera-Geschäft fast vollständig ins Abseits gedrängt. Canon bleibt nur noch ein kleiner Nischenmarkt für professionelle Kameras.

Allerdings ist auch hier die Konkurrenz nicht zu unterschätzen. Canon hat deshalb die Notbremse gezogen und weitreichende Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Zuletzt hatte der Konzern sogar selbst damit geworben, dass die Canon EOS-1V als letzte analoge Fotokamera verkauft werden soll. Damit wurde die 80-jährige Erfolgsgeschichte klassischer Filmfotografie offiziell beendet.

Hier brauchen Sie Geduld

Jetzt liegt der Fokus klar auf dem digitalen Markt und dem Druckergeschäft – mit ungewissem Ausgang. Denn auch hier ist der Markt hart umkämpft. Trotz einer satten Dividende von 5,5% sind wir bei Canon vorsichtig. Das Unternehmen steht vor einem strukturellen Wandel, den es zwar angeht, dessen Ausgang aber noch offen ist. Abwarten!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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