Wie wir zu diesem Geheimtipp heute stehen

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Unternehmen aus den USA können Geheimtipps sein. So wie Alaska Air. Wie wir den Wert heute sehen. (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Waren Sie schon mal in Alaska? Ich auch noch nicht, aber schön soll es dort ja sein. Um in die anderen US-Bundesstaaten zu kommen, muss man aber das Flugzeug nehmen. Die Fluglinie Alaska Air ist aber längst mehr als ein Shuttle in die Zivilisation. Über Jahre hat sich die Airline zu einem Geheimtipp gemausert, der auch auf dem „Festland“ viele Strecken zu guten Preisen bedient hat. Sozusagen das US-Pendant zu Ryanair.

Doch ist die Aktie auch vielversprechend? Wir erklären es Ihnen, gehen aber zunächst auf das Unternehmen selbst ein. Die Alaska Air Group ist die Holding für die Billigfluggesellschaften Alaska Airlines, Virgin America und Horizon Air. Es werden rund 119 Ziele in den USA, Kanada, Mexiko, Cuba und Costa Rica angeflogen. 2018 wurden rund 50 Mio Passagiere transportiert. Durch die Übernahme von Virgin America ist Alaska Air zur fünftgrößten Fluggesellschaft der USA aufgestiegen.

Profitabilität mit Problemen

Alaska Air Group hat gemischte Zahlen für das 1. Halbjahr vorgelegt. Der Umsatz legte um 4% auf 4,2 Mrd $ zu. Die Gewinne stiegen um 35% auf 266 Mio $. Die operative Marge verbesserte sich leicht auf 9%. Der operative Cashflow erhöhte sich um 42% auf 1 Mrd $. Das Management hat die Dividende auf 0,70 $ pro Aktie angehoben. Damit wurden über 32% des Gewinns ausgeschüttet. Die erhöhte Nachfrage nach Flugreisen in Nordamerika wirkte positiv auf den Umsatz.

Neben den höheren Treibstoffkosten stiegen auch die Aufwendungen für Landegebühren, Flugzeugmieten und Gehälter. Diese Kostensteigerungen sowie der hohe Konkurrenzdruck in der Branche drückten auf die Profitabilität des Unternehmens. Bei der Auslastung der zur Verfügung stehenden Flugzeugsitze entstanden Probleme. Die Kapazitätserweiterung übertraf den Anstieg des Kundenwachstums. Damit stieg die Anzahl der leeren Sitze pro Flug im Schnitt auf 16%.

Die Eigenkapitalrendite fiel mit 6,7% bescheiden aus. Der hohe Verschuldungsgrad von 70% resultierte hauptsächlich durch den Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten. Die Sachinvestitionen reduzierten sich um 21% auf 330 Mio €.

Überflieger oder lahme Ente?

Durch das anlagenintensive Geschäft, welches hauptsächlich aus Flugzeugen und Flugequipments besteht, werden zukünftig höhere Investitionen erwartet. Diese können durch den stark gestiegenen Cashflow aus eigenen finanziellen Mitteln aufgebracht werden. Trotzdem sind wir bei der Aktie skeptisch: Die Dividendenrendite von 2% haut uns nicht vom Hocker und auch sonst ist die Markterwartung eher nicht vielversprechend. Suchen Sie sich einen anderen Wert!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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