Wie wird das Börsenjahr 2018? – Teil 2

Wir vertiefen in diesem Artikel unsere Analyse, um herauszufinden, was uns das neue Börsenjahr denn nun tatsächlich bringen könnte: (Foto: Deutsche Börse AG)

Kaum eine Frage bewegt die Gemüter der Investoren vor oder zu Beginn eines neuen Börsenjahres so sehr wie die, welche Entwicklung dieses für Sie bereit halten könnte.

Ich bemühe mich in dieser Woche, darauf eine für Sie möglichst befriedigende Antwort zu finden.

Allerdings halte ich nichts von der Vorgehensweise, die beispielsweise die Banken immer gerne praktizieren:

Diese Experten geben mit Vorliebe konkrete Kursniveaus an, auf denen z. B. der DAX, der Dow Jones oder der Euro das kommende Börsenjahr beenden sollen.

Da können Sie auch gleich mit einem Dartpfeil auf den Aktienkurs-Teil Ihrer Zeitung werfen, um Ihr nächstes Aktien-Investment herauszufinden.

Die letzten Börsenjahre waren bereits ziemlich ertragreich

Im gestrigen 1. Teil hatten wir bereits festgestellt, dass sich die Aktienmärkte in den zurückliegenden 4 Jahren recht gut entwickelt haben.

2017 brachte dabei für die meisten Börsen die höchsten Gewinne.

Insgesamt kann das erreichte Kursniveau – allen voran an der Wall Street – inzwischen als „recht anspruchsvoll“ bezeichnet werden.

Aus der Börsen-Geschichte wissen wir, dass es nie immer nur in eine Richtung gegangen ist.

Somit ist zumindest ein größerer Rücksetzer der Aktienmärkte im kommenden Börsenjahr eine ernsthafte Option.

Schließlich ist es an der Wall Street seit August dieses Jahres ohne nennenswerte Korrekturen steil bergauf gegangen.

Auch das hatte ich Ihnen gestern anhand der in diesem Jahr extrem niedrigen Schwankungsbreite der US-Indizes dokumentiert.

Eine dauerhaft niedrige Volatilität drückt stets eine hohe und noch zunehmende Euphorie der Marktteilnehmer aus.

Das ist deshalb gefährlich, weil sich die Anleger daran „gewöhnt“ haben, dass es keine größeren Kurs-Einbrüche mehr gibt. Denn die Börse tut nie das, was die Marktmehrheit erwartet.

Ein Déjà-vu

Mich erinnert diese Marktphase sehr an die Ausgangslage im Börsenjahr 1999: Von März 1995 bis zum Sommer 1998 hatte sich der DAX im Wert bereits etwas mehr als verdreifacht.

Nach einer anschließenden 14-monatigen Seitwärts-Bewegung startete der deutsche Leitindex dann noch einmal so „richtig“ durch. Schauen wir uns das im Chart an:

dax 1999-2000_20-12-2017

DAX 2000: 1. Verkaufs-Signal erwies sich als Bärenfalle

Im letzten Viertel des Börsenjahres 1999 entwickelte sich ebenfalls eine überschwängliche Euphorie unter den Anlegern.

Wie wir heute wissen, sollten dies die letzten Monate des seit 1995 anhaltenden Internet-Aktien-Booms sein.

Ich war im Dezember 1999 fest davon überzeugt, dass wir gerade das Finale dieses Bullenmarktes erleben. Der massive Rücksetzer Anfang Januar 2000 schien dies zu bestätigen.

Doch der DAX fing sich wieder und es dauerte bis zum 25. Januar 2000, bevor das 50-Tage-Momentum ein Verkaufs-Signal generierte (Punkt 1).

Der DAX schüttelte sich indes nur kurz, rappelte sich erneut auf und kletterte noch bis zum 7. März auf 8.136 Punkte (+20% in 6 Wochen).

Erst in den Tagen danach wurde ein neuerliches Verkaufs-Signal ausgebildet, das dann den endgültigen Crash der Jahre 2000 – 2003 einläutete.

Fazit

Ich möchte mit diesem Beispiel in Ihnen keinesfalls Angst vor einem Crash heraufbeschwören. Tatsächlich sollte diese Episode jedoch 3 Dinge bei Ihnen bewirken:

  1. Nur weil man von einem Niedergang der Kurse überzeugt ist, muss dieser nicht zwingend sofort eintreten. Trends halten oft weitaus länger an, als wir es uns vorstellen können.
  2. Ab und an erweisen sich Verkaufs-Signale als Bären- oder Kaufsignale als Bullenfallen – auch das gehört zum Investorenleben dazu. Daher sollten Sie stets flexibel bleiben: Denn wie das DAX-Beispiel zeigte, kann es sich auch nach einer Bärenfalle durchaus noch lohnen in den Markt einzusteigen.
  3. Sie sollten andererseits auch nicht gutgläubig auf unendlich steigende Aktienmärkte hoffen. Nach inzwischen 4 guten Börsenjahren mit immer geringeren Kursschwankungen ist die Möglichkeit eines größeren Rücksetzers eine durchaus wahrscheinliche Option.

Wie wäre es mit einer Alternative zum Ausblick?

Damit ist die Frage natürlich noch nicht beantwortet, wie das Börsenjahr 2018 werden wird. Doch müssen Sie / wir das unbedingt wissen!?

Schon der berühmte Buchautor Mark Twain sagte mit einem Schmunzeln: „Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“

Ich bin in der Vergangenheit stets sehr gut mit dieser Methode gefahren:

die Finanzmärkte stetig beobachten und aus ihrer Entwicklung charttechnische Rückschlüsse auf den kurz- und mittelfristig wahrscheinlichen Verlauf zu ziehen.

Dabei wurde ich in exzellenter Weise von einem Frühwarnsystem unterstützt, das ich selbst entwickelt habe.

Dieses Frühwarnsystem hat im letzten Jahrzehnt jede größere Abwärts-Bewegung vorher angekündigt.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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