Willkommen auf der Rohstoff-Achterbahn

Einmal mehr kann ich nur sagen: Bei Rohstoffen wird es nicht langweilig.

Bis zum Beginn der vergangenen Woche herrschte tiefe Trauer bei den meisten Anlegern. Dann kam die schnelle Trendwende – doch die hielt noch nicht einmal bis zum Ende der Woche an.

Phänomen Rohstoff-Achterbahn

Die aktuelle Entwicklung bei den Rohstoffaktien lässt sich sehr gut mit dem Bild der Achterbahnfahrt beschreiben.

Wie bei der Fahrt auf der Achterbahn üblich, benötigen Sie auch als Anleger bei Rohstoffaktien wirklich gute Nerven.

Was ich damit genau meine, zeigen Ihnen die beiden folgenden Beispiele einer Rohstoff-Aktie und eines wichtigen Rohstoff-Index.

Der wichtige Index ist der HUI Index, in dem die wichtigsten nordamerikanischen Rohstoffwerte enthalten sind.

Bei diesem maßgeblichen Index ging es zunächst in 3 Tagen um 15% nach oben. Dann folgte bis zum Wochenschluss wieder eine Korrektur von immerhin 9%.

Bei Barrick Gold, der globalen Nummer 1 unter den Goldproduzenten, fiel der Aufschwung zu Beginn mit 14% in 4 Tagen ähnlich groß aus. Die Korrektur war jedoch mit 7% etwas geringer.

Hier sehen Sie einmal mehr, wie groß das Potenzial bei den Rohstoffaktien ist. Zusätzlich sehen Sie aber auch, wie groß die Schwankungen wirklich sind. Eine wichtige Sache bieten aktuell aber fast alle Rohstoffwerte: eine niedrige Bewertung.

Niedrige Kurse der Rohstoff-Aktien bieten große Chancen

Wenn also die Rohstoffpreise wieder zulegen, werden die Minenwerte überdurchschnittlich davon profitieren.

Etliche Rohstoffwerte notieren aktuell 90% unter den Hochständen aus den Rekordjahren wie 2011. Dabei sind ja die Vorkommen im Boden nicht verschwunden.

An den Börsen sieht es aktuell aber genau danach aus, als ob schon bald überhaupt keine Rohstoffe mehr benötigt werden würden.

Rohstoffe bleiben ökonomisch elementar

Sie und ich wissen es aber besser: Rohstoffe werden auch weiterhin die Basis der Wirtschaft sein. Strukturelle Probleme wird es sicherlich im Energiebereich für einige Rohstoffe geben.

Das gilt beispielsweise für Kohle. Als Energieträger wird eben Kohle wegen der großen Klimaschäden bei der Verbrennung immer weiter an Bedeutung verlieren.

Selbst US-Präsident Obama hat die Kohle in seinem Land jetzt mehr oder weniger aufs Abstellgleis gestellt. Das bleibt aber ein Einzelfall.

Es gilt eben nicht für gängige Industriemetalle oder auch Silber und Gold. Das sorgt für viel Potenzial für die nahe Zukunft.

17. August 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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