Wir erleben derzeit die größte Spekulationsblase der Geschichte

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Die Finanzmärkte werden immer größer. Damit wird auch die nächste Finanzkrise größer sein als alle bisherigen zuvor. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Wenn die massive Blase platzt, die wir derzeit erleben, wird es dann einen der größten Crashs der Geschichte geben? Diese Frage ist nicht besonders einfach zu beantworten. Eins ist aber dennoch klar: Je größer die Finanzmärkte werden, desto größer wird auch dann der Crash ausfallen der hinterher eintreten wird.

Besonders massiv sind die Übertreibungen derzeit am US Aktienmarkt. Ausgehend von einem Stand von knapp 6.500 Punkten im März 2009 hat sich der Dow-Jones-Index bis jetzt nahezu vervierfacht. Und dieser Aufschwung am Aktienmarkt dauert jetzt schon deutlich länger als von den meisten Experten erwartet.

Wenn Märkte massiv steigen, müssen Sie auch wieder massiv fallen

Aber hier gilt eine ganz einfache Regel: Was so massiv steigt, muss auch wieder deutlich runterkommen. Das hat die Geschichte an den Finanzmärkten immer wieder unter Beweis gestellt. Also es lohnt sich an dieser Stelle auf jeden Fall einmal genauer hinzuschauen, was denn die ausschlaggebenden Faktoren waren, die den Aktienmarkt so massiv angeschoben haben.

Tatsächlich war gerade die lockere Geldpolitik der US-Notenbank eine der Triebfedern für den Aktienmarkt. Aber genau diese lockere Geldpolitik wird derzeit zurückgenommen. Insofern wird es jetzt wahrscheinlich, dass die Stimmung an den Finanzmärkten dreht.

Nun schreibe ich an dieser Stelle schon seit längerer Zeit von einer bevorstehenden Korrektur. Aber die Vorzeichen haben sich in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich verschlechtert. Dabei tauchen auch jetzt immer mehr prominente warnende Stimmen auf – vor allen Dingen in den USA. Erst vor wenigen Tagen äußerte sich der bekannte US-Investor Ron Paul zur aktuellen Marktlage. Seiner Einschätzung nach erleben wir derzeit die „größte Spekulationsblase der Menschheitsgeschichte. Und wenn diese Blase platzt, dann kann der Aktienmarkt sich halbieren.“

Tatsächlich ist in den USA so, dass genau dieser Verlust tatsächlich eine sinnvolle Größe ist. Denn erst nachdem sich der Aktienmarkt halbiert , würden US Aktien wieder ein attraktives Bewertungsniveau erreichen. So sind gerade die US-Aktien bei den gängigen Bewertungskennziffern komplett aus dem Ruder gelaufen. Das gilt für das Kurs-Umsatz-Verhältnis genauso wie für das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Bei beiden Kategorien haben viele US-Aktien Hochstände erreicht.

Massive Korrektur an den Märkten ist schon überfällig

Tatsächlich hat die Geschichte immer wieder gezeigt: Langfristig kehren diese Bewertungskennziffern immer wieder zum historischen Durchschnitt zurück. Da wir jetzt massive Überbewertungen an den Märkten beobachten, können Sie sich auf eine massive Korrektur der Aktienmärkte einstellen.

Bleibt noch die Frage: Wann kommt denn diese Korrektur? Das ist tatsächlich schwer zu sagen. Auch wenn sich die Vorzeichen verschlechtern, können Finanzmärkte längere Zeit irrationale Bewertungen aufrechterhalten. Insofern ist es wichtig für Sie, sich jetzt schon aktiv auf den kommenden Crash vorzubereiten.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.