2 neue Top-Unternehmen: Wir nehmen sie für Sie in die Beobachtung

Coloplast ist auf Wachstumskurs.

Der Umsatz ist im 1. Quartal zwar nur um 3% auf 3,8 Mrd. dkr gestiegen. Der Gewinn kletterte jedoch um 15% auf 946 Mio. dkr.

Negativ wirkten sich Wechselkurs-Schwankungen des britischen Pfund und die Rechtsstreitigkeiten in den USA aus.

2011 wurden zahlreiche Klagen gegen Hersteller von chirurgischen Netzen in den USA verhängt.

Solche Netze kommen zum Einsatz, wenn das Muskelgewebe die Organe nicht an der richtigen Stelle halten kann.

Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden wurden mehr als 7.000 Klagen gegen Coloplast eingereicht. In den letzten 5 Jahren mussten daher rund 5,5 Mrd. dkr zurückgestellt werden.

Laut Unternehmens-Führung wurden mind. 95% der voraussichtlichen Schadensumme bereits berücksichtigt.

Die Produkte von Coloplast sind sehr gefragt

Die Geschäftsbereiche Stomaversorgung und Urologie haben sich positiv entwickelt.

Besonders in Großbritannien, Deutschland, Skandinavien und den USA konnten weitere Marktanteile gewonnen werden. Die Nachfrage nach SenSura Mio Convex überstieg 2016 die Erwartung.

Die Folgen waren Engpässe in der Produktion. Um zukünftigen Lieferschwierigkeiten vorzubeugen, werden die Kapazitäten kräftig ausgebaut.

Die urologischen Produkte Altis und Restorelle, die bei stressbedingter Inkontinenz zur Anwendung kommen, verzeichneten ebenfalls ein deutliches Umsatz-Plus.

Das organische Wachstum zeigt, dass die Produkte der Dänen gefragt sind. Darüber hinaus agiert Coloplast in wachsenden Märkten.

Der laufende Prozess in den USA sorgt zwar für Unsicherheiten, ein Ende ist jedoch in Sicht.

Unternehmens-Porträt

Die Coloplast AS wurde 1957 gegründet. Der dänische Konzern stellt Medizin-Produkte in den Bereichen Urologie, Stoma-, Kontinenz-, wie auch Wund- und Hautversorgung her.

Die Produkte werden in über 40 Ländern weltweit vertrieben.

Kunden sind Krankenhäuser, medizinische Fachhändler, Apotheken, Ärzte und mit der in Deutschland angebotenen Pflegedienstleistung SIEWA auch Privatpersonen.

Henry Schein hat den Wachstumskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt

Der Umsatz kletterte um 8,9% auf 11,6 Mrd. $. Das Aktienrückkauf-Programm ließ den Gewinn pro Anteilsschein trotz gestiegener Kosten um 8,3% auf 6,19 $ steigen.

Henry Schein ist ein außergewöhnlicher Konzern: Seit der Veröffentlichung der 1. Unternehmenszahlen konnte der Umsatz ohne Unterbrechung gesteigert werden.

Der Umsatz sprang von 362,9 Mio. $ im Jahr 1992 auf 11,6 Mrd. $ im abgelaufenen Jahr. Die jährliche Wachstums-Quote von durchschnittlich 16,3% rechtfertigt die ausbleibende Gewinn-Ausschüttung.

Die Markt-Durchdringung ist gewaltig

Rund 90% der niedergelassenen US-amerikanischen Zahnärzte arbeiten mit Instrumenten von Henry Schein. Im Bereich der Veterinär-Medizin sind es 75%.

Luft nach oben hat der Medizintechnik-Anbieter dennoch genug.

Der globale Medizintechnik-Markt für Zahnärzte, Veterinäre und Human-Mediziner erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 45 Mrd. $. Mit 11,6 Mrd. $ besitzt Henry Schein 1/4 des Gesamtmarktes.

Wachstum wird durch strategische Zukäufe, aber auch durch organisches Wachstum erzielt. Das Produkt-Portfolio wird laufend erweitert und umfasst bereits über 300.000 Artikel.

Nachholbedarf sehen wir bei den Margen, die sich in den vergangenen 2 Jahren leicht rückläufig entwickelt haben.

Der demografische Wandel und der Aufstieg der Schwellenländer werden den positiven Wachstums-Trend noch lange untermauern. Das Management arbeitet auf Hochtouren.

Unternehmens-Porträt

Im Jahr 1932 gründeten Henry und Esther Schein eine Apotheke in New York und legten damit den Grundstein des heutigen Weltkonzerns.

85 Jahre später ist Henry Schein der weltweit größte Medizintechnik-Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für niedergelassene Zahnärzte, Veterinäre und Human-Mediziner.

21.000 Mitarbeiter betreuen über 1.000.000 Kunden aus 33 unterschiedlichen Ländern.

8. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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