Wird am Mittwoch das Füllhorn ausgeschüttet?

Ein spannender Termin steht kommende Woche Mittwoch an: In London findet der diesjährige Kapitalmarkttag von HeidelbergCement statt.

Nicht nur die institutionellen Investoren wollen dann wissen, was mit dem hohen Cashflow in Zukunft geschehen wird. Dividendenanhebungen, Sonderausschüttungen und vor allem Aktienrückkäufe stehen auf der Wunschliste ganz oben.

Kapitalmarkttag von HeidelbergCement

Dass mindestens ein Punkt dieser Liste umgesetzt wird, davon sind die Experten überzeugt. Schließlich kündigte HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele Anfang Mai bei der Bekanntgabe der sehr guten Quartalsergebnisse an, auf dem Kapitalmarkttag eine neue Strategie zur Verwendung des freien Barmittelzuflusses vorzustellen.

2014 lag der Free Cashflow bei knapp einer Mrd. Euro. Analysten wie John Fraser-Andrews von der Investmentbank HSBC sehen für die kommenden zwei Jahre insgesamt ein zusätzliches Ausschüttungspotenzial in Höhe von 3,9 Mrd. Euro.

HeidelbergCement überzeugt mit soliden Zahlen

HeidelbergCement ist derzeit hervorragend aufgestellt, operativ und substanziell für die kommenden Jahre sehr gut gerüstet.

Im ersten Quartal legte der Umsatz um 12 Prozent auf gut 2,8 Mrd. Euro zu, das operative Ergebnis stieg um rund 180 Prozent auf 41 Mio. Euro. Nach oft nur einstelligen Zuwächsen in der Vergangenheit sollen im laufenden Jahr Umsatz, operatives Ergebnis und Jahresüberschuss auf vergleichbarer Basis um mehr als zehn Prozent steigen.

Die Hauptgründe für den Optimismus: Die gute Konjunkturlage gerade am Bau, der niedrige Ölpreis sowie der schwache Euro.

HeidelbergCement: Ausschüttung soll den Aktienkurs beleben

Teure Investitionen oder Übernahmen stehen jedoch nicht an. Nach Jahren der zielstrebigen Entschuldung – der Konzern hat seit 2008 über neun Mrd. Euro zurückgezahlt – sollten die überschüssigen Barmittel daher nun in Richtung Aktionäre fließen.

Eine entsprechende Ausschüttung wird den Aktienkurs deutlich wiederbeleben. Immerhin liegt er weiterhin rund 40 Prozent unter dem Allzeithoch aus dem Sommer 2007.

8. Juni 2015

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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