Wirecard Insidersignal: Chef kauft massenweise eigene Aktien

Wenn Manager, Aufsichtsräte oder Großinvestoren in großen Mengen Aktien des eigenen Unternehmens kaufen, kann das ein Indiz für baldige Kursgewinne sein. Schließlich kennt niemand das Unternehmen so gut wie diese Unternehmensinsider. Daher lohnt es sich für Sie als Anleger, solche sogenannten Insiderkäufe im Auge zu behalten.

Aktuell finden beim TecDAX-Wert Wirecard auffallend hohe Insiderkäufe statt. Ein Grund, mal genauer auf die Aktie zu schauen …

Wirecard-Chef kauft für 16 Mio. Euro Wirecard-Aktien

Innerhalb der vergangenen sechs Wochen hat Wirecard-Chef Markus Braun insgesamt sechs große Aktienpakete seines eigenen Unternehmens über seine MB Beteiligungsgesellschaft gekauft. Insgesamt waren es 460.000 Wirecard-Aktien zu einem stolzen Gesamtpreis von 16 Mio. Euro.

Ein wirklich außergewöhnlich hoher Betrag. Der Wirecard-Chef scheint jedenfalls sehr von seinem Unternehmen bzw. der weiteren Entwicklung des Aktienkurses überzeugt zu sein.

Hohe Wachstumsraten

Ein Blick auf die Geschäftszahlen offenbart, dass es sich bei dem Spezialisten für Internet- und Smartphone-Bezahlsysteme um ein wachstumsstarkes Unternehmen handelt.

Quartal für Quartal legt Wirecard Wachstumsraten von über 20% bei Umsatz und Gewinn vor. Im 1. Quartal 2015 konnte Wirecard sogar einen Gewinnanstieg von 30% verkünden.

Und die Zeichen stehen weiter auf Expansion: Nachdem sich Wirecard zuletzt durch Übernahmen in Asien, Australien und Afrika verstärkt hat, rücken jetzt der US-Markt sowie Lateinamerika in den Fokus des Unternehmens. Mit über 600 Mio. Euro in der Kasse will sich Wirecard hier nach möglichen Übernahmen umsehen.

Wirecard-Aktie ein Übernahmekandidat?

Obwohl es keine konkreten Übernahmegerüchte zu Wirecard gibt, kann ich mir eine Übernahme von Wirecard durchaus vorstellen – die hohen Wachstumsraten dürften bei so manchem Großkonzern Begehrlichkeiten wecken.

Interessant wäre Wirecard beispielsweise für Apple. Wenn Apple seinen Smartphone-Bezahldienst auch in Europa anbieten will, ist Wirecard die erste Adresse für eine Kooperation.

Warum dann nicht einfach das Unternehmen aufkaufen? Zumal Wirecards aktueller Börsenwert von 4,7 Mrd. Euro für Apple nicht mehr als ein Griff in die Portokasse bedeuten würde.

Aktie besitzt weiteres Aufwärtspotenzial

In den vergangenen Jahren ist die Wirecard-Aktie schon äußerst gut gelaufen, aber dies ist bekanntlich kein Hindernis für weitere Kurssteigerungen. Ein Schnäppchen ist der Wert mit einem 2016er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 23 sicherlich nicht mehr. Doch in Anbetracht der hohen Wachstumsraten und der starken Marktposition ist dieser Preis gerechtfertigt.

Auf Sicht von 12 bis 18 Monaten halte ich Kurse von 50 Euro für möglich. Sollte es zu einer Übernahme kommen, würde der Übernahmepreis wahrscheinlich noch höher ausfallen. Es lohnt sich also, einen näheren Blick auf die Aktie zu werfen.

16. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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