Worauf Sie als Dividendenjäger achten sollten

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Viele Dividendenjäger schauen bei der Aktienauswahl nur auf eine möglichst hohe Rendite. Hier erfahren Sie, worauf Sie noch achten sollten. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Gestern habe ich einen kleinen Überblick gegeben, was Sie von der diesjährigen Dividendensaison erwarten dürften. Weltweit erreichen die Ausschüttungen ein neues Rekordniveau. Die DAX-Unternehmen schütten dagegen knapp 6% weniger aus als im Vorjahr. Die Krise hinterlässt Spuren. Neben der Lufthansa hat kürzlich auch der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines angekündigt, die Dividende streichen zu wollen.

Ich möchte Ihnen heute einige Tipps mit auf den Weg geben, worauf Sie achten sollten, damit Ihnen solche Ausfälle möglichst erspart bleiben.

Achten Sie auf die Ausschüttungsquote

Viele Anleger lassen sich von einer hohen Ausschüttung blenden. Ist die Dividendenrendite ungewöhnlich hoch, sollten Sie auf jeden Fall etwas genauer hinschauen. So kann beispielsweise eine Sonderausschüttung der Grund dafür sein. Oder der Aktienkurs ist zuvor stark gefallen. Das ist ein Warnsignal. Sinkt der Aktienkurs, weil es bei dem Unternehmen schlecht läuft, droht möglicherweise eine Dividendenkürzung.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, empfehle ich Ihnen, sich die Ausschüttungsquote anzuschauen. Das ist der Anteil am Gewinn, den das Unternehmen als Dividende an seine Aktionäre ausschüttet. Werte zwischen 40 und 60% sind gesund. Verfügt eine Gesellschaft über ein besonders krisenresistentes und stabiles Geschäft, kann die Quote durchaus auch etwas höher ausfallen.

Schüttet ein Unternehmen einen Großteil des Gewinns aus, ist das Risiko deutlich höher, dass die Dividende in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gekürzt werden muss. Ist die Ausschüttungsquote dagegen moderat, verfügt das Unternehmen über einen Puffer, um auch dann die Dividende stabil zu halten. Außerdem kann so ein guter Teil des Gewinns in das weitere Wachstum investiert werden.

Schauen Sie sich die Dividendenhistorie an

Darüber hinaus sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Dividendenhistorie werfen. Um abzuschätzen, ob ein Unternehmen auch künftig in der Lage sein wird, stabile oder gar steigende Ausschüttungen zu zahlen, sollten Sie sich anschauen, wie sich die Dividende in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Gab es Kürzungen oder wurde die Ausschüttung gar komplett gestrichen? Auch das mahnt zur Vorsicht. Ist die Dividende hingegen über einen längeren Zeitraum von Jahr zu Jahr stetig gestiegen, zeugt dies von einer sehr stabilen Geschäftsentwicklung. Dann können Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass diese positive Tendenz auch in Zukunft anhält.

Steigende Dividenden wirken sich positiv auf die Kursentwicklung aus

Eine Garantie ist das jedoch nicht. Das zeigt das Beispiel MTU. Der Triebwerkshersteller hatte die Dividende seit 15 Jahren nie gekürzt, will sie jetzt aufgrund der Corona-Krise aber komplett streichen. Einen wirtschaftlichen Stillstand, wie wir ihn gerade erleben, gab es noch nie. In dieser Ausnahmesituation ist es besser – auch für die Aktionäre -, die Dividende zu streichen und die Liquidität im Unternehmen zu belassen.

Grundsätzlich hilft Ihnen ein Blick auf die Dividendenhistorie aber dabei, Aktien zu finden, die Ihnen gute Chancen auf weiter steigende Dividenden bieten. Angenehmer Nebeneffekt: Das wirkt sich meist auch noch positiv auf die Kursentwicklung aus. Studien haben nachgewiesen, dass sich Aktien mit stetig steigenden Dividenden im Schnitt besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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