W&W: Finanzdienstleister mit überzeugenden Zahlen

Wüstenrot Angebotsanforderung RED – Wüstenrot & Württembergische

Wüstenrot & Württembergische (W&W) blickt trotz eines schwierigen Marktumfelds auf ein erfolgreiches 1. Halbjahr zurück. (Foto: Wüstenrot & Württembergische)

In der aktuellen Berichtssaison haben zahlreiche deutsche Unternehmen negativ überrascht. Zuletzt sorgten vor allem Paragon, Voltabox, Westwing (darüber haben wir in den vergangenen Tagen berichten) und, heute ganz aktuell, SGL Carbon für Entsetzen bei den Anlegern.

Doch eines will ich Ihnen ganz klar sagen: So dramatisch, wie sich die Kurse bei vielen zyklischen deutschen Aktien (vor allem bei Nebenwerten) entwickelt haben, ist die Situation selbst dann nicht, wenn wir in Deutschland in eine kurze und flache Rezession rutschen. Aber die Börse neigt nun einmal zu Übertreibungen. Oder besser gesagt: Die meisten Anleger neigen zu Angst und Gier!

Ein Unternehmen, das gute Zahlen vorgelegt hat, ist der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische (W&W).

W&W im Portrait

Für diejenigen, die W&W nicht kennen, möchte ich das Unternehmen zunächst kurz vorstellen. W&W entstand im Jahr 1999 durch die Fusion der ältesten deutschen Bausparkasse Wüstenrot mit der Württembergischen Versicherung. Seit 2005 zählen auch die Karlsruher Versicherungen zum Konzern.

Das konservativ geführte Unternehmen ist schwerpunktmäßig in den Sparten Versicherung, Baufinanzierung und Altersvorsorge aktiv. Als unabhängiger Finanzdienstleister bietet W&W seinen Kunden Leistungen für Wohneigentum, Vermögensbildung, Zukunftssicherung und Risikoschutz aus einer Hand.

Die Wüstenrot Stiftung hält über zwei Holdinggesellschaften gut 66% der Anteile. Rund 10% der Anteile sind im Besitz sonstiger institutioneller Investoren und die restlichen knapp 24% befinden sich im Streubesitz.

Gute Ertragsentwicklung im 1. Halbjahr

Die W&W-Gruppe hat trotz schwieriger Märkte ein erfolgreiches 1. Halbjahr hinter sich. Die Ertragsentwicklung lag sogar über den Erwartungen.  Mit 175,8 Mio. Euro stieg der Überschuss um rund 50% an.

W&W-Chef Jürgen A. Junker kommentiert die Entwicklung wie folgt: Wir haben im 1. Halbjahr 2019 den Schwung des vergangenen Jahres mitgenommen und nochmals verstärkt. Alle wesentlichen operativen Kennzahlen bei W&W zeigen nach oben.

Und weiter: Unsere neuen digitalen Produkte und Lösungen stoßen auf wachsende Resonanz bei unseren Kunden. Der Umbau der W&W-Gruppe greift und die Resultate sind schon jetzt klar erkennbar. Auch bei der Digitalisierung kommen wir gut voran.

Prognose für das laufende Jahr

Auch auf Basis des Gewinnanstiegs im 1. Halbjahr 2019 werden die bisherigen Erwartungen für das Gesamtjahr 2019 bekräftigt. Das Neugeschäft entwickelte sich sowohl im Geschäftsfeld Wohnen als auch im Geschäftsfeld Versichern positiv.

Insgesamt geht das Unternehmen aus heutiger Sicht für das laufende Jahr beim Überschuss davon aus, die Prognosespanne von 220 bis 250 Mio. Euro am oberen Rand zu treffen. Dabei sind die wachsenden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken jedoch nach Unternehmensangaben sorgfältig zu beobachten. Die W&W-Aktie ist meines Erachtens auf dem derzeitigen Niveau günstig bewertet.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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