XING-Aktie: Von Hoch zu Hoch

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Die XING-Aktie läuft derzeit wie geschmiert. Allerdings ist sie nicht gerade günstig, wie unser Börsen-Experte Sascha Mohaupt weiß. (Foto: Ink Drop / shutterstock.com)

Die sozialen Medien gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Während viele Anleger aber in Richtung USA zu Facebook und Co. schauen, gibt es in Deutschland ebenfalls ein Unternehmen, welches Beachtung verdient hat: die Xing AG.

Der Wert der Aktie hat sich zwar innerhalb der letzten 4 Jahre verfünffacht; ein Ende der Erfolgsgeschichte ist aber noch immer nicht in Sicht.

XING: Unternehmens-Portrait

Das Hamburger Konzern betreibt das soziale Netzwerks XING (bis Ende 2006 openBC für Open Business Club).

In diesem können Mitglieder vorrangig ihre beruflichen und/oder privaten Kontakte zu anderen Personen verwalten und neue Kontakte finden.

Dabei greifen alleine im deutschsprachigen Raum fast 12 Mio. Mitglieder auf die Dienstleistung des Konzerns, der rund 900 Mitarbeiter beschäftigt, zurück.

Zahlen enttäuschten zunächst ein wenig

Die jüngsten Zahlen zum 1. Quartal enttäuschten zunächst – zeigen aber auch, dass die Wachstums-Phase weiter andauert.

So konnte sich der Konzern deutlich steigern – der Umsatz legte im Zeitraum Januar – März um 23% auf 42,2 Mio. € zu.

Dabei erwies sich der Bereich E-Recruiting erneut als größter Wachstumstreiber. Die Einnahmen hier stiegen beispielsweise um 40% auf 17 Mio. €.

Auch die Zahl der Neukunden befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend:

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In den ersten 3 Monaten haben sich 576.000 neue Kunden angemeldet – und damit so viele wie noch nie in einem Quartal.

Allerdings enttäuschte dann das operative Ergebnis, welches lediglich um 15% auf 12 Mio. € klettern konnte. Begründet wird dies mit gestiegenen Marketing-Ausgaben.

Mit Spannung werden jetzt die Zahlen zum 2. Quartal erwartet. Bis dahin müssen sich die Anleger aber noch etwas gedulden, stehen diese doch erst am 7. August zur Veröffentlichung an.

Charttechnik: Intakter Aufwärtstrend

Ich gehe davon aus, dass sich XING auf Grund der derzeitigen Arbeitsmarkt-Situation, wonach ein immer größerer Fachkräfte-Mangel zu beobachten ist, einer noch stärker werdenden Beliebtheit erfreuen wird.

Deshalb rechne ich in Zukunft mit weiterhin erfreulichen Nachrichten, die auch nicht durch eine Verlangsamung des operativen Ergebnisses eingetrübt werden.

Aus charttechnischer Sicht ist der Wert ohnehin in einem intakten Aufwärts-Trendkanal und eilt gerade von einem Allzeithoch zum nächsten. Diese Phase dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen.

Bewertung ist bereits recht hoch

Einen kleinen Wermutstropfen für Anleger gibt es allerdings; den Blick auf die Unternehmens-Kennziffern:

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 50 ist die Gesellschaft nicht unbedingt als günstig zu bezeichnen.

Auch die Dividendenrendite von rund 1% fällt da eher mager aus.

Ein Vergleich zu Facebook relativiert diese Einschätzung jedoch ein wenig: Der Weltkonzern verfügt über ein KGV von deutlich über 30 und schüttet keinerlei Dividende aus.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.