Xing: Neuer Name, neuer Schwung

Knaus Tabbert RED – Björn Wylezich

Die Xing-Aktie zählt zu den erfolgreichsten TecDAX-Werten der vergangenen Jahre. Ein neuer Name dürfte daran nichts ändern. (Foto: Björn Wylezich / Adobe Stock)

Die sozialen Netzwerke bestimmen zunehmend unser Leben. Dabei muss es aber nicht immer nur Facebook und Instagram sein. Vielleicht gehören auch Sie bereits zu den über 15 Mio. Mitgliedern des deutschsprachigen Business-Netzwerks Xing. Die Aktie zeigt sich seit Jahresbeginn mit neuem Schwung.

Unternehmensportrait

Xing mit Sitz in Hamburg ist der börsennotierte Betreiber des sozialen Netzwerks Xing (bis Ende 2006 unter openBC für Open Business Club bekannt), in die Mitglieder vorrangig ihre beruflichen, aber auch privaten Kontakte verwalten und neue Kontakte knüpfen können. Das Unternehmen ist Mitglied im TecDAX. Neben den Mitgliedsbeiträgen von Premium-Mitgliedern verdient Xing sein Geld mit Dienstleistungen für Unternehmen.

Geschäftszahlen positiv

Im vergangenen Jahr konnte Xing seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf 235,1 Mio. Euro steigern. Fast die Hälfte dieser Umsätze (109 Mio. Euro) wird von Firmenkunden erwirtschaftet, während die Privatkunden als zahlende Mitglieder knapp 100 Mio. Euro zum Umsatz beitragen.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 1,9 Mio. neue Mitglieder, die Gesamtzahl der Nutzer wird mit 15,3 Mio. Nutzern angegeben. Davon sind rund 1 Mio. zahlende Mitglieder.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte – ähnlich wie der Umsatz – um 23% auf 75,2 Mio. Euro. Unter dem Strich gab es einen Gewinn von 31 Mio. Euro, 21% mehr als ein Jahr zuvor. Und dieses Wachstum soll sich weiter fortsetzen:

Namensänderung steht bevor

Lange wird es die XING SE allerdings nicht mehr geben. Dem Unternehmen steht in diesem Jahr eine Namensänderung bevor. Aus XING wird dann die New Work SE werden – vorausgesetzt, die Hauptversammlung stimmt diesem Vorhaben zu. Mit dem neuen Namen soll eine “sichtbare Klammer um all unsere Aktivitäten”, so das Unternehmen, geschaffen werden. Und dabei soll sich das „ungebremste Wachstum“ fortsetzen. Hierfür sind auch mögliche Übernahmen nicht ausgeschlossen.

Aufwärtstrend intakt

Nachdem im Spätsommer die Aktie bei 329 Euro ein Allzeithoch markierte, gab es dann im Herbst und Frühwinter eine kontinuierliche Schwächephase, die den Wert bis auf 223 Euro drückte. Inzwischen wurde jedoch eine Schubumkehr eingeleitet und die Richtung Allzeithoch – hier befindet sich dann eine Widerstandslinie – wurde eingelegt.

Aktie kein Schnäppchen mehr

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 40 gibt es allerdings eine Kennziffer, die weiterhin beobachtet werden sollte. Die starke Marktposition sowie die hohen Wachstumsraten rechtfertigen aber aus meiner Sicht jedoch den Bewertungsaufschlag.

Bei der Dividende gibt es positive Nachrichten – diese soll um 27% auf 2,14 Euro je Aktie steigen. Außerdem will das Unternehmen eine Sonderdividende von 3,56 Euro je Aktie zahlen.

Für langfristig orientierte Anleger ist die deutsche Internetaktie auf jeden Fall einen näheren Blick wert.

Knaus Tabbert RED – Björn Wylezich

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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