Yuna Card: Erfahrungen zeigen einige Tücken der Prepaid-Kreditkarte

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Yuna Card: Erfahrungen mit ihr haben besonders Studenten gemacht, doch auch wir können Ihnen nur zustimmen: Tücken gibt es viele. (Foto: Allmy / shutterstock.com)

Die so genannte Yuna Card ist heutzutage in aller Munde. Erfahrungen mit ihr haben besonders Studenten gemacht. Ihr beinahe grundleger Tenor war zu Beginn negativ: Zu undurchsichtig war der Gebührendschungel für die meisten Besitzer. Doch inzwischen haben die Betreiber reagiert und ihre Gebühren und Limits transparenter gestaltet und kommunizieren sie klarer auf der Website der Yuna Card.

Damit auch Sie sich eine Meinung bilden können, haben wir uns die Gebührenstruktur der Yuna Card ganz genau angeschaut und berichten kritisch – mit einem positiven Ergebnis. Der Betreiber hat inzwischen auf unsere Kritik reagiert.

Monatliche Servicegebühr von 2 Euro bei virtueller MasterCard Yuna Online

Die Laufzeit der Yuna Card beträgt zwei Jahre, sodass die jeweils jährlich fällige Grundgebühr von 24,50 Euro für beide Jahre bereits bei der Erstaufladung entrichtet werden muss.

Für die virtuelle MasterCard Yuna Online fällt eine Verwaltungsgebühr von 2 Euro monatlich an – allerdings werden keine jährlichen Gebühren verlangt. Die Laufzeit beträgt auch hier zwei Jahre.

Nur mit Cash-Ticket gebührenfreie Aufladung

Die Prepaid-Kreditkarte kann außerdem nur mit einem Cash-Ticket gebührenfrei aufgeladen werden. Für eine Kartenaufladung via paysafecard werden fünf Prozent des Einzahlungsbetrags, mindestens aber 1 Euro fällig.

Wenig besser sieht es bei einer Aufladung per Online-Banking aus: Dabei fallen drei Prozent des Einzahlungsbetrags bzw. mindestens 1 Euro als Gebühr an. Geht man davon aus, dass im Jahr insgesamt 5.000 Euro auf die Prepaid-Kreditkarte eingezahlt werden, entstehen allein durch das Aufladen via Online-Banking 150 Euro an Aufladegebühren.

Verwaltungsgebühr von 10 Euro bei Kündigung

Während eine Ersatzkartengebühr von 9,90 Euro für eine verlorene oder gestohlene Yuna Card noch akzeptabel erscheint, ist eine Verwaltungsgebühr von 10 Euro, die bei einer Kündigung anfällt, absolut nicht tolerierbar. Diese Verwaltungsgebühr wird nach Informationen von Yuna jedoch nur dann fällig, sofern ein Restbetrag ausgezahlt werden soll.

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Das Yuna Team hat uns in einem Kommentar, den Sie unter diesem Beitrag finden, darüber informiert, dass die missverständliche Formulierung in der Gebührenübersicht inzwischen eindeutiger formuliert wurde.

Der Herausgeber der Yuna Card ist die Prepaid Services Company Ltd,. eine Tochtergesellschaft der paysafecard group. Die paysafecard group ist einer der führenden Anbieter von Prepaid-Lösungen in Europa.

Gebührenübersicht der Yuna Card beachten

Durch die monatliche Service-Pauschale empfiehlt sich ein Blick in die Gebührenübersicht der Yuna Card, denn die monatliche Servicepreis fällt nicht sofort ins Auge. Hier können sich also Kosten verstecken – ähnlich wie vergleichbaren Angeboten von Mitbewerbern.

Auch die Aufladegebühr sollte einkalkuliert werden, die den Kartenpreis indirekt beeinflusst. Tut man dies nicht, sind Yuna Card Erfahrungen Negativerfahrungen.

Hinweis: Yuna reagiert auf Kritik

Das Yuna Team hat mit einer Stellungnahme auf unseren ursprünglichen Beitrag reagiert und missverständliche Passagen in der Gebührenübersicht (weiterführend) erläutert.

Das Preisgefüge der Prepaid-Karte ist jetzt übersichtlicher strukturiert und die anfallenden Kosten sind jetzt deutlich erkennbar. Ganz klar also ein Schritt in die richtige Richtung. Künftige Erfahrungen mit der Yuna Card könnten nun also deutlich positiver ausfallen. Hier finden Sie eine komplette Übersicht der Gebühren und Limits.


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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.