Zahl der Aktionäre in Deutschland geht weiter zurück

Als ich vor ein paar Tagen die aktuellen Zahlen des Deutschen Aktieninstituts las, musste ich mich – wieder einmal – sehr wundern. Die Aktienkultur in Deutschland kommt einfach nicht voran. Im Gegenteil.

Zahl der Aktionäre in Deutschland erneut gesunken

2014 brachte für die deutsche Aktienkultur einen weiteren Rückschlag. Die Zahl der Aktienanleger ging weiter zurück. Nur noch 8,4 Mio. Menschen in Deutschland (13,1% der Bevölkerung über 14 Jahre) sind in Aktien oder Aktienfonds investiert – rund 500.000 weniger als noch ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Anleger, die direkt in Aktien investiert sind, ging um 400.000 auf nur noch 4,1 Mio. zurück (6,4% der Bevölkerung). Besonders stark sank dabei die Zahl der jüngeren Anleger. Die Aktienquote gesamten Geldvermögen liegt gerade einmal bei 7%.

Für mich sind das erschreckende Zahlen. Die positive Entwicklung an den Börsen geht an den deutschen Anlegern fast komplett vorbei. Nicht einmal die historisch niedrigen Zinsen können sie dazu bewegen, sich am Aktienmarkt zu engagieren. Dabei kostet dieses extrem konservative Denken die Deutschen unter dem Strich richtig viel Geld.

Konservatives Denken kostet Anleger viel Geld

Christine Bortenlänger, Präsidentin des Deutschen Aktieninstituts, rechnet vor: Hätten die deutschen Anleger seit 2001 nur jeden vierten Euro in Aktien investiert, statt ihn aufs Sparbuch zu packen, wäre das Geldvermögen der Deutschen heute um mehr als 100 Mrd. Euro höher.

Falls auch Sie mit Aktieninvestments bislang eher zurückhaltend waren, ist das zwar schade, aber kein Grund sich zu ärgern. Besser ist es etwas zu ändern. Denn es ist keineswegs zu spät, sich am Aktienmarkt zu engagieren.

Aktien sind langfristig die mit Abstand beste Anlageklasse

Halten Sie sich vor Augen: Aktien sind langfristig die mit Abstand beste Anlageklasse. Trotz aller Krisen und Rückschläge bringen Aktien im Schnitt eine durchschnittliche Rendite von rund 8% pro Jahr. Und das ist nur der Durchschnitt. Da kann keine andere Anlageform mithalten.

Viele Anleger sehen die Aktie als spekulativ an. Dabei sind die Dividendenpapiere nichts anderes als eine Unternehmensbeteiligung. Die Börse bietet Ihnen als Anleger die Möglichkeit, sich bereits mit überschaubaren Beträgen an der Geschäftsentwicklung erstklassiger Unternehmen zu beteiligen.

Leider lassen viele Anleger diese Chancen ungenutzt verstreichen. Was viele Anleger von einem Investment abhält: Aktienkurse schwanken, was sich täglich an den Börsennotierungen unschwer erkennen lässt.

Wichtig ist, investiert zu sein

Doch gerade auf lange Sicht spielen diese Schwankungen keine Rolle. Je langfristig Sie investieren, desto geringer ist das Risiko, Verluste zu erzielen.

Erstaunlicherweise ist das Timing, also der Zeitpunkt des Einstiegs, weniger wichtig, als die meisten Anleger denken. Gerade wer kontinuierlich investiert, fährt gut. Den Rest erledigt auf lange Sicht der Zinseszinseffekt.

Wichtig ist, investiert zu sein. Auch und gerade in der aktuellen Situation bleiben Aktien aussichtsreich. Ich kann Ihnen nur raten, Geld, das Sie langfristig anlegen können, in Aktien zu investieren. In Rendite Trends gebe ich Ihnen immer wieder Tipps, wie Sie dabei vorgehen sollten, und stelle Ihnen aussichtsreiche Investments vor.

19. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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