Zeit für den Einstieg: Wann dreht Gold wieder nach oben?

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Goldbullen wurden in den letzten Tagen eingeschmolzen und wichtige Unterstützungen durchbrochen. Was den Goldpreis jetzt noch auf Kurs hält. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Gold ist die letzten Tage richtig unter die Räder gekommen. Da wurden die Bullen eingeschmolzen. Wichtige Unterstützungen durchbrochen. Was hält den Goldpreis jetzt noch auf Kurs?

EMA-200: Gold prallt an Durchschnittslinie nach oben ab

Die gewichtete 200-Tageslinie hat heute die Bären aufgehalten. Tiefer als 1.800 US-Dollar durfte es heute nicht gehen. Ist das schon das Ende des Abverkaufs?

Sie sehen den rasanten Anstieg im Sommer. Wir starteten aus der aktuellen Preiszone heraus eine unglaubliche Rallye auf fast 2.080 US-Dollar. Die aktuelle Preiszone? Ja, bei 1.800 US-Dollar gab es tatsächlich eine gewisse Seitwärtsphase – wenn auch nur über gut eine Woche. Aber immerhin! Deshalb war dort heute auch wohl Schluss. Die EMA-200 wird zusätzlich geholfen haben; wenngleich die bei Gold selten eine deutliche Funktion hat.

Beim eingezeichneten Pfeil hatten wir eine Aufwärtsbewegung angekündigt. Diese kam auch bis über 1.960 US-Dollar, wurde dann aber mit der US-Wahl komplett nach unten gedrückt.

Sind wir schon am unteren Ende angekommen und können kaufen?

Jein. Barrick Gold zeigt zum Beispiel, dass heute Gegenwind in die fallenden Kurse kam. Es gab seit langer Zeit wieder eine größere grüne Kerze. Das ist positiv!

Die Aktie von Barrick Gold hatte am heutigen Tiefim Februar einen Hochpunkt gesetzt. Das wirkte heute unterstützend. Ebenso waren die Juni-Tiefpunkte in dieser Zone. Ich habe heute eine erste Position gekauft bei knapp über 23 US-Dollar. 30 Prozent Gewinn wären damit durchaus machbar, wenn die Aktie wieder Richtung 30 US-Dollar steigt.

Doch das muss nicht sofort passieren. Auch wenn die Kryptowährungen derzeit durch die Decke gehen, ist Gold der Verlierer. Gehen Sie nicht davon aus, dass wir bei Barrick Gold Ende des Jahres schon wieder bei 30 US-Dollar sind. Das kann sich noch etwas ziehen.

Mögliche Kaufmarken bei Gold

Wenn wir heute noch nicht das Tief im Gold gesehen haben, dann vielleicht bei 1.765 US-Dollar. Dort liegt das 50er Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung seit dem Corona-Tief. Gleichzeitig sehen wir dort das Hoch vom Mai.

Es wäre also nicht utopisch, wenn Gold noch weitere 40 US-Dollar abgeben würde, bevor wir wieder nachhaltig steigende Kurse sehen.

Theoretisch – und jetzt müssen Sie sich festhalten – könnten wir sogar noch bis 1.266 US-Dollar fallen und wären immer noch langfristig bullisch. An diesem Punkt liegt das 78,6er Retracement von 10-Jahrestief zum Allzeithoch. Dass es soweit nach unten geht, erwarte ich nur in extrem seltenen Fällen.

Die Notenbanken fluten weiterhin den Markt. Eine erhöhte Geldmenge sollte den Goldpreis stützen, wenn nicht sogar deutlich über 2.000 US-Dollar schieben. Langfristig ist Gold auch weiterhin ein Kauf zur Absicherung. Nur ist die aktuelle politische Lage eher beruhigend und somit wird das auch Edelmetall gemieden.

Sollten wir wieder die Kurve nach oben kriegen, ist auf jeden Fall das Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar ein attraktives Ziel. Das wird aber erst spannend, sobald wir über der ehemaligen Unterstützung bei 1.850 US-Dollar notieren. Sehen Sie einen Tagesschlusskurs in dieser Zone, können Sie auf einen weiteren Anstieg spekulieren. Wer so wie ich heute schon auf einen steigenden Goldpreis setzt, sollte das mit bewusstem Risiko und kleiner Position umsetzen. Schließlich haben wir noch nicht einmal eine grüne Tageskerze beim Gold – nur bei Barrick Gold. Von einer eindeutigen Umkehr sind wir also mindestens noch einen Tag entfernt!

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Gold mit kurzfristigem Anstieg – aber das muss nicht so bleibenZuletzt war der Goldpreis etwas schwächer. Doch dank der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen geht es beim Gold wieder nach oben. › mehr lesen


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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