Zentralismus in der Republik Europa

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Sogenannte Populisten stellen sich immer mehr gegen die EU-Machteliten. Doch was ist Populismus überhaupt? Hier erfahren Sie es. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Wir haben Ihnen bisher aufgezeigt, wie und warum die EU-Technokraten und Brüsselaner die Vereinigten Staaten von Europa anstreben. Und welche Risiken bestehen.

Vor allem aber, dass die Vielvölkerstaaten in der Vergangenheit alle gescheitert sind. Siehe Sowjetunion oder Jugoslawien.

Kampfbegriff Populismus

Diejenigen, die sich gegen den Brüsseler Moloch, einen Einheits-Superstaat stellen und für den Erhalt der vielfältigen Nationalstaaten kämpfen, werden schnell als Populisten gebrandmarkt und beschimpft. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff tatsächlich?

Und wer ist letztlich Schuld daran, dass es einen solchen Populismus überhaupt gibt? Die Fakten werden Sie erstaunen.

Die Krux mit den sogenannten Populisten

Der Begriff Populismus kommt aus dem lateinischen populus für Volk. In den Sozialwissenschaften wird dieser Begriff auch als ein spezifischer Politikstil, als eine Form politischer Rhetorik oder als eine Strategie zum Machterwerb bezeichnet. Oder als Teil verschiedener politischer Ideologien.

Sie sehen also, dass der Populismus-Begriff einst das Volk meinte, beziehungsweise Politiker, die dem Volke nach dem Mund reden, was ja grundsätzlich nicht falsch sein muss.

Die deutsche Auslegung von Populismus

In Deutschland hingegen ist Populismus und Populist zu einem Schimpfwort, zu einem Schlagwort und Kampfbegriff gegen alles und alle geworden, die die vorherrschende (Regierungs-)Politik kritisieren.

Tatsächlich lehnen in diesem Sinne viele Populisten Machteliten (z.B. die EU-Eliten und Institutionen (EU) ab.

Populismus betont das „ihr da oben“ und „wir da unten“

Populismus wird dazu benutzt, um dem Gegensatz zwischen dem Volk (da unten) und der Elite (da oben) zu betonen. Und ist damit oft Ausdrucksform und Stilmittel von Protestparteien. So auch für den Links- und Rechtspopulismus.

Was Ihnen herkömmlich auch noch verschwiegen wird: Ursache für Populismus ist vor allem fehlende Bürgernähe sowie eine Distanz zwischen den Interessen einer Gemeinschaft und der Regierenden. Also des Establishments. Kurzum: Politiker sind selbst schuld daran, dass es Populisten überhaupt gibt.

Übrigens: Im Sinne dieses Artikels ist auch ein Populist jener, der dem Brüsseler Superstaat nicht zustimmt.

Das wollen die EU-Technokraten wirklich

Wenn Sie mit in die Jubelstürme der EU-Technokraten hinsichtlich der Vereinigten Staaten von Europa einstimmen wollen, müssen Sie folgendes wissen:

  1. Die nationale Identität jedes Volkes im Staatenverbund wird miteinander verschmolzen
  2. Die einzelnen Nationalstaaten selbst aufgelöst

Das sind nur zwei Ziele. Aber die stehen sinnbildlich für den Moloch EU.

Europa muss erhalten bleiben – nur anders

Viele meinen hingegen: Die Nationen Europas sollten in ihrer Vielfalt erhalten bleiben und nicht gleichgemacht werden. Sie sollten weiter voneinander lernen, miteinander kooperieren und sich vor allem gegenseitig helfen und den Wertekanon von Toleranz, Menschenrechte aufrechterhalten.

Vergessen Sie dabei nicht: Auch der Respekt vor der Verschiedenheit ist ein europäischer Gedanke.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.