Zins-Anstieg in den USA kann Goldpreis unter Druck setzen

Wer in diesen Tagen an die Finanzmärkte blickt, hat vor allen Dingen ein Thema im Fokus: Donald Trump als neuer US-Präsident.

Doch eines ist auch klar: Diese Personalie bewegt zwar die Finanzmärkte, aber es gibt weltweit gesehen noch sehr viel mehr Faktoren, die aktuell die Finanzmärkte bewegen.

Ein Faktor ist dabei immer die US Notenbank. Dabei kommt die Fed in dieser Woche zu einer Sitzung zusammen, bei der wieder einmal eine Zins-Entscheidung ansteht.

Dies wird die 1. Sitzung unter dem neuen Präsidenten Donald Trump sein.

Die meisten Experten erwarten nach dem zuletzt erfolgten Zinsschritt keine weitere Zins-Erhöhung der US-Währungshüter.

Dennoch tauchen jetzt immer weitere Prognosen auf, die eine rasche Erhöhung der Zinsen in den USA erwarten. Spannend ist hierbei ein Ausblick der Rohstoff-Experten von BNP Paribas.

Neue Prognose: Goldpreis kann auch noch einmal deutlich fallen

Die sehen v. a. für das kommende Jahr 2018 ein besonders großes Potenzial bei Zins-Erhöhungen.

Nach Ansicht der Experten könnte die US-Notenbank im kommenden Jahr die Zinsen in jedem Quartal um einen Zinsschritt erhöhen.

Die Folgen dieser raschen Zins-Erhöhungen liegen nach Ansicht der Experten von BNP Paribas auf der Hand:

Der Dollar würde durch diese Politik klar gestärkt und der Goldpreis würde massiv geschwächt.

Hier halten die Experten ein Abrutschen auf 1.000 Dollar pro Unze für möglich. Nun ist das sicherlich nur eine weitere Prognose im Rohstoff-Sektor.

Aber die Experten von BNP Paribas lagen im 4. Quartal 2016 besonders gut mit ihren Prognosen.

Ein wichtiger Faktor ist aktuell sicherlich auch die weitere Entwicklung in China: Dort laufen jetzt die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr.

Für den Investment-Alltag heißt das einfach, dass viele Chinesen jetzt Urlaub haben und etliche Märkte auch längere Zeit geschlossen sind.

Chinas Wachstums-Story ist langfristig intakt – das ist gut für Rohstoffe insgesamt

Damit dürfte kurzfristig die physische Goldnachfrage eher schwach notieren. Aber China ist immer noch eine beeindruckende Wachstums-Story, die noch lange nicht vorbei ist.

Gerade das massive Aufkommen der chinesischen Mittelschicht ist ein ganz entscheidender Faktor, der eben den Rohstoffmarkt als Ganzes beeinflusst – und nicht nur die Edelmetalle.

Was uns hier noch bevorsteht, werde ich Ihnen in der kommenden Woche an dieser Stelle ausführlich vorstellen.

1. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Heiko Böhmer. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt