Zu den Krisengewinnern gehören Barrick Gold und Newmont Goldcorp

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Beide Unternehmen profitieren in der Corona-Krise von einem deutlich höheren Goldpreis und Kosteneinsparungen. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Barrick Gold präsentierte gute Zahlen. Im 1.Quartal erhöhte sich der Umsatz um 30% auf 2,7 Mrd. $. Der Gewinn wuchs sogar um 260% auf 400 Mio. $. Die Liquiditätslage konnte sich durch die Steigerung des Cashflows um 71% auf 889 Mio. $ ebenfalls verbessern. Die gute Geschäftsentwicklung veranlasste das Management die Quartalsdividende um 40% auf 0,07 $ pro Aktie zu erhöhen.

Auf allen Absatzmärkten und in fast allen Segmenten konnte der Umsatz kräftig gesteigert werden

Dabei nahm der Verkauf von Gold mit einer Umsatzsteigerung von 36% auf 2,6 Mrd. $ deutlich an Fahrt auf. Dies liegt insbesondere an der positiven Entwicklung des Goldpreises sowohl am Termin- als auch am Kassamarkt. Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen ließen die Umsatzkosten unterproportional steigen. Außerdem konnte die Profitabilität mit einer EBITDA-Marge von 54% untermauert werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 68% ist die Finanzlage äußerst positiv zu bewerten. Barrick Gold hat seine gesamten Anteile von 90% an dem Massawa-Projekt in Senegal Teranga Gold Corporation für 430 Mio. $ verkauft.

Trotz der Corona-Krise nahm die Aktie an Dynamik auf

Der Vorstandsvorsitzende Mark Bristow kündigte an, unrentable Minen bis Ende 2020 abzubauen. Dazu könnte auch die Tongon-Mine in der Elfenbeinküste gehören. Zwar legte das Management noch keine genauen Zahlen für 2020 vor, dennoch wird die Corona-Krise den Geschäftsverlauf wahrscheinlich nicht signifikant beeinflussen.

Unternehmensporträt

Barrick Gold ist durch die im März 2006 vollständig vollzogene Fusion mit Placer Dome zum größten Goldproduzenten weltweit aufgestiegen. Im Januar 2019 wurde die Marktführerschaft durch die Fusion mit Randgold Resources gefestigt. Die Tochtergesellschaft Acacia Mining, an der Barrick rund 64% hält, ist an der London Stock Exchange gelistet. Die vermuteten Goldreserven betragen rund 62 Mio Unzen. Hauptsitz ist Toronto, Kanada.

Newmont Goldcorp präsentierte für das 1. Quartal gute Zahlen

Der Umsatz ist um 43,2% auf 2,6 Mrd. $ erhöht worden. Der Gewinn konnte sogar um 627% auf 822 Mio. $ wachsen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 478% auf 839 Mio. $. Auch die Liquiditätslage verbesserte sich durch den Cashflowzuwachs um 64,4% auf 939 Mio. $. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung beschloss das Management eine Dividendenerhöhung von 78,6% auf 0,25 $ pro Aktie. Auf fast allen Absatzmärkten und in allen Segmenten konnte der Umsatz kräftig zulegen. Zudem profitierte das Unternehmen von einem deutlich höheren Goldpreis. Die Umsatzkosten stiegen unterproportional.

Die hohe EBIT-Marge untermauert die Profitabilität

Zwar stiegen die Gewinne enorm, dennoch waren der Haupttreiber für den rasanten Anstieg Verkäufe aus dem Anlagevermögen. Ohne diesen Sondereffekt hätte diese Gewinnsteigerung nicht in diesem Umfang stattgefunden. Der Verschuldungsgrad konnte leicht reduziert werden und zeigt eine solide Finanzierungsstruktur. Nach der erfolgreichen Akquisition und Integration von Goldcorp und der Gründung des Joint Ventures Nevada Gold Mines wurde die Marktkapitalisierung fast verdoppelt. Das Projekt- und Explorationsportfolio ist erheblich erweitert worden.

Im Laufe des Geschäftsjahres sollen Aktien im Wert von 1 Mrd. $ zurückgekauft werden. Das könnte die Dividende und den Gewinn pro Aktie positiv beeinflussen.

Unternehmensporträt

Durch die Übernahmen der Goldproduzenten Normandy, Franco-Nevada und Goldcorp ist Newmont zum Weltmarktführer in der Goldindustrie aufgestiegen. Das Unternehmen besitzt Goldminen weltweit, darunter größere Minen wie Newmont Gold in Nordamerika und Yanacocha in Peru. Die Goldreserven betragen schätzungsweise rund 110 Mio. Unzen. Hauptsitz ist Denver, Colorado.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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