Zum Ende der Berichtssaison lohnt der Blick auf Kleinwerte

Während die Volkswagen AG heute schwache Quartalszahlen verkündete, lohnte sich der Blick in die hinteren Börsenreihen.

So legte die Isra Vision AG (WKN: 548810) starke Halbjahres-Zahlen zu ihrem Geschäftsjahr 2015/2016 vor.

Isra zählt zu den weltweit führenden Unternehmen für die industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision) sowie in der Oberflächen-Inspektion von Bahnmaterialien.

Während der Konzern-Umsatz im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum in den ersten 6 Monaten um rund 10% auf 53,3 Mio. € stieg, erhöhte sich der Gewinn vor Steuern (EBT) sogar um 14% auf 10,3 Mio. €.

Ebenso positiv: Der operative Cash-Flow verbesserte sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres von 7,3 Mio. auf 13,9 Mio. €. Und auch die Aussichten auf das 2. Halbjahr stimmen.

Dank starker Auftrags-Eingänge stieg der Auftrags-Bestand von 65 Mio. auf über 85 Mio. €.

Breite regionale Aufstellung

Für Optimismus sorgt zudem die breite regionale Aufstellung von Isra. Während sich in Asien und in Europa die Nachfrage auf hohem Niveau fortsetzte, entwickelte sich auch die Auftragslage auf den amerikanischen Märkten weiter positiv.

Um die südamerikanischen Märkte noch besser zu erschließen, prüft das Unternehmen zusätzlich zum Standort in Brasilien neue Expansions-Möglichkeiten in angrenzenden Ländern.

Weiterer Vorteil von Isra: Das Unternehmen wächst gleichermaßen in den beiden Segmenten Surface Vision und Industrial Automation.

Im letztgenannten beliefert Isra vor allem die internationale Automobil-Industrie sowie branchenführende Unternehmen weiterer Industrien mit Systemen zur effizienten Automatisierung.

In diesem Segment stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 23% auf 11,8 Mio. €, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 26% auf 2,3 Mio. €.

Gezielte Übernahmen

Das Segment Surface Vision trägt weiterhin den größten Anteil zum Umsatz bei: Er stieg hier um 6% auf 41,5 Mio. €. Das EBIT verbesserte sich um 10% auf 8,3 Mio. €.

Neben dem organischen Wachstum setzt Isra auch auf gezielte Übernahmen.

Im Fokus stehen dabei Unternehmen, die eine sinnvolle Erweiterung des Technologie- und Produkt-Portfolios, eine Vergrößerung der Marktanteile, die Erschließung neuer Märkte sowie eine effiziente Integrierbarkeit erwarten lassen.

Um hier schneller zu Erfolgen zu kommen, will Isra nun sein Führungsteam um eine zentrale Management-Position erweitern.

Sie sehen: Neben dem guten Halbjahres-Ergebnis zeigt auch dieses Vorhaben das nachhaltige Vorgehen von Isra.

31. Mai 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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