Zumtobel: Aktie und Gewinn legen deutlich zu

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Die Aktie des österreichischen Licht-Spezialisten Zumtobel bleibt volatil. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Über den österreichischen Licht-Spezialisten Zumtobel habe ich an dieser Stelle noch nicht geschrieben. Daher möchte ich Ihnen kurz das Unternehmen und das Geschäftsmodell vorstellen, bevor ich auf die vorgestern vorgelegten aktuellen Zahlen eingehe und mit Ihnen auf die Zumtobel-Aktie blicke.

Die Zumtobel Group ist ein international tätiges Unternehmen, das führender Anbieter von innovativen Lichtlösungen, Lichtkomponenten und den dazugehörigen Services ist. Mit ihren Kernmarken Zumtobel, Thorn und Tridonic bietet die Unternehmensgruppe ihren Kunden in aller Welt ein umfassendes Produkt- und Serviceportfolio.

In vielen Bereichen mit führender Rolle

Im Leuchtengeschäft ist das Unternehmen mit den Marken Thorn und Zumtobel europäischer Marktführer. Mit der Technologiemarke Tridonic nimmt das Unternehmen in der Herstellung von Hard- und Software für Beleuchtungssysteme (LED-Lichtquellen, LED-Driver, Sensoren und Lichtmanagement) eine weltweit führende Rolle ein.

Das Service-Angebot der Zumtobel Group ist eines der umfassendsten der gesamten Lichtbranche: Dienstleistungen wie die Beratung zu intelligenten Lichtsteuerungen und Notlichtanlagen, Licht-Contracting, Design-Services, Projektmanagement für schlüsselfertige Lichtlösungen sowie neue, datenbasierte Dienstleistungen mit Fokus auf der Vernetzung von Gebäuden und Städten mittels der Licht-Infrastruktur.

Die Unternehmensgruppe ist an der Wiener Börse notiert und beschäftigt aktuell rund 5.900 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,16 Mrd. Euro. Der Unternehmenssitz ist in Dornbirn (Vorarlberg).

Verdreifachung des Gewinns im 1. Quartal

Zumtobel hat im zurückliegenden 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 (bis Ende April 2020) bei einer leichten Umsatzsteigerung um 1,1% auf 296,4 Mio. Euro den Nettogewinn von 2,8 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro mehr als verdreifacht.

Die Umsatzrendite stieg von 3,4 auf 5,3%. Nach Unternehmensangaben haben zu dem guten Ergebnis vor allem die Kernmärkte Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH-Region) mit einem Umsatzplus von 5,6% beigetragen.

Bei dem um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes EBIT) erwirtschaftet die Zumtobel-Gruppe mit 15,8 Mio. Euro ein Plus von 58,4% gegenüber dem 1. Quartal 2018/19. Laut Zumtobel-Chef Alfred Felder ist es gelungen, den im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 begonnenen Wachstumskurs fortzuführen.

Unser Ziel für das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 ist es, leicht zu wachsen und unsere Profitabilität weiter zu verbessern, heißt es. Die bereinigte EBIT-Marge soll auf 3 bis 5% Prozent (Geschäftsjahr 2018/19: 2,4%) gesteigert werden.

Mittelfristig soll eine EBIT-Marge von ca. 6% (zum Geschäftsjahr 2020/2021) erreicht werden. Die Aktie des Leuchtenherstellers zog nach Vorlage der guten Q1-Zahlen spürbar an. Dennoch notiert das Papier aktuell noch deutlich unter den Höchstständen von Sommer 2017 als die Aktie bei rund 20 Euro notierte. Werden die operativen Ziele erreicht, dürfte die Aktie aber wohl noch ein Stück weiter nach oben klettern.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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