Zurück im Trend: Was bedeutet das?

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Der DAX kämpft sich zurück. Doch bis wohin kann er jetzt steigen? Worauf müssen Sie jetzt achten? Das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Der Titel ist zwar richtig, aber die Zurückeroberung bezieht sich leider nicht auf einen Aufwärtstrend, sondern auf den ehemaligen mittelfristigen Abwärtstrend!

Doch auch dies ist positiv zu werten! Denn der DAX drohte zwischen Weihnachten und Silvester nach unten abzukippen und den mittelfristigen Abwärtstrend dynamisch nach unten zu verlassen.

Das ist jetzt zunächst Geschichte und bedeutet, die Gefahr von 4-stelligen DAX-Ständen ist vorerst gebannt!

Wie es jetzt vor dem Hintergrund eines unklaren Brexit und immer noch ungelösten Handelskonfliktes zwischen den USA und China weitergehen kann, das analysieren wir zunächst mit einem Blick auf den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Die Treppe!

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index habe ich Ihnen einen kurzfristigen Aufwärtstrend seit dem Tiefpunkt vom 27. Dezember eingezeichnet (blauer Trend).

Auffällig ist die Treppenstruktur im Trend. Nach längeren Seitwärtsphasen innerhalb einer gewissen Trading-Range (schraffierte Zonen) wurde die Konsolidierungszone an der Oberseite (roter und grüner Punkt) überwunden. Es folgten jeweils 2-3 sehr dynamische Aufwärtstage, bevor der Index sich wieder in eine Seitwärtskonsolidierung zurückzog.

Die Frage ist jetzt, ob sich erneut eine im Niveau höher liegende Seitwärtsphase ausbildet. Das kann der kurzfristige Chart noch nicht beantworten.

Allerdings bleibt die untere blaue Trendlinie als Unterstützung erhalten. Sollte sie gebrochen werden, dann ist die Aufwärts-Treppe zerstört! Die vorherigen Seitwärtszonen wirken dann als Unterstützung.

Achten Sie also auf diese Trendlinie!

Ziele an der Oberseite sind aus dem kurzfristigen Trend ebenfalls nicht abzuleiten. Betrachten wir dazu das mittelfristige Chartbild vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

In den Abwärtstrend zurückgekämpft!

Sie erkennen im mittelfristigen Chartbild, dass der DAX zwischen Weihnachten und Silvester die untere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends (roter Trendkanal) sogar recht deutlich nach unten verlassen hatte!

Mittlerweile gelang ihm der Wiedereintritt in diesen Trendkanal!

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Weil die Umsätze zwischen den Feiertagen immer sehr dünn sind, kann der kurze Ausreißer nach unten als charttechnisches Fehlsignal gewertet werden!

Aktuell befindet sich der Index etwa in der Mitte des unteren Abwärtsbandes (bis zur hellroten Trendlinie).

Kurzfristige Unterstützung kommt von der grünen 11.000er-Marke und Widerstand von der hellroten Trendlinie. Erst, wenn ihm der Sprung über diese Trendlinie gelingt, dürfen Sie mit weiteren Kurssteigerungen rechnen (hellroter Punkt).

Als Ziel kämen dann 11.800 Punkte in Betracht (blaue Linie). Dort hatte der DAX-Index in Februar/März vergangenen Jahres seinen Boden gefunden!

Deshalb können Sie davon ausgehen, dass dieser Widerstand nicht ohne Konsolidierung genommen werden kann.

Aktuell ist Abwarten und Beobachten angesagt.

Zum Abschluss noch ein Blick in den Langfristchart vom DAX-Index:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Neue Tradingzone!

Im langfristigen immer noch voll intakten Bullenmarkt (übergeordneter dunkelblauer Trendkanal) sehen Sie rechts die aktuell ablaufende scharfe Korrektur!

Von seinem Tiefpunkt (rote Horizontale) hat sich der DAX ein gutes Stück erholen können. An der Oberseite sehen Sie jetzt deutlich, warum die 11.800er-Marke – wie bereits in der mittelfristigen Bertachtung beschrieben – nicht so einfach überwunden werden kann.

Denn dort wendete der DAX nicht nur im vergangenen 1. Quartal, sondern auch im Sommer 2017!

Das bedeutet, Sie sollten bei Erreichen der 11.800 Punkte Ihre Long-Positionen zunächst einmal schließen und eine Konsilidierung abwarten!

FAZIT:

Natürlich beschäftigen uns auch nach wie vor der Brexit und derHandelskonflikt zwischen USA und China. Nachrichten von beiden Fronten können und werden die Aktienmärkte beeinflussen. Achten Sie darauf!

Deshalb mein Rat: Bei Überwinden etwa der 11.400 (hellrote Linie aus dem mittelfristigen Chartbild) sollten mutige Anleger Longpositionen maximal bis zu 11.800 halten.


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!