Zwangsabgaben und Vermögenssteuer drohen

Nun will auch diese Regierung zuschlagen. Nur die "Linke" ruft sehr laut, aber Regierung nimmt Vorschläge zu Vermögensteuern gerne auf. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Hintergrund der jüngsten Debatte ist die neue politische Landschaft in Deutschland.

Rot-Grün, sogar die Linke sind stärker geworden und üben Druck aus.

Neue Konstellation: Nordrhein-Westfalen

Die Bundesregierung nimmt den Druck gerne auf, denn sie braucht Geld. Mehr denn je. Einzelne Stimmen zeigen dies. Vor allem aber: diesmal wird es wieder ernst für uns, da auch andere EU-Staaten solche Abgaben einführen.

Vorreiter ist Spanien. Dort wird es eine Vermögenssteuer geben. Auch Griechenland diskutiert schon. Spätestens dann aber, wenn auch Frankreich solche Abgaben einführt, fällt auch bei uns die Regierung. Dann wird es laufen wie von 1949 bis 1979.

Immobilien bleiben Steuersparmodell

Vermögende müssen beispielsweise als “Lastenausgleich” Abgaben auf Grundbesitz oder Unternehmensbeteiligungen zahlen. Von 1949 bis 1979 waren dies gleich 120 gleichbleibende Quartalsraten. Es ging immerhin um die Hälfte des Vermögens…

Dagegen lässt sich nur wenig unternehmen. Die Kombination “Reich” und “Abgabe” ist auch politisch bestens zu verkaufen. Aber: selbst wenn Immobilien so bestraft werden, lohnen sich jetzt – auch aus steuerlicher Hinsicht – Käufe.

Denn: Die Steuer wird nicht so stark wie früher ausfallen. Unsere Spekulation: Politiker und Regierungsbeamte haben heutzutage selbst Immobilien.

Politisch motivierte Steuererhöhungen werden wir in den nächsten Monaten und Jahren zuhauf erleben.


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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.