Zwei Aktien aus dem Dienstleistungssektor auf die Sie zählen können

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Beide Unternehmen haben überzeugende Zahle vorgelegt und ich erwarte für 2019 neue Rekordergebnisse. (Foto: Stock Asso /shutterstock.com)

Amadeus FiRe hat für das 1. Halbjahr hervorragende Zahlen vorgelegt und konnte mich auf breiter Front überzeugen.

Der Umsatz stieg um 13,4% auf rund 110,9 Mio. €. Das operative Ergebnis legte um 31,4% auf 20,9 Mio. € zu. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 15,5% auf 2,23 € pro Aktie. Der vorgelegte Halbjahresbericht ist tadellos. Trotz der abnehmenden Dynamik am Arbeitsmarkt bleibt der Fachkräftemangel bestehen, und Amadeus profitiert vom Nachfrageüberhang für qualifiziertes Personal.

Der Fachkräftemangel spielt Amadeus in die Hände

Die Rekrutierung wird in Zukunft für viele Unternehmen eine zentrale Herausforderung bleiben. Die demografische Entwicklung in Deutschland wird die Knappheit an qualifiziertem Personal langfristig noch verschärfen und somit die zur Verfügung stehende Anzahl an Erwerbstätigen und qualifizierten Fachkräften weiter begrenzen. Auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint: Durch den Mangel an Fachkräften am Arbeitsmarkt wird der Personalvermittlungsmarkt für qualifizierte Fach- und Führungskräfte in Summe wachsen.

Für Amadeus ist das eine Garantie, selbst in einem konjunkturell abkühlenden Wirtschaftsumfeld überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen zu können. Die Erfolge wird der Konzern – wie gewohnt – an seine Aktionäre mittels attraktiver Dividenden weitergeben.

Aufgrund der herausragenden Zahlen, der aktionärsfreundlichen Unternehmensführung, der tadellosen Bilanz und der guten Aussichten erwarten ich auch in Zukunft herausragende Ergebnisse.

Unternehmensporträt

Amadeus FiRe ist als Personal-Dienstleister auf qualifizierte kaufmännische Fach- und Führungskräfte mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen spezialisiert. In den Bereichen Zeitpersonalservice, Personalvermittlung und Interims-Management unterstützt Amadeus FiRe deutsche und international renommierte Unternehmen bundesweit mit qualifizierten Fach- und Führungskräften.

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA hat für das 1. Halbjahr überzeugende Zahlen vorgelegt

Der Umsatz stieg um 7,7% auf 272 Mio. €. Unterm Strich konnten die Verluste um mehr als 80% reduziert werden. Was auf den ersten Blick wie ein Makel aussieht, ist in Wahrheit ein großer Erfolg. CEWE entwickelt sich traditionell in den ersten Monaten defizitär. Die Geschäfte laufen erst nach den Sommerferien und im Weihnachtsgeschäft richtig an. Wenn es der Konzern aber schafft, seine Verluste im 1. Halbjahr gering zu halten, dann fallen die Jahresergebnisse umso besser aus.

Besonders gut hat sich das CEWE-Fotobuch entwickelt. Mit einem Absatzplus von 8,3% konnten mehr als 2,5 Mio. Bücher verkauft werden.

CEWE gewinnt täglich neue Marktanteile hinzu und baut seine Marktführerschaft für Fotoprodukte stetig aus

Damit wird der Eintritt neuer Wettbewerber immer unwahrscheinlicher. Die Markteintrittsbarrieren sind im Online-Geschäft zwar grundsätzlich gering. Doch sobald ein Wettbewerber eine überragende Marktstellung erlangt hat, müssen neue Konkurrenten erhebliche Marketingaufwendungen tätigen, um Marktanteile abzuwerben.

CEWE hat diese überragende Marktstellung bei Online-Fotoprodukten erreicht und baut jetzt sein Angebotsportfolio mit verwandten Produkten und Dienstleistungen strategisch aus. Aufgrund der einfachen Skalierbarkeit des Geschäftsmodells steht dem erfolgreichen Wachstumskurs wenig entgegen. Dazu ist CEWE noch solide finanziert und überzeugt mit einer langfristigen Unternehmensausrichtung.

Unternehmensporträt

CEWE Stiftung & Co. KGaA wurde 1961 gegründet. Das Unternehmen entwickelt hauptsächlich Bilder für den Einzelhandel. Der Umsatzanteil der digitalen Produkte wächst stetig. Zu den wichtigsten Kunden zählen Bertelsmann, Foto Dose, Metro und REWE. Mit über 50.000 Handelspartnern in 24 europäischen Ländern hat sich CEWE zum führenden Foto-Dienstleister Europas entwickelt.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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