Amadeus FiRe und eBay: 2 Aktien, die sich stark entwickeln

So unterschiedlich die Geschäftsbereiche dieser beiden Unternehmen auch sind, eines haben sie dennoch gemeinsam: hohes Gewinn-Wachstum. (Foto: Studio Stock / shutterstock.com)

Amadeus FiRe hat sich im 1. Halbjahr hervorragend entwickelt: Der Umsatz stieg um 6,2% auf 88,7 Mio. €. Der Gewinn verbesserte sich dabei um 13% auf 1,82 € pro Aktie.

Besonders gut hat sich der Bereich der Personal-Dienstleistungen entwickelt: Hier konnte ein Umsatz-Plus von 44,4% auf 14,4 Mio. € erzielt werden.

Die Zeitarbeit verbesserte sich dagegen nur um 1,4% auf rund 60 Mio. €.

Amadeus FiRe: Ein klarer Trend ist erkennbar

Die ehemaligen Zeitarbeits-Verhältnisse werden schrittweise in Festanstellungen umgewandelt.

Diese Entwicklung ist politisch gewollt, stellt für Amadeus aber eine ernstzunehmende Herausforderung dar.

Denn mit einem Anteil von 75,9% macht die Zeitarbeit den Löwenanteil des Gesamt-Umsatzes aus.

Doch der Konzern ist auf alles vorbereitet. Die Zeitarbeit ist weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn sie etwas langsamer wächst.

Gleichzeitig verstärkt Amadeus seine Anstrengungen in der Personal-Vermittlung. Damit können selbst rückläufige Ergebnisse in der Zeitarbeit aufgefangen werden.

Für die 2. Jahreshälfte rechnet Amadeus mit einer gleichbleibend starken Entwicklung

Besonders große Wachstums-Impulse werden im Bereich der Fort- und Weiterbildung erwartet.

Dieser Bereich ist, saisonal bedingt, im Herbst und Winter deutlich stärker als in den Vormonaten.

Insgesamt wird Amadeus seine Ziele für das Gesamtjahr erreichen. Langfristig rechnen wir mit weiteren Wachstums-Impulsen durch die Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt.

Amadeus FiRe im Unternehmens-Porträt

Amadeus FiRe ist als Personal-Dienstleister auf qualifizierte kaufmännische Fach- und Führungskräfte mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen spezialisiert.

In den Bereichen Zeitpersonalservice, Personal-Vermittlung und Interims-Management unterstützt man deutsche und international renommierte Firmen bundesweit mit qualifizierten Fach- und Führungskräften.

eBay hat für das 1. Halbjahr überraschend gute Zahlen präsentiert

Der Internet-Konzern hat sich von der Abspaltung der PayPal-Tochter voll und ganz erholt.

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Auch wenn damit ein wichtiges Standbein weggefallen ist, kann sich eBay jetzt wieder stärker auf das eigentliche Kerngeschäft konzentrieren: das Online-Shopping.

Hier wurden zuletzt erstklassige Erfolge erzielt, die man eBay so eigentlich gar nicht mehr zugetraut hätte:

Der Umsatz stieg um 4,1% auf rund 4,6 Mrd. $. Der Gewinn verbesserte sich dabei um fast 1/4 auf 0,97 $ pro Aktie.

Neue Marketing-Strategie geht auf

Verantwortlich für die guten Zahlen war die veränderte Marketing-Strategie.

eBay möchte weg vom schmuddeligen Flohmarkt-Image und wieder als echter Wettbewerber im Online-Shopping wahrgenommen werden.

Die Strategie beinhaltet drei wesentliche Aspekte: zunächst wurde eine breit angelegte Werbekampagne gestartet, die eBay wieder als attraktive Plattform für Schnäppchenjäger darstellte.

2. bietet eBay jetzt über 15.000 Produkte mit einer Tiefpreis-Garantie an, um so dem Einzelhandel und Amazon größeren Druck zu machen.

Letztlich wurden sogar für manche Produkte eine Art eBay-Flatrate für Versandkosten eingeführt, ähnlich wie man es vom Erzrivalen Amazon kennt.

Insgesamt ging die Strategie auf: Der Marktplatz wird wieder beliebter, die Zahl der professionellen Anbieter steigt stetig an.

Auch wenn eBay höhere Sonderbelastungen drohen, ist der Konzern auf dem richtigen Weg.

Ebay im Unternehmens-Porträt

eBay ist der weltweit führende Anbieter von Online-Auktionen. Der Konzern hat es geschafft den Nervenkitzel des Auktionshauses in die Online-Welt zu übertragen.

Das Unternehmen bietet auf seiner Webseite Anbietern und Nachfragern die Möglichkeit alle Arten von Produkten zu handeln.

Nach der Abspaltung der Bezahl-Tochter PayPal konzentriert sich eBay jetzt gezielt auf seine Marktplätze im Internet.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.