Zwei aussichtsreiche Nischenplayer im Maschinenbau

Der Ausbau der Aktivitäten außerhalb der Druckindustrie zahlt sich für Technotrans immer mehr aus.

Umsatz und Gewinn entwickeln sich dynamisch. In den ersten 9 Monaten ist Technotrans profitabel gewachsen. Die operative Marge verbesserte sich von 3,9 auf 5,8%. Wachstumstreiber war die Sparte Technology und dort wiederum der Non-Print-Bereich. Vor allem das Geschäft mit der Laserindustrie zieht an.

Besonders erfreulich: Die Sparte erzielte im 3. Quartal erstmals seit Ende 2012 wieder ein positives operatives Ergebnis. In der Service-Sparte ging der Umsatz dagegen zurück, denn die installierte Basis im Print-Geschäft schrumpft. Mit einer Marge von 16,6% ist die Sparte aber immer noch die Renditestütze.

Die Jahresziele wurden im Wesentlichen bestätigt

Ein Umsatz von 110 Mio € und eine operative Marge von 4 bis 6%. Das Management sprach aber auch von einer hohen Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des oberen Endes der Spanne.

Wir halten diese Aussage für realistisch und haben unsere Gewinnschätzung erhöht. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Ergebnis weiter steigen. Eine konkrete Prognose wird das Unternehmen am 10. März mit Veröffentlichung des Jahresabschlusses abgeben.

Auf seinem Weg, die Abhängigkeit von der zyklischen Druckmaschinen-Industrie zu verringern, hat Technotrans die richtigen Entscheidungen getroffen.

Ziel ist es, den Umsatzanteil außerhalb der Druckindustrie mit Akquisitionen mittelfristig von aktuell 35 auf 50% zu erhöhen. Die Finanzierung weiteren externen Wachstums bereitet angesichts einer Nettoliquidität von 3,2 Mio € keine Probleme.

Unternehmensporträt

Die 1970 gegründete Technotrans ist ein Anbieter von Flüssigkeiten-Technologien sowie Peripheriegeräten für die Druckindustrie. Kernkompetenzen sind das Temperieren, Filtrieren und Separieren, Messen und Dosieren von Flüssigkeiten sowie die dazugehörende Steuerungs- und Prozesstechnik.

Neben der Druckindustrie gehören die Laser- und Autoindustrie, der Maschinenbau und die Medizintechnik zum Kundenkreis. Technotrans ist in 13 Ländern vertreten.

Dr. Hönle lag mit seinen Jahreszahlen in der Mitte der im Mai prognostizierten Spannen

Der Umsatz stieg um 6,2% auf 82,1 Mio € und das operative Ergebnis um 23,1% auf 9,5 Mio €. Das Ergebnis wäre noch höher ausgefallen, hätte die Tochter Raesch Quarz nicht einen operativen Verlust von 2,26 Mio € melden müssen.

Der Jahresgewinn ging dagegen zurück. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass im Vorjahr Sondereffekte bei den Finanzerträgen von 1,5 Mio € sowohl Vorsteuer- als auch Nettoergebnis begünstigt haben.

Weiteres Wachstum erwartet

Mit seinen Härtungssystemen für Klebstoffe verspricht sich das Unternehmen weiteres Wachstum in den Märkten Digitaldruck, Automotive, Smartphones und Smartcards. Darüber hinaus hat Dr. Hönle gute Chancen, sich den Halbleiter- und Glasfasermarkt mit seinen qualitativ hochwertigen Quarzglasprodukten weiter zu erschließen.

Im Bereich Offsetdruck rechnet Dr. Hönle mit einer stabilen Umsatzentwicklung. Zudem werden die bei Raesch Quarz umgesetzten Maßnahmen zu einer Ergebnisverbesserung führen. Die Schmelzöfen wurden neu konzipiert und damit die Ausschussquoten reduziert. Gleichzeitig wurden die Vertriebskapazitäten deutlich erhöht.

Und schließlich profitiert Raesch von geringeren Energiekosten. Vor diesem Hintergrund erwartet das Management im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 85 bis 95 Mio € und ein operatives Ergebnis von 12 bis 14 Mio €. Daraus errechnet sich ein Nettogewinn von rund 8 Mio €.

Die Aktie hat sich im vergangenen Jahr erstaunlich gut entwickelt, ist aber angesichts des erwartet hohen Gewinnwachstums noch nicht zu teuer.

Unternehmensporträt

Die 1976 gegründete Dr. Hönle AG ist ein weltweit führender Anbieter von UV-Technologien. Zusammen mit seinen Tochterfirmen entwickelt das Unternehmen UV-Trocknungssysteme, UV-Strahler, UV-Klebstoffe und Vergussmassen für ein breites Spektrum industrieller Anwendungen. UV-Technologien kommen überall dort zum Einsatz, wo Lacke, Farben, Kunst- und Klebstoffe verarbeitet werden.

25. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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