2 aussichtsreiche Windkraft-Aktien

Die Übernahme von Acciona Windpower beginnt sich für Nordex auszuzahlen.

Vor dem Kauf war Nordex v. a. in Europa tätig; jetzt ist das Unternehmen weltweit aktiv mit besonderen Wachstums-Ambitionen in den USA, Mexiko, Lateinamerika, Südafrika und Indien.

Übernahme von Acciona Windpower beschert Nordex einen Wachstumsschub

Die Zahlen von Nordex für das 1. Halbjahr lassen bereits einen erheblich höheren Anteil der neuen Märkte beim Ausbau des Neugeschäfts erkennen.

Acciona Windpower hat bereits im 2. Quartal einen Anteil von 53,6% am Neugeschäft erreicht. Der Umsatz stieg im Jahres-Vergleich um 34,5% auf 1,48 Mrd €.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um gut 55% auf knapp 137 Mio. € zu. Gute Nachrichten gab es vor den Halbjahreszahlen.

Nordex erhielt einen neuen Großauftrag in den USA

Für einen Windpark in Texas sollen 81 Turbinen mit einer Leistung von 243 MW geliefert werden. Die Errichtung der Anlagen soll Anfang 2017 beginnen.

Damit setzt Nordex das zuletzt rasante Wachstum im wichtigen Windmarkt USA weiter fort. Für dieses Jahr wird dort mit einer neu installierten Gesamtleistung von mehr als 10 GW gerechnet.

Nordex dürfte – auch aufgrund des Zusammenschlusses mit der Acciona Windpower – einer der Hauptprofiteure dieses errechneten Marktpotentials sein.

Der Vorstand erhöhte das Gewinnziel für 2016 und erwartet anstatt einer EBITDA-Marge von 7,5% jetzt 8,3 – 8,7%.

Der Umsatz soll auf 3,35 – 3,45 Mrd. € steigen. Nordex peilt einen Auftrags-Eingang von über 3,4 Mrd. € an.

Unternehmens-Porträt

Nordex ist einer der technologisch führenden Anbieter von Windkraftanlagen und profitiert besonders vom Trend zur Großanlage.

Das Produkt-Programm reicht bis zur derzeit größten Serien-Windkraft-Anlage der Welt (N80/2.500 kW). Damit verfügt Nordex über praxiserprobte, effiziente Hochleistungs-Windturbinen für das Festland.

Das Unternehmen ist weltweit in 18 Ländern mit Büros und Tochtergesellschaften vertreten.

Vestas Wind Systems ist auf Erfolgskurs geblieben

Im 2.Quartal kletterte der Umsatz um fast 50% auf 2,6 Mrd. €. Damit machte der Konzern den leichten Rückgang der ersten 3 Monate mehr als wett.

Besonders in den USA konnten die Dänen ihren Absatz steigern; auf Jahressicht wird dort ein Volumen von 779 MW erwartet, 45% mehr als vor 1 Jahr.

Grund für die starke Entwicklung dort sind die Steuer-Erleichterungen, die im kommenden Jahr auf 80% und im Jahr 2018 auf 60% reduziert werden sollen.

Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 175% auf 399 Mio. € zu. Davon blieben unterm Strich 278 Mio. € übrig; 1 Jahr zuvor waren es 125 Mio. €.

Die guten Nachrichten halten an

Vestas hat einen neuen Auftrag über 100 MW für den Windpark „Apple Blossom“ erhalten. Auftraggeber ist der US-Energie-Konzern Sempra.

Das Projekt steht im US-Bundesstaat Michigan. Vestas konnte im August bereits auf Aufträge in den USA mit einer Leistung von fast 440 MW zurückblicken.

Nach dem starken 2.Quartal erhöhte Vestas seine Prognose. Erwartet wird ein Umsatz von 9,5 Mrd. €. Davon sollen mindestens 12,5% als EBIT übrig bleiben.

Bislang hatte sich Vestas einen Umsatz von 9 Mrd. € vorgenommen und als Ziel für die Marge 11% ausgegeben.

Die Geschäfte laufen inzwischen so gut, dass rund 400 Mio. € für einen Rückkauf eigener Aktien ausgegeben werden können.

Die Aktie hat seit Ende Juli mehr als 20% gutgemacht und ist aus dem mehrere Monate anhaltenden Seitwärts-Trend ausgebrochen.

Unternehmens-Porträt

1979 installierte Vestas die 1. Windenergie-Anlage. Seitdem spielt das Unternehmen eine aktive Rolle in der dynamischen Windenergie-Branche.

Vom Branchen-Pionier hat sich Vestas zum Marktführer in der Herstellung von hochtechnologischen Lösungen für Windenergie entwickelt.

Zum Kerngeschäft gehören die Entwicklung, Produktion, Vermarktung, der Vertrieb und die Instandhaltung von Windenergie-Anlagen, die Windenergie in elektrischen Strom umwandeln.

18. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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