Zwei Medizintechnik-Aktien mit viel Potenzial

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Die beiden Medizintechnik-Aktien Eckert & Ziegler und Sartorius sind derzeit meine großen Branchenfavoriten. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Eckert & Ziegler meldete starke Zahlen zum abgelaufenen Jahr und hat meine Erwartungen übertroffen.

Umsatz und Gewinn legten auf ein neues Rekordhoch zu. Konkret erzielte Eckert & Ziegler ein Umsatzwachstum von 21,7% auf 167,7 Mio. €. Erfolge konnten in beiden Sparten erzielt werden, vor allem die Nachfrage nach isotopen Lösungen aus dem Hause Eckert & Ziegler zog an. Auch das Segment Strahlentherapie, gestützt durch gute Umsätze mit HDR-Tumorbestrahlungssystemen und der im Januar 2018 akquirierten WOMED, legte um 4,7 Mio. EUR oder 18% auf 30,6 Mio. EUR zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 30% auf 22,9 Mio. €. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge um 0,7 Prozentpunkte auf 13,6%.

Eckert & Ziegler erhöht die Dividende

Der deutliche Anstieg liegt in erster Linie an einer überzeugenden Entwicklung des operativen Geschäftes. Aber auch das positive Währungsergebnis spielte Eckert & Ziegler in die Hände. Unterm Strich stieg der Gewinn aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen pro Aktie um 12,2% auf 3,12 €. Bei Ausgliederung der aufgegebenen Geschäftsbereiche hätte das Wachstum 42% betragen. Der Cashflow lag mit 21,8 Mio. € zwar leicht unter dem Vorjahreswert, spülte aber dennoch genug Liquidität in die Kassen, um Eckert & Ziegler eine Dividendensteigerung von 50% auf 1,2 € pro Aktie zu ermöglichen.

Die starke Erhöhung der Ausschüttung zeigt, dass die Unternehmensführung von einem weiteren Wachstum ausgeht. Das Management stellt ein weiterhin zweistelliges Gewinnwachstum für das laufende Jahr in Aussicht.

Unternehmensporträt

Eckert & Ziegler ist die Holdinggesellschaft für eine Reihe von Tochterunternehmen, die sich mit der Verarbeitung von Radioisotopen sowie der Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, medizintechnischen Geräten und verwandten Produkten beschäftigen. Eckert & Ziegler zählt zu den größten Anbietern von radioaktiven Komponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin.

Sartorius weiter auf Wachstumskurs

Sartorius legte mit den Zahlen zum abgelaufenen Jahr eine Punktlandung hin und hat meine hohen Erwartungen erfüllt. Getrieben von einem starken Einwegproduktgeschäft und soliden Absatzzahlen der Laborprodukte legte der Umsatz um 11,5% auf 1,6 Mrd. € zu. Geografisch betrachtet konnte Sartorius in jedem Absatzmarkt Marktanteile gewinnen. In Amerika und Asien-Pazifik stieg der Umsatz mit 14,2 und 12,7% stärker als erwartet.

Bereinigt um negative Währungseffekte hätte das Umsatzwachstum sogar 16,6 bzw. 15,5% betragen. Trotz eines höheren Forschungs- und Entwicklungsbudgets konnten die Absatzkosten im Verhältnis zum Umsatzwachstum gesenkt werden. Als Folge kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 36,1% auf 298,6 Mio. €. Die EBIT-Marge verbesserte sich um 3,4 Prozentpunkte auf 19,1%.

Gewinn und Dividende steigen

Obwohl sich die Steuerquote um 7 Prozentpunkte auf 27% erhöhte gelang es Sartorius, den Gewinn um 23,2% auf 141,3 Mio. € auszubauen. Dass im operativen Geschäft alles nach Plan läuft, unterstreicht auch die starke Entwicklung des Cashflows, der um 18,4% auf 244,5 Mio. € anstieg. Das Management beteiligte die Aktionäre an der erfolgreichen Entwicklung und hob die Dividende um 21,6% auf 0,62 € pro Aktie an. Um das Wachstum auch zukünftig zu forcieren, wurde der Vorstand um ein weiteres Mitglied erweitert. Seit dem 1.1.2019 besteht der Vorstand von Sartorius damit aus 4 Mitgliedern.

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum von 7 bis 11%. Die EBITDA-Marge soll weiter auf 27% nach 25,9% im Vorjahr wachsen.

Unternehmensporträt

Sartorius wurde 1870 gegründet und ist heute in den beiden Segmenten Bioprocess Solutions (Einwegprodukte für die Medikamentenherstellung) und Lab Products & Services (Laborinstrumente und -verbrauchsmaterialien) tätig. Das Unternehmen verfügt in Europa, Asien und USA über eigene Produktionsstätten.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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