Zwei neue Unternehmen in meiner Watchlist: Basler und Siemens Healthineers

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Gerade erst habe ich die Unternehmen Basler und Siemens Healthineers in meinen Fokus der von mir beobachteten Aktien aufgenommen. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

In einem stagnierenden Markt erreichte Basler 2018 den hohen Umsatz des Vorjahres.

Auch der Auftragseingang bewegte sich mit 154 Mio. € nahe dem Vorjahreswert. Basler festigte somit den Umsatz, der 2017 um 54% gesteigert wurde. Großprojekte in der Elektronikindustrie wurden durch Geschäfte mit einer breiteren Basis an Kunden in weniger zyklischen Märkten ausgeglichen. Das Vorsteuerergebnis sank aufgrund strategischer Investitionen in Form von Personalaufbau auf 24,5 Mio. €. Mit einem Zuwachs von 100 Mitarbeitern wurde Personal in den Bereichen Marketing und Vertrieb aufgebaut.

Basler setzt seinen Fokus Expansion und Integration

Der Fokus wird 2019 in der Einarbeitung der neuen Mitarbeiter, der weiteren Integration der 2018 akquirierten Silicon Software GmbH sowie dem Aufbau von Basler China durch die Übernahme des Geschäfts des Distributionspartners Beijing Sanbao Xingye liegen. Mit der Übernahme der Silicon Software GmbH erweitert Basler das Produktportfolio um leistungsfähige Bildverarbeitungskarten.

Die Übernahme des Machine-Vision-Geschäfts des langjährigen chinesischen Distributionspartners MVLZ erweitert das Geschäft mit Zubehörartikeln und verschafft Basler direkten Marktzugang im größten und am stärksten wachsenden Regionalmarkt. Die Übernahme zum 1. Januar hat das Unternehmen kraftvoll ins neue Geschäftsjahr starten lassen.

2019 plant Basler aufgrund der Unsicherheiten an den Absatzmärkten einen Umsatz zwischen 160 bis 180 Mio. € zu erzielen und sich damit besser als der Markt zu entwickeln.

Unternehmensporträt

Basler produziert und vertreibt hochwertige digitale Kameras, die für Anwendungen in der Industrie sowie in den Bereichen Videoüberwachung, Medizin und Verkehr eingesetzt werden. Grundsätzlich kann die Technologie überall dort genutzt werden, wo automatisierte Entscheidungen auf der Grundlage visueller Informationen getroffen werden müssen. Die Kompetenz besteht in der schnellen Entwicklung und globalen Vermarktung technologisch führender Produkte.

Siemens Healthineers will der weltweit führende Entwickler von medizintechnischen Geräten werden

Das Medizintechnikgeschäft der Siemens AG wurde 2015 in eine rechtlich eigenständige GmbH ausgegliedert und 2018 an die Börse gebracht. Der Name Healthineers ist ein Neologismus aus den englischen Begriffen „healthcare“, „engineer“ und „pioneer“. Die neu gegründete Aktiengesellschaft, die unabhängig vom Mutterkonzern agiert, hat sich zum Ziel gesetzt, der weltweit führende Entwickler von medizintechnischen Geräten zu werden. Siemens ist mit 85% an den Healthineers beteiligt und möchte auch langfristig Mehrheitsaktionär bleiben.

Im 1. Quartal 2019 entwickelte sich das Geschäft positiv:

Der Umsatz stieg um 3,2% auf 3,3 Mrd. €, und der Gewinn um 10% auf 345 Mio. €. Das größte Geschäftsfeld Imaging, also das Geschäft mit Geräten zur medizinischen Bildgebung, erzielte mit 2 Mrd. € 4% mehr Umsatz. Das operative Ergebnis des Segments lag mit 396 Mio. € 7% über dem Vorjahreswert.

Das Segment Diagnostics konnte den Umsatz um 4% steigern, das operative Ergebnis lag aufgrund hoher Anlaufzeiten neuer Systeme und der Wechselkurssituation 24% niedriger. Auch das Segment Advanced Therapies hat sich mit 3% weniger Umsatz und 17% niedrigerem operativen Gewinn nicht ideal entwickelt.

Für 2018 zahlte Healthineers eine Dividende von 0,70 € pro Aktie. Damit schüttete der Konzern 55% des Gewinns an die Aktionäre aus. 2019 erwartet Healthineers ein Umsatzwachstum von 4 bis 5% und ein Gewinnwachstum von 20 bis 30%.

Unternehmensporträt

Siemens Healthineers ist eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen. Die Healthineers, gebildet aus „healthcare“, „engineer“ und „pioneer“ beschäftigen rund 50.000 Mitarbeiter in 75 Ländern und haben ihren Hauptsitz in Erlangen. Medizintechnik hat in der Siemens AG eine 172 Jahre lange Geschichte, 2018 wurde der Konzern als eigenständige AG mit Mehrheitsbeteiligung des Mutterkonzerns an die Börse gebracht.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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