2 Reise-Aktien mit schönen Aussichten

Priceline.com bleibt in der Erfolgsspur und hat mit den Zahlen für das 3. Quartal einmal mehr die Stärke seines Geschäftsmodells unter Beweis gestellt.

Der positive Netzwerk-Effekt scheint sich zu verstärken und die Attraktivität von Pricelines Marken, insbesondere Booking.com, zu erhöhen.

Im Sommer hat Booking seiner Plattform die 1-millionste Übernachtungs-Möglichkeit hinzugefügt. Die Übernachtungs-Optionen wurden innerhalb von 2 Jahren verdoppelt.

Mittlerweile ist der Konzern in 224 Ländern präsent, bietet 23 Mio. Zimmer an und Reisen zu 93.000 Reisezielen.

Pricelines Expansion spiegelt sich in den Zahlen wider

Die Zahl der Übernachtungen legte im 3. Quartal um 29% auf 150 Mio. zu. Der Umsatz stieg um 25,2%.

Der Gewinn reduzierte sich um 57%, weil Priceline eine hohe Abschreibung auf den Goodwill von OpenTable vorgenommen hat.

Die nicht zahlungswirksame Abschreibung wurde notwendig, da OpenTable bei seinen Wachstums-Initiativen auf die Bremse treten wird.

Der bereinigte Gewinn stieg hingegen um 20%.

Das Management geht davon aus, dass die Wachstums-Dynamik anhält und prognostiziert für das 4. Quartal ein Umsatz-Wachstum von 16 – 21% sowie einen Gewinnsprung von 14 – 20%.

Dies belegt, dass die Ertragskraft trotz des Wachstums-Tempos intakt ist. Priceline investiert kräftig in das Online-Marketing und ist Googles größter Einzelkunde.

Das wird in mehr Kunden resultieren, was wiederum mehr Übernachtungs-Angebote nach sich zieht und umgekehrt.

Angesichts der guten Wachstums-Aussichten, der starken Wettbewerbs-Vorteile und der hohen Profitabilität halten wir Priceline mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 für attraktiv bewertet.

Unternehmens-Porträt

Priceline Group bietet über seine Online-Portale Folgendes an:

  • Hotel- und Flugbuchungen,
  • Mietwagen,
  • Kreuzfahrten,
  • Pauschalreisen
  • und Restaurant-Reservierungen.

Zur Unternehms-Gruppe gehören die 6 unabhängig voneinander betriebenen Marken:

  1. Priceline.com,
  2. Booking.com,
  3. Kayak,
  4. agoda.com,
  5. rentalcars.com
  6. und Open Table.

Bei Online-Übernachtungs-Buchungen ist der Konzern der weltweite Marktführer.

In einem von Terror und politischen Turbulenzen belasteten Umfeld hat TUI solide Jahres-Ergebnisse erzielt

Der Umsatz ist zwar wegen der Pfundschwäche leicht gesunken, der Gewinn hat sich dagegen wegen des Verkaufs der Tochter Hotelbeds verdreifacht.

Aber auch ohne den Sonderertrag hat der Konzern etwas mehr verdient. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITA) ist ebenfalls gestiegen, aber nicht wie geplant um 10%, sondern nur um 5% auf 1 Mrd. €.

Deutlich höhere Umsätze und Ergebnisse in den Sparten Kreuzfahrten und Hotels & Resorts verhinderten Schlimmeres.

Denn die Riu-Hotels liegen im Wesentlichen in Ländern, die als sichere Reiseziele gelten. Auch die Robinson Clubs und Hotels der Marke TUI Blue außerhalb der Türkei und Nordafrikas waren gefragt.

Das lukrative Kreuzfahrt-Geschäft wird weiter ausgebaut

Bis 2019 wird die Flotte um 3 Schiffe ergänzt. Zudem wird TUI in den Bau neuer Hotels investieren. Beim Umsatz ist in diesem Jahr ein währungsbereinigtes Wachstum von 3% geplant.

Das Ziel ist realistisch; die Winter-Buchungen liegen 5% über Vorjahr, und auch der Sommer-Urlaub wird bereits gebucht.

Das bereinigte EBITA soll im laufenden und den beiden Folgejahren jeweils um mindestens 10% steigen.

Darüber hinaus kann TUI in diesem Jahr mit einem Sonderertrag aus dem Verkauf des Spezialreisen-Anbieters Travelopia rechnen.

Ergebnisse, Ausblick und nicht zuletzt die kräftige Dividenden-Erhöhung sind bei den Anlegern gut angekommen.

Trotz der Risiken (wie z. B. Terror-Anschläge und instabile politische Verhältnisse in vielen Reiseländern) überwiegen die Chancen.

Unternehmens-Porträt

TUI ist seit dem Zusammenschluss mit der britischen TUI Travel der weltgrößte Reisekonzern.

Mit seinen 622 Tochtergesellschaften ist TUI im klassischen Reiseveranstalter-Geschäft tätig, betreibt mehrere Hotelketten sowie die Robinson-Clubs.

Zudem unterhält der Konzern eine Flotte von Kreuzfahrtschiffen.

27. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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