Zwei Softwareunternehmen mit überdurchschnittlichem Kurspotenzial

Check Point hat seine Zahlen zum 1. Quartal 2012 präsentiert.

Demnach konnten sowohl der Gewinn als auch der Umsatz erhöht werden.

Während die Umsatzerwartungen getroffen wurden, lag der Gewinn über den Prognosen – er erhöhte sich um 17,6% auf 143,6 Mio $. Der Umsatz belief sich auf 313,12 Mio $, was einem Anstieg um 11% entspricht.

Insgesamt wurde das Quartal mit Barreserven von 3,12 Mrd $ beendet, nach 2,57 Mrd $ im Vorjahr. Darüber hinaus kaufte Check Point 1,29 Mio eigene Aktien im Wert von 75 Mio $ zurück.

Robustes Wachstum bei Check Point

Die Quartalsergebnisse reflektieren ein robustes Wachstum bei allen wesentlichen finanziellen Kennzahlen, angetrieben durch neueste Netzwerksicherheitslösungen.

Angesichts von Cyberkriminellen, die ihre Techniken ständig weiterentwickeln und tagtäglich neue Angriffe auf Konsumenten starten, sowie der ungeheuren Zunahme des Informationsaustausches über soziale Netzwerke sind Sicherheitsbedrohungen weiter im Vormarsch.

Mit ZoneAlarm Free Antivirus + Firewall bietet Check Point ein Abwehrsystem, das die Konsumenten sowohl vor bereits identifizierten als auch neuen Bedrohungen schützt.

Seit Juni ist Sonja Meindl die neue Managerin der Region Alps. Sie war zuletzt bei McAfee und übernimmt jetzt die Verantwortung für das gesamte Geschäft von Check Point in der Schweiz und Österreich. Die beiden Länder sind strategisch wichtige Märkte, in denen viele Kunden des Unternehmens ihren Sitz haben.

Für das 2. Quartal 2012 stellt Check Point einen weiteren Umsatzzuwachs auf 324 bis 336 Mio $ sowie einen Gewinn von 74 bis 77 Cent je Aktie in Aussicht.

Wir belassen die Timing-Einstufung bei 5 Sternen.

Unternehmensprofil

Check Point Software ist weltweit führend in der Produktion und Vermarktung von IT-Sicherheitsprodukten für das Internet und für Unternehmens-Netzwerke. Das Kerngeschäft liegt in den Bereichen VPN (Virtual Private Networks) und Firewalls.

Zu den Produkten gehören FireWall-1, VPN-1, FloodGate-1 und SiteManager-1. Zu den Konkurrenten gehören Cisco, Microsoft, Crossbeam und Symantec. Hauptsitz des Unternehmens ist Israel.

Adobes Gewinnrückgang ist nur vorübergehend

Adobe musste im 2. Quartal erneut einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz stieg um 9,9% auf 1,12 Mrd $. Zudem revidierte das Unternehmen seinen Umsatz- und Gewinnausblick für das Geschäftsjahr 2012 nach unten. Allerdings dürfte der „Schwächeanfall“ nur von kurzfristiger Natur sein.

Die schwächere Entwicklung liegt zum einen am schwachen Geschäft in Europa (29% des Umsatzes), zum anderen an der Umstellung auf ein abobasiertes Geschäftsmodell.

Seit Mitte Mai ist der Konzern mit Adobe Cloud am Start, einem gebührenpflichtigen Service, um Tools und Services über das Internet zum Kunden zu bringen.

Adobe beendete das Quartal mit über 90.000 zahlenden Abonnenten, wöchentlich kommen mehr als 5.000 Creative Cloud-Abonnenten hinzu. Doch die Umstellung auf das abobasierte Geschäftsmodell belastet kurzfristig die Ergebnisse.

Abogeschäft belastet vorübergehend

Paradox: Je erfolgreicher Adobe im Abo- und Cloud-Geschäft ist, desto höher sind die kurzfristigen Belastungen. Hintergrund ist der Umstand, dass Adobe einen Teil der Abo-Umsätze als abgegrenzte Umsätze ausweisen muss und erst später als tatsächliche Umsätze buchen kann.

Allein im jüngsten Quartal wanderten so Umsätze in Höhe von 10 Mio $ in künftige Quartale.

Gut angenommen von den Kunden wird Digital Marketing Suite. Adobe versucht dabei seine Kundenbasis bestehend aus 7,6 Mio Geschäftskunden von seiner neuen DMS zu überzeugen. Bislang offenbar mit Erfolg. Das Geschäft wuchs um 35%. Adobe erwartet weiteres Wachstum in diesem Bereich.

Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung und nehmen Adobe mit 4 Sternen in die Aktien-Analyse auf.

Unternehmensprofil

Das im Jahre 1982 gegründete Softwarehaus Adobe Systems ist nicht nur durch sein plattformübergreifendes PDF-Format populär. Auch im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist das Unternehmen mit Photoshop und zahlreichen anderen Softwarewerkzeugen sehr gut vertreten.

Insgesamt ist Adobe heute in den 3 Kerngeschäftsbereichen tätig: Digital Media, Digital Marketing und Print and Publishing.

31. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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