Zwei solide Aktien für langfristige Anleger

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Während sich Procter & Gamble bereits in zahlreichen Depots befindet, ist Church & Dwight vielen Anlagern noch eher unbekannt. (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Church & Dwight hat für die ersten 9 Monate starke Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um 12% auf rund 3,6 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um mehr als ein Drittel auf 2,52 $ je Aktie. Besonders gut ließen sich Pflegeprodukte für Privatkunden verkaufen. Die Corona-Krise hat zu einem gesteigerten Hygienebewusstsein geführt. Die verschiedenen Seifenprodukte waren deshalb gefragt. Der Umsatz legte in diesem Bereich um 16,6% auf rund 1,2 Mrd. $ zu.

Church & Dwight verdient gut mit Haushaltsprodukten

Hier legte der Umsatz um 12,3% auf rund 1,5 Mrd. $ zu. Selbst bei den Spezialprodukten, die überwiegend von industriellen Kunden abgenommen werden, erzielte Church & Dwight trotz der Corona-Krise ein leichtes Plus von knapp 1% auf 224,1 Mio. $. Mit diesen Ergebnissen kann Church & Dwight zufrieden sein.

Dabei hat Church & Dwight mehrere neue Produkte auf den Markt gebracht und seine Innovationskraft in einem eher langweiligen Marktumfeld erneut unter Beweis gestellt. Unter Vitafusion werden neue Vitamin-Kaubonbons und Kapseln verkauft, die das Immunsystem anregen sollen. In der gleichen Markenserie werden auch Produkte zur Verbesserung der Haut, des Wohlbefindens und der Abwehrkräfte verkauft. In der Pandemie treffen solche Produkte genau den Nerv der Zeit.

Für 2020 rechnet Church & Dwight mit einem neuen Rekordjahr. Die Pandemie hat die Geschäftsentwicklung positiv beeinflusst. Doch auch ohne Corona wäre Church & Dwight auf dem Erfolgskurs geblieben.

Unternehmensporträt

Die Ursprünge von Church & Dwight gehen auf das Jahr 1846 zurück. Damals wurde das Unternehmen durch die Vermarktung von Backpulver bekannt. Heute zählt der Konzern mit seinem breiten Markenportfolio zu den führenden Anbietern von Drogerie- und Haushaltsartikeln in den USA. Neben klassischen Reinigungsmitteln zählen auch Mundhygieneartikel, Shampoos, Seifen, Kondome oder Spezialprodukte für die Industrie zur Produktpalette.

Procter & Gamble hat für das abgelaufene Geschäftsjahr beeindruckende Zahlen präsentiert

Bei einem Umsatzplus von 4,8% auf rund 71 Mrd. $ ist ein Gewinnsprung von 234,3% auf rund 13 Mrd. $ gelungen. Damit nähert sich der Konzern dem historischen Gewinnrekord aus dem Jahr 2016 an. Die Erfolgsgeschichte konnte im 1. Quartal bestätigt werden. Der Umsatz stieg um 8,5% auf rund 19,3 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um fast ein Fünftel auf 1,63 $ je Aktie. Besonders gut entwickelten sich alle Geschäftsbereiche, die der Corona-Krise etwas entgegensetzen konnten. So stieg der Bedarf an Reinigungs- und Hygieneartikeln sprunghaft an. Aber auch die Erkältungsmarke WICK war besonders gefragt.

Die Markenwelt zur Linderung von Erkältungssymptomen war zeitweise ausverkauft

Der Umsatz hat sich verdoppelt. Procter & Gamble hat sofort reagiert, die Produktion hochgefahren und das Werbebudget für WICK-Produkte verdoppelt. Damit geht der Konzern seinen Weg unbeirrt weiter. Kein anderer Gesundheitskonzern setzt auf eine so aggressive Vermarktung. So wurde allein für die Vermarktung rezeptfreier Medikamente mehr als 1 Mrd. $ ausgegeben.

Zudem wurden gern gebuchte Testimonials engagiert. In Deutschland wurde Lena Gercke neue Markenbotschafterin, die auch für adidas unter Vertrag steht und zuletzt werbewirksame Moderatoren- und Modeljobs für sich gewinnen konnte. Procter & Gamble hat in der Vergangenheit viel richtig gemacht.

Unternehmensporträt

Procter & Gamble gehört zu den weltweit führenden Markenartikel-Unternehmen. Gemessen am Börsenwert übertrifft der Konzern Konkurrenten wie Colgate, Kimberly-Clark oder Unilever um Längen. Die wichtigsten Marken sind Gillette (Übernahme im Jahr 2005), Pampers, Pantene, Head & Shoulders, Braun, Mach3, Fusion, Always und Oral-B. Die 250 bekanntesten Marken werden in 140 Ländern regelmäßig von etwa 4,5 Mrd. Kunden gekauft.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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