Zwei Top-Aktien der EDV-Branche

Big Player Apple und Nischenanbieter Arista Networks sind derzeit meine beiden Favoriten in der EDV-Branche. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Das wertvollste Unternehmen der Welt kann seinen Vorsprung weiter ausbauen.

Im 1. Halbjahr 2018 stieg der Umsatz um 13,9% auf 149,4 Mrd. $. Der Gewinn wuchs um 17,2% auf 33,9 Mrd. $. Im vergangenen Quartal konnte Apple erneut auf allen Märkten ein Wachstum verzeichnen. Der Umsatz auf dem Heimatmarkt Amerika stieg um 17%, Europa legte um 9% zu. Besonders erfreulich sind die Zahlen des ehemaligen Sorgenkindes China.

Dort wurde 21% mehr verkauft als im Vorjahr. Für Apple stellte China lange eine besondere Herausforderung dar, da die Premiumstrategie des Unternehmens dort nicht gut ankam. Inzwischen ist es nur noch eine Frage von Monaten, bis Apple in China mehr umsetzt als in Europa. Auch in Japan stieg der Umsatz um 22%.

Das iPhone bleibt mit Abstand das wichtigste Produkt von Apple, es macht weit mehr als die Hälfte des Umsatzes aus

Mit gerade mal 3% mehr Geräten die verkauft wurden, stiegen die Einnahmen um 14%. Es zeigt sich der Erfolg des iPhone X, das sich über dem bisherigen Premiumsegment ansiedelt. Der zweitgrößte Posten, die Services, wuchsen um 31%. Apple verdient nicht nur an dem Verkauf von Geräten, das Unternehmen kontrolliert und lizenziert auch die Inhalte, die auf diesen Geräten laufen. Dies gilt nicht nur für Handys und Computer, das Unternehmen dringt sogar auf den Wohnzimmerfernseher und in unsere Autos vor.

Die Verkäufe von Mac-Computern blieben stabil, mit iPads wurden 6% mehr verdient. Das Wachstum bei Zubehör und kleinen Produkten betrug 38%.

Unternehmensporträt

Apple ist einer der weltweit führenden Elektronikkonzerne. Das Unternehmen designt, produziert und vermarktet Hardware- und Softwarelösungen für den privaten und geschäftlichen Gebrauch. Das bekannteste Produkt ist das iPhone. Die Geräte des Konzerns gehören in allen Kategorien von der Smartwatch bis zum Hochleistungs-PC zur Premiumklasse. Der Konzern nimmt in internationalen Markenrankings regelmäßig Spitzenpositionen ein.

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Arista Networks hat für 2017 hervorragende Zahlen präsentiert

Der Umsatz stieg um 46% auf rund 1,7 Mrd. $. Unterm Strich konnte der Gewinn mehr als verdoppelt werden. Das Ergebnis verbesserte sich um 129% auf 422 Mio. $. Während die Geschäfte in Amerika etwas rückläufig sind, konnten in Europa, Afrika und Asien größere Zuwächse erzielt werden. Zudem lief das Servicegeschäft besser als erwartet.

Im 1. Quartal 2018 hat Arista erneut ein überzeugendes Zahlenwerk vorgelegt. Hier stieg der Umsatz um 40% auf 472,5 Mio. $. Unterm Strich konnte der Gewinn um mehr als zwei Drittel auf 1,79 $ pro Aktie verbessert werden.

Arista konnte seine Nischenposition problemlos verteidigen.

Der Konzern gilt als kleine, preiswerte Alternative zu Cisco. In Zeiten des aufstrebenden Cloud- und Echtzeit-Computing werden die Produktangebote von Arista immer gefragter. Das Linux-basierte Betriebssystem EOS ist besonders individuell anpassbar und stellt somit eine flexible Lösung für Kunden dar, die größere Datenströme managen müssen, aber nicht auf die teureren Produkte der Konkurrenten zurückgreifen wollen.

Zudem ergeben sich durch die Digitalisierung des alltäglichen Lebens weitere Wachstumschancen. Neben dem Smart Home und dem Autonomen Fahren können sich weitere Wachstumschancen aus dem Bereich des Internets der Dinge ergeben. Dieser sperrige Begriff bezeichnet die intelligente Vernetzung von Alltagsgegenständen.

Dieser Milliardenmarkt steckt noch in den Kinderschuhen, lässt sein gewaltiges Potenzial aber bereits erahnen.

Unternehmensporträt

Arista Networks hat sich für das Zeitalter des Cloud- und Echtzeit-Computing positioniert. Kernprodukt sind extrem leistungsfähige Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Switches, so etwas wie Schaltstellen auf Datenautobahnen für Großrechneranlagen. Kronjuwel ist das auf Linux basierende offene Betriebssystem EOS.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.