2 Top-Unternehmen aus den USA, die kaum ein Investor auf der Watchlist hat

Losgelöst von Konjunkturdaten und Krisen laufen bei DICK’S Sporting Goods die Geschäfte einfach rund.

Der Konzern hat es in den vergangenen 10 Jahren geschafft, pro Jahr den Umsatz durchschnittlich um 13,2% und den Gewinn um 16,3% zu erhöhen.

Dabei kommt der Konzern ohne die übliche China-Wachstums-Fantasie aus und ist noch nicht einmal in Kanada vertreten.

DICK’S Sporting Goods ist eine reine US-Erfolgs-Geschichte, die noch lange nicht zu Ende ist

Trotz des schwieriger gewordenen Konsum-Klimas übertraf DICK’S im 1. Quartal die eigenen Erwartungen.

Der Umsatz stieg um 6,1% auf 1,66 Mrd. $, und der Gewinn erreichte mit 50 Cent je Aktie das obere Ende der erwarteten Spanne von 48 bis 50 Cent.

Während die Umsätze auf vergleichbarer Fläche in den DICK’S-Sporting-Goods-Filialen um 0,4% zulegten, gelang den Golf-Galaxy-Geschäften eine Verbesserung um 1,7%.

Erfreulich hat sich auch der Online-Handel entwickelt, der mittlerweile 9,2% des Gesamt-Umsatzes ausmacht. Im 1. Quartal 2015 waren es noch 8,5%.

Dividenden-Erhöhung

Die Aktionäre wurden mit einer um 10% auf 15,12 Cent je Aktie erhöhten Quartals-Dividende belohnt. Zudem hat DICK’S eigene Aktien für 50 Mio $ zurückgekauft. Die Modernisierung älterer Filialen wurde endgültig abgeschlossen.

Um das Wachstumstempo zu beschleunigen, hat DICK’S 5 neue Geschäfte eröffnet, davon entfielen 2 auf die neue Linie Field & Stream, in der nur Jagd-, Angel- und Outdoor-Ausrüstungen angeboten werden.

Damit setzt DICK’S auf einen großen Trend in der Sportartikel-Branche. Seit Anfang des Jahres ist auch der Aktienkurs wieder richtig in Schwung gekommen.

Unternehmens-Porträt

1948 eröffnete Dick Stack ein Geschäft für Angelköder und -zubehör. 1958 erweiterte er das Angebot, verkaufte jetzt auch Sportartikel und eröffnete ein 2. Geschäft: DICK’S Sporting Goods war geboren.

Heute führt sein Sohn Edward die Geschäfte. Er hat das Unternehmen kontinuierlich zu Amerikas größtem Sportartikel-Händler gemacht. DICK’S betreibt 645 Läden in 46 Staaten und 99 Golf Galaxy Spezialgeschäfte in 29 Staaten.

Die Erfolge von Under Armour nehmen kein Ende

Auch der Start ins neue Geschäftsjahr ist geglückt. Im 1. Quartal übersprang Under Armour beim Umsatz mühelos die 1 Mrd.-$-Hürde, ein Plus von über 30%.

Den weitaus größten Teil erwirtschaftete der Konzern in Nordamerika – damit ist er derzeit weniger vom starken Dollarkurs betroffen als internationaler agierende Konkurrenten.

In der Heimat wuchs der Umsatz um 25,7% auf 880,6 Mio. $. Im Rest der Welt, wo Under Armour energisch versucht, seine vergleichsweise geringe Präsenz auszubauen, stiegen die Umsätze um 55,6% (währungsbereinigt +64,6%) auf 149,4 Mio. $.

Der Umsatz der Connected-Fitness-Sparte, die der Konzern im vergangenen Jahr durch Zukäufe massiv gestärkt hatte, hat sich auf 18,5 Mio. $ mehr als verdoppelt.

Damit ist es Under Armour gelungen, den Umsatz in den vergangenen 24 Quartalen hintereinander jeweils um mehr als 20% zu steigern.

Ein Grund für das Wachstum war, dass Under Armour bei der Auswahl seiner sportlichen Aushängeschilder ein glückliches Händchen bewies:

Mit Stephen Curry hat Under Armour den populärsten Spieler der nordamerikanischen Profi-Basketball-Liga NBA unter Vertrag.

Gewinn-Steigerung auch in schwierigen Zeiten

Beim Ergebnis konnte sich Under Armour verbessern, obwohl die Brutto-Marge von 46,9 auf 45,9% zurückging. Negative Effekte durch Rabatte und Wechselkurse wurden teilweise durch Erhöhung der Preise ausgeglichen.

Trotz höherer Investitionen in den Ausbau des Einzelhandels und gestiegener Personalkosten wuchs das operative Ergebnis um 26,1% auf 34,9 Mio $. Der Gewinn stieg sogar um 63,5% auf 19,2 Mio. $.

Angesichts des guten Auftakt-Quartals hob Under Armour die Prognosen für 2016 an.

Unternehmens-Porträt

Under Armour (UA) wurde im Jahr 1996 von Kevin Plank gegründet.

Ursprünglich als reine Marke für Kampfsport-Bekleidung und Thermo-Sportunterwäsche unter Trikots, in Sportarten wie Baseball oder Basketball, und für Shoulderpads entwickelt, gibt es von UA mittlerweile auch normale T-Shirts, Hosen, Schuhe oder Kappen.

10. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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