2 Trading-Marken, die Sie auf jeden Fall kennen müssen!

Sind Sie sich der beiden Trading-Marken bewusst? – Welche das sind und auf was Sie jetzt besonders achten müssen, verrät Ihnen Michael Sturm: (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Viele Analysten haben den DAX-Index schon über die 13.000 Punkte steigen sehen – doch es kam anders:

Kurz vorher drehte der Index um und verlor vom Top zum Tief knapp -800 Punkte!

Das ist schon ein guter Schluck aus der Pulle, bedenkt man, dass er 2017 bis Mitte Juni rund 1.460 Punkte zulegen konnte – davon in nur 4 Wochen gut die Hälfte der gesamten Gewinne wieder abgegeben hat.

Erst an der 12.150er-Marke stoppte die Talfahrt.

Charttechnisch befindet sich der DAX-Index weiterhin in einem gesunden Konsolidierungs-Modus.

Hier zunächst der kurzfristige 1-Monats-Chart vom DAX-Index:

DAX 260717 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Austesten des Bodens

Im 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index sehen Sie nach dem ersten Konsolidierungs-Schub mit einem Rückgang von etwa 600 Punkten einen gewissen Stabilisierungs-Versuch in der 1. Juliwoche.

Er wurde durch 2 Tests der Marke von etwa 12.325 Punkten zunächst gut bestätigt (grüne Mulden).

Im Anschluss gelang sogar die Überwindung des Widerstands bei 12.475 Punkten (obere grüne Horizontale) und ein Anlauf auf die 12.650 Punkte (obere rote Horizontale).

An diesem Punkt waren viele Analysten direkt wieder euphorisch für einen DAX-Anstieg über 13.000 Punkte. Ich riet Ihnen damals zur Zurückhaltung – was auch gut war…

Denn nach 2 zähen Tagen mit mehrmaligem Anknabbern des Widerstandes setzte eine Verkaufswelle ein.

Diese führte den DAX-Index in einer 2. Abwärtswelle auch durch die 12.325er-Unterstützungs-Marke hindurch bis an die 12.150 Punkte heran (untere rote Unterstützungs-Linie).

Oben ist es klar: Achten Sie auf die 12.650-Punkte-Marke! Erst, wenn diese übersprungen wird, können Sie sich Hoffnung auf die 13.000 machen.

Allerdings sehen Sie im Chartbild sehr gut, dass dazwischen eine gestrichelte Zone liegt, die es dem DAX-Index nicht gerade leicht machen wird.

Nach unten sehen wir im kurzfristigen Chartbild nur die Wende vom 24. Juli an der12.150er-Marke.

Inwiefern diese Marke tatsächlich ein Unterstützungs-Merkmal liefert, kann aus dem Kurzfrist-Chart nicht ganz entnommen werden.

Klarheit schafft hier erst ein Blick auf dasmittelfristige 1-Jahres-Chartbild vom DAX-Index:

DAX 260717 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Mittelfristiger Aufwärtstrend noch intakt

Im mittelfristigen Chartbild sehen Sie zunächst den mustergültigen Aufwärts-Trendkanal (dunkelblauer Trendkanal).

Innerhalb dieses Trends hangelte sich der DAX-Index seit etwa 1 Jahr nach oben.

Nach der langen Seitwärts-Phase in 2016 (linke schraffierte Zone) gelang ihm im Dezember der Sprung nach oben.

Anschließend spielte der DAX-Index seine Hausse-Karte aus, bis es schließlich im Mai zum Stocken der Aufwärtsrally kam.

Seitdem befindet sich der Index bereits in der Konsolidierung (rechte schraffierte Zone), die sehr der Seitwärts-Phase des vergangenen Jahres ähnelt.

Sie sehen also: Der Trend verläuft noch absolut mustergültig!

Erst, wenn die untere Trend-Begrenzung (untere dunkelblaue Trendlinie) verletzt wird, kann es kritisch werden; sie liegt aktuell etwa bei 12.150 Punkten

Fazit: Obacht auf 12.650 oben und 12.150 unten!

Ein weiteres Abgleiten würde dem DAX-Index im Mittelfrist-Trend schaden.

Das bedeutet, die 12.150 muss halten, ansonsten könnte der schöne mittelfristige Aufwärtstrend hinüber sein.

Wie würde sich dies auf den langfristigen 10-Jahres-Chart vom DAX-Index auswirken:

DAX 260717 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Langfrist-Hausse völlig ungefährdet

Sie können dem 10-Jahres-Chartbild deutlich entnehmen, dass hier zunächst einmal der langfristige Trend (dunkelblauer Trendkanal) völlig in Ordnung ist.

Und man sieht, dass dies auch so bleibt, selbst wenn der DAX-Index die vorher besprochene Marke von 12.150 Punkten nicht halten kann.

Lediglich der mittelfristige Trend gerät dann in Gefahr. Dieser ist im Chartbild hellblau eingezeichnet.

Hält der mittelfristige Trendkanal, dann sollten bis Jahresende Kurse über 13.000 Punkte keine Utopie sein. Hält er nicht, dann muss mittelfristig neu überlegt werden.

Nach unten wäre dann eine ausgedehntere Konsolidierung bis zur Marke von etwa 11.250/11.500 Punkten möglich. Dort liegt auch das letzte markante Zwischenhoch aus dem November 2015.

Fazit

Die aktuell ablaufende Konsolidierung ist immer noch im Rahmen eines mustergültigen Übertreibungs-Abbaus und kann dem Markt neue Kraft geben.

Mein Rat: neutral bleiben!

Warten Sie ab, bis entweder die 12.650 überwunden wird oder die 12.150 unterschritten wird!

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Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!