Zwei unserer Aktien-Favoriten der Drogerie- und Kosmetikbranche

Colgate behauptete sich in den ersten 9 Monaten in einem anspruchsvollen Marktumfeld und hat seinen Umsatz um 2% gesteigert.

Während in Nord- und Lateinamerika, Europa und Afrika das Wachstum nur moderat ausfiel, überzeugte Asien mit einer attraktiven Geschäftsentwicklung. Der Umsatz legte um 10,6% zu. Durch steigende Rohstoffpreise und die schwache Konjunktur in den Industriestaaten geriet die operative Marge unter Druck. Der Gewinn sank um 8,7%.

Colgate setzt auf Nachhaltigkeit und eine medienwirksame Darstellung der eigenen Unternehmensphilosophie. In Kooperation mit TerraCycle werden Zahnpasta-Tuben, Plastikverpackungen und gebrauchte Zahnbürsten recycelt und anschließend wiederverwendet.

Auch in Afrika bemüht sich der Konzern um ein positives Image. Auf dem Zahnpasta-Markt konnte Colgate seine Marktanteile weiter ausbauen. Nach eigenen Angaben beherrscht der Konzern knapp die Hälfte des weltweiten Zahnpasta-Geschäfts. Tendenz steigend. Künftig liegt der Fokus der expansiven Unternehmensstrategie klar auf Asien.

Das rasante Wachstum wird immer wichtiger für die Konzernentwicklung

Zugleich soll das straffe Restrukturierungsprogramm zu deutlichen Kostenersparnissen führen und auch in Konjunkturtiefs eine solide Geschäftsentwicklung garantieren. In Europa und Nordamerika rechnet der Konzern nur mit geringen Wachstumsraten. Durch eine Genesung der Weltwirtschaft sollten die Gewinne wieder deutlich anziehen.

Ansonsten ist Colgate robust aufgestellt und überzeugt mit einem ansprechenden Geschäftsmodell.

Unternehmensporträt

Colgate-Palmolive wurde 1806 gegründet und ist Weltmarktführer im Bereich der Mund- und Zahnpflege. Daneben werden Mundspülungen und Zahnseide angeboten. Marken sind Colgate und Dentagard. Der Konzern ist auch in der Körperpflege mit Palmolive (Duschgel, Seife, Badeschaum, Rasiercreme), Haushaltspflege mit den Marken Softlan, Ajax und Palmolive (Weichspüler, Reiniger, Geschirrspülmittel) und in der Tiernahrung tätig.

Kimberly-Clark steigert Profitabilität

Kimberly hat in den ersten 9 Monaten bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie entscheidende Fortschritte gemacht und die Profitabilität erneut gesteigert. Während der Umsatz nahezu auf dem Vorjahresniveau stagnierte, legte der Gewinn um 10,7% zu.

Die Kostensenkungsmaßnahmen erzielten ihre volle Wirkung. Geringe Rohstoffpreise, höhere Absatzmengen und die verbesserte Produktivität sorgten für einen Anstieg der Marge. Kimberly überzeugt mit einem robusten Geschäftsmodell und seiner internationalen Präsenz. Selbst in Krisenzeiten können die schwachen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen in Europa oder Nordamerika leicht abgefangen werden.

Potenzial in den Schwellenländern

Die Wachstumsmärkte in Lateinamerika und Asien versprechen dagegen ein enormes Marktpotenzial. Doch die größte Umstrukturierung steht noch bevor. Geplant ist die Abspaltung der Gesundheitssparte in ein selbstständiges, börsennotiertes Unternehmen. Umfasst sind sämtliche Geschäfte mit medizinischen und chirurgischen Produkten. Das Umsatzvolumen liegt bei knapp 1,6 Mrd $. Der Prozess soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein.

Mit der Ausgliederung konzentriert sich Kimberly auf seine ursprünglichen Kernkompetenzen. Wir begrüßen die strategische Neuausrichtung. Die Gesundheitssparte hat weder marktseitig noch ressourcenbezogen eine strategische Kongruenz zu dem restlichen Angebotsportfolio.

Kimberly setzt klare Zeichen und plant eine Expansion im klassischen Konsumentengeschäft. Die Zukunft liegt in Lateinamerika und Asien.

Unternehmensporträt

Kimberly-Clark produziert Hygieneartikel. Für den Konsumentenbereich stellt das Unternehmen Produkte für Körperhygiene wie Babywindeln (Huggies) und Frauenhygiene-Produkte (Kotex) sowie Taschentücher (Kleenex) und Servietten her. Darüber hinaus werden im away-from-home-Segment (AFH) unter anderem Papierhandtücher und Wisch-Tücher für Großverbraucher hergestellt. Kimberly-Clark besitzt 106 Produktionsstätten in 39 Ländern.

Im nächsten Value-Telegramm nenne ich Ihnen zwei weitere Unternehmen aus der Branche, bei denen wir ein höheres Kurspotenzial erwarten.

17. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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