Zwei US-Banken die überzeugen können

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Bank of America und J.P. Morgan Chase konnten mit den Zahlen zum 1. Quartal überzeugen und blicken optimistisch in die Zukunft. (Foto: unknown)

Bank of America blickt nach dem ertragsstärksten Jahr in der Firmengeschichte zuversichtlich in die Zukunft.

Die Bank profitierte im abgelaufenen Jahr von einer steigenden Kreditnachfrage und anhaltend niedrigen Kreditausfällen sowie von steigenden Kundeneinlagen, einer operativen Kostenkontrolle und der Steuerreform in den USA. Der Rekordgewinn von 26,7 Mrd. $ ging nahezu komplett in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre. Zudem legte Bank of America einen erfolgreichen Start in das neue Geschäftsjahr hin.

Von Januar bis März verdiente die Bank mit 6,9 Mrd. $ rund 6% mehr als in der Vorjahresperiode. Der Gewinn je Aktie wurde dank weiterer Aktienrückkäufe um 13% gesteigert. Das Privat- und Firmenkundengeschäft lief weiterhin gut, was zusammen mit Kostensenkungen dazu beitrug, die Gewinnmarge das 17. Quartal in Folge zu steigern. Zudem stieg der Buchwert pro Aktie um 8% auf 25,57 $. Angesichts der erschwerten Marktbedingungen am Kapitalmarkt waren die Zahlen ein Zeichen der Stärke.

Das langfristige Ziel, eine Gesamtkapitalrendite von 1% auf die Bilanzsumme zu erreichen, wurde bereits 2018 übertroffen. Dies schaffen weiterhin nur wenige Großbanken. Mit der wachsenden US-Wirtschaft und den Kostensenkungen zeichnet sich für 2019 ein weiteres Rekordjahr ab. Wir rechnen mit einem Anstieg des Gewinns 14%. Damit reduziert sich das KGV auf 8,7, was einen günstigen Wert darstellt. Auch gemessen am KBV erscheint die Aktie moderat bewertet.

Bankenporträt

Die Bank of America entstand aus der Fusion von BankAmerica und Nations Bank im September 1998. Die besonders im Privatkundengeschäft und in der Unternehmensfinanzierung tätige Bank ist mit Zweigstellen in den USA und mit Repräsentanzen in 30 Ländern der Welt vertreten. Wachstum auch durch Akquisitionen von FleetBoston in 2004, MBNA in 2006, LaSalle in 2007, Countrywide in 2008 und Merrill Lynch im Januar 2009.

JPMorgan Chase & Co. überzeugte mit starken Zahlen

2018 stieg der Gewinn im Zuge steigender Bruttoeinnahmen und sinkender Steueraufwendungen um 36% auf den Rekordwert von 30,7 Mrd. $. Die Eigenkapitalrendite lag mit 12% auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren. Die Aktionäre profitierten zudem von Aktienrückkäufen und einer Anhebung der Quartalsdividende auf 80 Cent je Aktie. Im 1. Quartal konnte JPMorgan Chase an die guten Vorjahresergebnisse anknüpfen und die Bruttoeinnahmen um 4% steigern. Die Bank profitierte von einer robusten US-Konjunktur und guten Ergebnissen im Handel.

Im Investment Banking blieb JPMorgan Chase gemessen an den Provisionseinnahmen weltweit die Nr. 1

Dank der anhaltend guten Geschäftslage sowie Aktienrückkäufen legte der Gewinn pro Aktie um 12% zu. Das nachlassende Wachstum war nicht zuletzt einigen Sonderfaktoren aus dem Vorjahr geschuldet. Dazu zählten neben der US-Steuerreform auch veränderte Rechnungslegungsstandards. So waren die Bruttoeinnahmen im Vorjahresquartal auch durch einen einmaligen Buchgewinn begünstigt. Bereinigt um diesen Effekt wurden die nicht zinstragenden Einnahmen um 5% gesteigert. Zudem war das Vorjahr durch die Auflösung einer Wertberichtigung auf Kredite begünstigt.

Wenngleich sich das Wachstum aufgrund dieser Faktoren abschwächt, rechnen wir für 2019 mit einem weiteren Rekordjahr.

Die wesentlichen Wachstumstreiber bleiben intakt. Dazu zählen die steigende Nachfrage nach Darlehen, gute Kreditkartenumsätze ebenso wie das Geschäft mit dem Investment Banking und Auto Leasing sowie der Handel.

Bankenporträt

JPMorgan Chase & Co. entstand am 31.12.2000 aus der Fusion von J.P. Morgan und Chase Manhattan. Die kombinierte Gesellschaft J.P. Morgan Chase fusionierte am 1.7.2004 mit Bank One. Übernahme der Großsparkasse Washington Mutual und der Investmentbank Bear Stearns in der Finanzmarktkrise 2008. Wichtige Geschäftssegmente sind Investmentbank, Retail Financial Services und Kreditkarten-Services.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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