Zwei weitere Top-Aktien der Luxusgüter-Branche

Swatch Group überzeugte im 1. Halbjahr mit einer äußerst starken Geschäftsentwicklung.

Der Umsatz stieg um 8,7%. Von den Stagnationseffekten in Europa blieb der Konzern verschont. Das Uhrengeschäft boomt. Inlandsverkäufe und Exporte konnten gesteigert werden. Die Produktion im Segment Uhren und Schmuck stieg um 9%.

Swatch konnte in sämtlichen regionalen Absatzmärkten ordentlich zulegen. Um den hohen Qualitätsansprüchen zu genügen, wurden über 1.150 neue Mitarbeiter eingestellt. Trotz des damit verbundenen Kostenanstiegs blieb die operative Marge stabil bei 22,7%. Selbst die enormen Marketingausgaben konnten die Ergebnisse nicht trüben. Der Gewinn legte um 6,1% zu.

Künftig soll gezielt in die Geschäfte im Nahen Osten investiert werden

Dazu erhöhte Swatch seine Beteiligung an der bekannten Luxusladen-Kette Rivoli von 40 auf 58%. Rivoli beschäftigt knapp 1.500 Angestellte in 360 Ladenlokalen, welche vorwiegend in Dubai, VAE und Katar ansässig sind. Mit der Beteiligungserhöhung stärkt Swatch seine Distributionsstrategie im Retail-Bereich.

In den Luxusläden werden hauptsächlich konzerneigene Marken vertrieben. Zuletzt profitierte Swatch schon von der Übernahme der exklusiven Schmuck- und Uhrenmarke Harry Winston. Ebenso setzte der Erfolg der farbfröhlichen Billiguhren starke Akzente. Für 2014 wird mit zweistelligen Wachstumsraten gerechnet.

Langfristig ist Swatch solide aufgestellt und überzeugt mit einem hoch profitablen Geschäftsmodell.

Unternehmensporträt

Die Swatch Group gehört zu den Schweizer Aushängeschildern in der Welt. Neben den bunten Kunststoffuhren gehören mittlerweile 21 Uhrenmarken zum Konzern. Darunter befinden sich so etablierte Namen wie Bréguet, Omega, Rado oder Glashütte. Einen weiteren Ertragspfeiler bilden die elektronischen Systeme. Neu ist die Sparte Markenschmuck. Durch eigene Läden wird das Vertriebsnetz stetig ausgebaut.

Burberry Group PLC glänzt mit einem attraktiven Marken-Branding

Burberry überzeugt uns mit einer langen Firmentradition, starken Fundamentaldaten und einem hoch profitablen Geschäftsmodell. Dabei mussten selbst zum Zeitpunkt der internationalen Finanzkrise nur geringe Einbußen hingenommen werden. Burberry ist robust aufgestellt und glänzt mit einem äußerst attraktiven Marken-Branding.

Das luxuriöse Firmenimage ermöglicht dynamische Verkaufspreissteigerungen. Die Margen sind stabil. Die Nachfragestruktur unelastisch, und die Konkurrenzsituation ist nicht besonders angespannt.

Im 1. Halbjahr legte der Umsatz um 16,9% zu

Vor allem die Geschäfte in China entwickelten sich fabelhaft. Aber auch in Japan und der restlichen Asien-Pazifik-Region konnten zweistellige Umsatzzuwächse erzielt werden. In Europa, Afrika und Amerika lag die Umsatzdynamik im hohen einstelligen Prozentbereich. Durch die anhaltend angespannte Situation in Europa setzt Burberry verstärkt auf den asiatischen Wachstumsmarkt.

Dabei liegt der Konzern im Konkurrenzkampf mit LVMH klar in Führung. Die Distributionsstrategie geht auf. Die Fokussierung auf den Verkauf über konzerneigene Ladenlokale zahlte sich aus und erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit. Dagegen mussten im Großhandelsgeschäft Abstriche gemacht werden.

Frischen Wind bringt der neue kreative Kopf des Unternehmens Christopher Bailey. Der Chefdesigner führt künftig das operative Geschäft und ist für die modische Entwicklung von Burberry verantwortlich.

Unternehmensporträt

Burberry Group PLC wurde bekannt durch die gleichnamige Modemarke. Das einprägsame Karo-Muster ist weltweit bekannt . Neben dem direkten Vertrieb in konzerneigenen Ladenlokalen verdient der Konzern vor allem durch den Großhandel und das Lizenzgeschäft. Neben Lederwaren, Kleidung, Uhren und Schmuck werden auch Kosmetik und Parfüm vertrieben.

31. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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