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BayWa sieht sich nach gutem Auftaktquartal voll im Plan

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Sto – Die Aktie zum deutschen Immo-Boom?

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InnoTec, der Türen-Spezialist

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Nicht nur im deutschen Pay-TV-Markt, auch im deutschen Free TV-Markt tobt der Kampf um die Zuschauer. ProSiebenSat.1 versucht beispielsweise mit Formaten wie „Germany`s Next Topmodel“ beim Zuschauer zu punkten - mit abwechselten Erfolg. Die Gewinnmargen im TV-Geschäft sind vergleichsweise niedrig, Sender wie ProSiebenSat.1 investieren hohe dreistellige Millionenbeträge in ihr Programm. Mit Nachrichten ist im deutschen Privatfernsehen ohnehin kaum Geld zu verdienen. Der ehemalige ProSieben-Sender N24 und auch der Konkurrenz-Sender n-tv schrieben zum Beispiel jahrelang Verluste. Anleger fragen sich daher, woher kommen die Umsätze und Gewinne in der Free-TV-Branche eigentlich und worauf ist der langfristige Aufwärtstrend der ProSiebenSat.1-Aktie überhaupt zurückzuführen?

TV-Werbung bildet Haupteinnahmequelle

Die ProSiebenSat.1 Media AG ist aus der Fusion zweier großer Fernsehunternehmen (ProSieben Media AG und Sat.1 Satelliten Fernsehen GmbH) im Jahr 2000 hervorgegangen. Haupteinnahmequelle bei ProSiebenSat.1 bildet das TV-Werbegeschäft, welches 70 Prozent zu den Gesamteinnahmen beisteuert. Jedoch werden auch durch sogenannte Mehrwertdienste (Anrufaktionen, Gewinnspiele usw.) Einnahmen generiert. Zum Beispiel finanzierte sich der ehemalige ProSiebenSat.1-Sender 9Live zum Großteil durch sogenannte Call-in-Gewinnspiele. Doch auch dieses Geschäftsmodell hat sich überlebt, 9Live hat seinen Sendebetrieb inzwischen eingestellt. Auch im sonstigen werbefinanzierten TV-Geschäft sind die Gewinnmargen eher niedrig, was die ProSiebenSat.1-Aktie in der Vergangenheit immer wieder belastete. Daher ist der Free-TV-Sender auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und ist hier im digitalen Bereich fündig geworden.

ProSiebenSat.1 sitzt bei Online-Videotheken in der ersten Reihe

Mit seiner Online-Videothek Maxdome hat ProSiebenSat.1 den Trend hin zu sogenannten Video On Demand (VoD) Angeboten frühzeitig erkannt. Dabei geht es um das Bereitstellen von Filmen und TV-Serien über das Internet. Bei Online-Mediatheken hat man eigenen Angaben zufolge einen Marktanteil von rund 40 Prozent in Deutschland und ist damit die Nummer eins im Markt.

ProSiebenSat.1-Aktie profitiert von Zukäufen

Darüber hinaus hat sich der Free-TV-Konzern noch in einem weiteren Bereich vorgewagt. Der Markt für Online-Spiele in Deutschland erzielt rasante Zuwachsraten, fast jeder Dritte Deutsche (34,2 Millionen) spielt regelmäßig digitale Spiele, diese Wachstumschancen will sich auch ProSiebenSat.1 nicht entgehen lassen. Nach der Übernahme von burda:ic und der mehrheitlichen Übernahme von Covus Games, schnappte sich ProSiebenSat.1 die Online-Spielefirma Aeria Games Europe. Durch die Akquisition steigt die Zahl der Spieler innerhalb des ProSieben-Sat.1-Spielenetzwerks von 27 auf 77 Mio. Damit sieht sich der TV-Konzern bereits als die Nummer drei im europäischen Online-Gaming-Geschäft.

ProSiebenSat.1 mit viel Wachstumsfantasie

Viele Marktbeobachter bewerten die Strategie und damit auch die ProSiebenSat.1-Aktie positiv. Der Grund: Durch den Ausbau von Zusatzangeboten wie Online-Spiele und Online-Mediatheken wird der Medienkonzern unabhängiger vom schwankenden und margenschwachen TV-Werbegeschäft. Daneben hat der Münchner Medienkonzern noch einen weiteren großen Vorteil auf seiner Seite. Durch die hohe Reichweite im Free-TV kann das Unternehmen seine Internet-Angebote kostengünstig bewerben, ein großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Insgesamt birgt die Digitalsparte von ProSiebenSat.1 noch viel Wachstumsfantasie, zumal ProSiebenSat.1  seinen Umsatz bis 2018 auf über 3,3 Mrd. € heben will - davon könnten auch Anleger und die ProSiebenSat.1-Aktie profitieren.

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